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	<title>Christiaan Huygens-</title>
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		<title>Christiaan Huygens und der Komet Halley</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[Descartes]]></category>
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		<description><![CDATA[Im siebzehnten Jahrhundert wurden viele ungewöhnliche Naturphänomene wie Kometen in einer neuen Weise interpretiert. Der Komet von 1680-1681 wird weithin als ein Wendepunkt im Denken über Kometen angesehen. In diesen Jahren veröffentlichten der französische Philosoph Pierre Bayle und der niederländische Pfarrer Balthasar Bekker ihre berüchtigten Angriffe auf den ihrer Meinung nach rückständigen Aberglauben. Ihre damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Im siebzehnten Jahrhundert wurden viele ungewöhnliche Naturphänomene wie Kometen in einer neuen Weise interpretiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Halleyscher_Komet">Der Komet von 1680-1681</a> wird weithin als ein Wendepunkt im Denken über Kometen angesehen. In diesen Jahren veröffentlichten der französische Philosoph Pierre Bayle und der niederländische Pfarrer Balthasar Bekker ihre berüchtigten Angriffe auf den ihrer Meinung nach rückständigen Aberglauben. Ihre damals heftig umstrittenen Schriften werden daher oft als radikaler Bruch mit der Vergangenheit und als Beginn der Aufklärung gesehen. Die Arbeiten von Bayle und Bekker werden oft direkt in Verbindung gebracht mit den Beobachtungen des Kometen, die die berühmten Philosophen Isaac Newton und Edmund Halley ausführten. Nach viel Rechenarbeit zogen die Engländer den Schluss, dass dieser Komet eine parabolische und somit vorhersehbare Bahn durchlaufen musste. Ihre wissenschaftliche Arbeit wird als Bruch mit der Vergangenheit gesehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Überall in Europa wurde der Komet von Naturphilosophen, Theologen und Laien aufmerksam beobachtet, und es erschienen hunderte Abhandlungen, in denen man über die Natur und Bedeutung dieses Wunderzeichens am Himmel spekulierte.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens schrieb am 27. Dezember 1680 aus der Académie des Sciences in Paris an seinen Vater Constantijn:</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">&#8220;Ich habe noch nie einen Kometen dieser Größe gesehen gesehen. Heute war hier rund um die Sternwarte eine riesige Menschenmenge versammelt, die glaubte, dass die Astronomen dieses Phänomen erklären und deuten konnten. &#8220;</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Und C.D. Andriesse zitiert in seiner Huygens-Biographie auch noch diesen Brief von Christiaan Huygens: </span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">&#8220;Es gibt schon einige Zeit lang einen Kometen, aber bis letzte Nacht konnte man hier nichts sehen. Um 5 Uhr, als der Himmel sich aufgeklärt hatte, stand er da, erstaunlich hell, und der sehr langen Schwanz (praktisch die Hälfte des Himmels) war markant. Einen solchen starken Kometen habe ich mein Leben lang nicht gesehen.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Andriesse: &#8220;Die Frage war, ob der Komet, der  im Dezember plötzlich über Paris erschien,  im November auch schon kurz gesehen war. [Huygens] dachte nicht. Wie Giovanni Cassini und viele andere blieb er bei dem Vorurteil, dass Kometen sich entlang gerader Linien bewegen. Aber der Komet vom November raste an der Sonne entlang, und veränderte die Richtung, um einen Monat später wieder in die Nähe der Erde zu kommen.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 16px;">In seinem<em> Cosmotheoros </em>und in anderen Schriften greift Huygens Descartes an, und dessen Hypothese über Kometen, aber Huygens selbst hatte die Kometen nicht gut begriffen. Es war Newton, der in seinen <em>Principia </em>die parabolische Bahn des Kometen (später genannt Halleyscher Komet) beschrieben hat.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.passagenproject.com/komeet_komeet_comet_Bayeux_komet.jpg " alt="" width="277" height="288" /></p>
<p style="text-align: center;">Komet im Teppich von Bayeux</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.passagenproject.com/Giotto_komeet_komet_comet.jpg " alt="" width="570" height="574" /></p>
<p style="text-align: center;">Giotto, Komet über dem Stall von Bethlehem</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.passagenproject.com/Donatis_Comet_1858_William_Turner_komeet.jpg " alt="" width="591" height="475" /></p>
<p style="text-align: center;">William Turner, Komet, 1858</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.passagenproject.com/wassily_kandinsky_komet_comet_blauer-ritter.jpg" alt="" width="588" height="441" /></p>
<p style="text-align: center;">Wassily Kandinsky, Komet, 1900</p>
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		<title>Christiaan Huygens: Wissenschaft als Religion</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 07:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[Galilei]]></category>
		<category><![CDATA[glaube]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[Spinoza]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Christiaan Huygens selbst, und auch in der Einleitung des deutschen Übersetzers seines Cosmotheoros (1698), nimmt die christliche Rechtfertigung für eine anti-anthropozentrische Kosmologie, die dem Menschen die Sonderrolle raubt, einen wichtigen Platz ein. Huygens‘ deutscher Übersetzer, der Nürnberger Astronom Johann Philipp von Wurzelbau, findet in einer Reihe von Pauluszitaten eine physikotheologische Rechtfertigung zur Erforschung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Bei Christiaan Huygens selbst, und auch in der Einleitung des deutschen Übersetzers seines <a title="Bei Christiaan Huygens selbst, und auch in der Einleitung des deutschen Übersetzers seines Cosmotheoros (1698), nimmt die christliche Rechtfertigung für eine anti-anthropozentrische Kosmologie, die dem Menschen die Sonderrolle raubt, einen wichtigen Platz ein. Huygens‘ deutscher Übersetzer, der Nürnberger Astronom Johann Philipp von Wurzelbau, findet in einer Reihe von Pauluszitaten eine physikotheologische Rechtfertigung zur Erforschung des Himmels. Wurzelbau und Huygens erleben ein stark religiöses Gefühl beim Betrachten der „Wunder“werke Gottes. Beide sehen die besondere Rolle der Vorsehung Gottes bei der Ordnung der Natur. Im 17. Jahrhundert  haben viele Denker, so auch Huygens, mit der theologischen Deutung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse eine Symbiose gefunden zwischen Theologie und Naturwissenschaften, die den wissenschaftlichen Fortschritt ermöglichte. Huygens verteidigt sich gegen eventuelle religiöse Gegner: „Andere dagegen werden dasjenige, was wir als wahrscheinlich darstellen wollen, auffassen als etwas, das der Heiligen Schrift widerspricht, wenn hier die Rede ist von Erdkugeln, Tieren, von denen sogar einige mit Vernunft begabt sind. Von diesen Dingen aber spricht die Bibel nicht, ganz im Gegenteil, sie handelt nur von dieser Erde mit ihren Tieren und Pflanzen und dem Menschen als Herrn über alles. Diesen Einwänden entgegne ich, so wie es auch andere vor mir getan haben, dass Gott eben nicht über alle Einzelheiten der Schöpfung unterrichten wollte.“ In vielen Punkten wandelt Huygens in den Fußstapfen Galileis. Das Verhältnis von Kosmologie und Religion, das Huygens im „Cosmotheoros“ bespricht, hat auch Galilei ausführlich erörtert. Galilei hat sich mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube und  besonders mit der Verträglich¬keit des kopernikanischen Systems mit den Aussagen der Heiligen Schrift befasst. In seinem Brief an D. Benetto Castelli vom 21. Dezember 1613 betont Galilei, dass die Heilige Schrift zwar immer unanfechtbar wahr sei, jedoch die menschliche Interpretation fehlerhaft sein kann. Bei der menschlichen Interpretation dürfe man sich zum Beispiel nicht an bestimmte Worte klammern, da dies zum falschen Verständnis führt. Gott hat den Menschen Urteilskraft und Verstand gegeben, damit sie diese verwenden. Über die Astronomie stehe beinahe nichts in der Bibel, deshalb hat Gott den Menschen in dieser Sache nichts in der Heiligen Schrift mitzuteilen. Bei Huygens wie bei Galilei ist Gott ein oberstes Wesen, der Erschaffer der Welt. Er ist jedoch kein personaler Gott, kein Erlöser oder Gott des Heils. Huygens’ Gott ähnelt dem Gott Galileis und dem Gott von Leibniz. Jedoch geht Huygens nicht so weit wie Spinoza (den Huygens persönlich kannte und mit dem er über das Linsenschleifen korrespondierte). Gott und Natur fallen für Huygens nicht so zusammen wie für Spinoza; Huygens ist kein Pantheist. Die Teleologie und die Vorbestimmung in Huygens’ Gottesbild passen nicht in das Weltbild von Spinoza. Jonathan Israel beschreibt den persönlichen Antagonismus zwischen Spinoza und Huygens, welcher auf vielen Faktoren beruhte, unter anderem auf Spinozas Cartesianismus (Radical Enlightenment, S. 246-252). Leider ist Huygens‘ Antwort auf die Frage von Leibniz (1679), was Huygens von Spinozas Ethik fand, nicht bewahrt geblieben. Auffällig ist bei Huygens, dass er die Naturwissenschaft als „Gottesdienst“ auffasst: man kann Gott dienen, indem man seine Werke studiert und bewundert.  Huygens:  „Und daraus können wir folgern, dass das Geschick und die scharfen Sinne den Menschen dazu gegeben sind, dass sie dadurch das Wissen von der Natur nach und nach erlangen und sich durch nichts abhalten lassen sollten, diese Dinge weiter zu untersuchen und eifrig nachzuforschen.“ „Wie aber würde ein solcher Mensch Gott nicht hoch verehren und preisen, der solche Dinge gewirkt und erschaffen hat, dessen Vorsehung und wunderbare Weisheit hier immer wieder verteidigt wird, und zwar gegen diejenigen, die sagen, dass die Erde aus zufälligen Staubkörnchen entstanden ist, oder überhaupt keinen Anfang gehabt habe.“ Huygens‘ natürliche Theologie, die die Schöpfung als ein „Buch der Natur“ liest, kann sich auf das belgische Glaubensbekenntnis von 1619 berufen, die Grundlage der niederländischen reformierten Kirche, wo im zweiten Artikel von 1619 festgestellt wird (mit dem Hinweis auf Paulus; siehe auch Wurzelbaus Argumentation), dass wir Gott auf zwei verschiedene Weisen kennen: erstens [!] durch die Schöpfung und zweitens durch Gottes Wort. (Jorink, S. 20)" href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html" target="_blank"><em>Cosmotheoros</em></a> (1698), nimmt die christliche Rechtfertigung für eine anti-anthropozentrische Kosmologie, die dem Menschen die Sonderrolle raubt, einen wichtigen Platz ein. Huygens‘ deutscher Übersetzer, der Nürnberger Astronom Johann Philipp von Wurzelbau, findet in einer Reihe von Pauluszitaten eine physikotheologische Rechtfertigung zur Erforschung des Himmels.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Wurzelbau und Huygens erleben ein stark religiöses Gefühl beim Betrachten der „Wunder“werke Gottes. Beide sehen die besondere Rolle der Vorsehung Gottes bei der Ordnung der Natur. Im 17. Jahrhundert  haben viele Denker, so auch Huygens, mit der theologischen Deutung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse eine Symbiose gefunden zwischen Theologie und Naturwissenschaften, die den wissenschaftlichen Fortschritt ermöglichte.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens verteidigt sich gegen eventuelle religiöse Gegner: <em>„Andere dagegen werden dasjenige, was wir als wahrscheinlich darstellen wollen, auffassen als etwas, das der Heiligen Schrift widerspricht, wenn hier die Rede ist von Erdkugeln, Tieren, von denen sogar einige mit Vernunft begabt sind. Von diesen Dingen aber spricht die Bibel nicht, ganz im Gegenteil, sie handelt nur von dieser Erde mit ihren Tieren und Pflanzen und dem Menschen als Herrn über alles. Diesen Einwänden entgegne ich, so wie es auch andere vor mir getan haben, dass Gott eben nicht über alle Einzelheiten der Schöpfung unterrichten wollte.“</em></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">In vielen Punkten wandelt Huygens in den Fußstapfen Galileis. Das Verhältnis von Kosmologie und Religion, das Huygens im „<em>Cosmotheoros</em>“ bespricht, hat auch Galilei ausführlich erörtert. Galilei hat sich mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube und  besonders mit der Verträglich­keit des kopernikanischen Systems mit den Aussagen der Heiligen Schrift befasst. In seinem Brief an D. Benetto Castelli vom 21. Dezember 1613 betont Galilei, dass die Heilige Schrift zwar immer unanfechtbar wahr sei, jedoch die menschliche Interpretation fehlerhaft sein kann. Bei der menschlichen Interpretation dürfe man sich zum Beispiel nicht an bestimmte Worte klammern, da dies zum falschen Verständnis führt. Gott hat den Menschen Urteilskraft und Verstand gegeben, damit sie diese verwenden. Über die Astronomie stehe beinahe nichts in der Bibel, deshalb hat Gott den Menschen in dieser Sache nichts in der Heiligen Schrift mitzuteilen.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Bei Huygens wie bei Galilei ist Gott ein oberstes Wesen, der Erschaffer der Welt. Er ist jedoch kein personaler Gott, kein Erlöser oder Gott des Heils. Huygens’ Gott ähnelt dem Gott Galileis und dem Gott von Leibniz. Jedoch geht Huygens nicht so weit wie Spinoza (den Huygens persönlich kannte und mit dem er über das Linsenschleifen korrespondierte). Gott und Natur fallen für Huygens nicht so zusammen wie für Spinoza; Huygens ist kein Pantheist. Die Teleologie und die Vorbestimmung in Huygens’ Gottesbild passen nicht in das Weltbild von Spinoza. Jonathan Israel beschreibt den persönlichen Antagonismus zwischen Spinoza und Huygens, welcher auf vielen Faktoren beruhte, unter anderem auf Spinozas Cartesianismus (<em>Radical Enlightenment</em>, S. 246-252). Leider ist Huygens‘ Antwort auf die Frage von Leibniz (1679), was Huygens von Spinozas <em>Ethik</em> fand, nicht bewahrt geblieben.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Auffällig ist bei Huygens, dass er die Naturwissenschaft als „Gottesdienst“ auffasst: man kann Gott dienen, indem man seine Werke studiert und bewundert.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens: &#8220;<em>Und daraus können wir folgern, dass das Geschick und die scharfen Sinne den Menschen dazu gegeben sind, dass sie dadurch das Wissen von der Natur nach und nach erlangen und sich durch nichts abhalten lassen sollten, diese Dinge weiter zu untersuchen und eifrig nachzuforschen.“</em><em></em></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><em>„Wie aber würde ein solcher Mensch Gott nicht hoch verehren und preisen, der solche Dinge gewirkt und erschaffen hat, dessen Vorsehung und wunderbare Weisheit hier immer wieder verteidigt wird, und zwar gegen diejenigen, die sagen, dass die Erde aus zufälligen Staubkörnchen entstanden ist, oder überhaupt keinen Anfang gehabt habe</em>.“</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens‘ natürliche Theologie, die die Schöpfung als ein „Buch der Natur“ liest, kann sich auf das belgische Glaubensbekenntnis von 1619 berufen, die Grundlage der niederländischen reformierten Kirche, wo im zweiten Artikel von 1619 festgestellt wird (mit dem Hinweis auf Paulus; siehe auch Wurzelbaus Argumentation), dass wir Gott auf zwei verschiedene Weisen kennen: erstens [!] durch die Schöpfung und zweitens durch Gottes Wort. (Jorink, S. 20)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Christiaan Huygens über Fortpflanzung und Spontanzeugung</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 18:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
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		<category><![CDATA[Spontanzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens, der in seinem Text Cosmotheoros über außerirdisches Leben phantasiert, denkt auch scharf nach über die Bedingungen des menschlichen Lebens. Er, der selbst im Mikroskop Samenzellen sehen konnte, wendet sich scharf gegen die Argumentation der sogenannte „Spontanzeugung“, eine Denkrichtung, die schon seit Aristoteles wiederholt,  dass Lebewesen spontan aus zuvor unbelebter Materie entstehen können. Huygens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens, der in seinem Text <em>Cosmotheoros</em> über außerirdisches Leben phantasiert, denkt auch scharf nach über die Bedingungen des menschlichen Lebens.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Er, <a href="http://passagenproject.com/blog9/2012/04/27/christiaan-huygens-antonie-van-leeuwenhoek-jan-swammerdam-mikroskop/">der selbst im Mikroskop Samenzellen sehen konnte</a>, wendet sich scharf gegen die Argumentation der sogenannte „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spontanzeugung">Spontanzeugung</a>“, eine Denkrichtung, die schon seit Aristoteles wiederholt,  dass Lebewesen spontan aus zuvor unbelebter Materie entstehen können.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens nennt im <em>Cosmotheoros</em> zwei beliebte Legenden von Spontanzeugung, die Entenbäume (goose barnacle), und Mäuse und Reptilien aus Nilschlamm, und weist diese Märchen ab:</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><em>„Wenn man eine andere Art der Fortpflanzung ersinnen wollte, etwa so wie von Bäumen, von denen man lange geglaubt hat, dass auf ihnen in Britannien Enten wachsen können, dann ist jedoch klar, dass dies wegen des großen Unterschieds zwischen Holz und Fleisch ganz wider die Vernunft ist. Oder wenn man meinen würde, dass Tiere aus Schlamm entstehen können, wie man von den Mäusen in Ägypten sagt, so sieht jeder, der die Natur fleißig erkundet, dass dieses ihrer Ordnung zuwider liefe.“</em></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Noch bei Shakespeare und bei Huygens’ Zeitgenossen Izaak Walton findet sich der Gedanke, dass aus dem Schlamm in Ägypten unter Sonneneinwirkung Reptilien entstehen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 16px;"><a href="http://internetshakespeare.uvic.ca/Library/Texts/Ant/F1/Scene/2.7">Shakespeare, Anthony and Cleopatra, 2,7</a>:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 16px;"><em>Lep</em>. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 16px;">Your Serpent of Egypt, is bred now of your mud</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 16px;">by the operation of your Sun: so is your Crocodile.”</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Was die Entenbäume betrifft, so erzählt noch <a href="http://nl.wikipedia.org/wiki/Adriaen_Coenen">Adriaen Coenen</a> in seinem <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Visboeck">Visboeck</a></em> aus dem 16. Jahrhundert von Entenbäumen und macht IIllustrationen.</span></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.passagenproject.com/boomgansjes_eendenboom.jpg" alt="" width="450" height="661" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"> <span style="font-size: 16px;">Auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_van_Maerlant">Jacob van Maerlant</a> hat Entenbäume beschrieben:</span></p>
<p style="text-align: center;"> <a href="http://www.passagenproject.com/jacob_van_maerland_boomgans.jpg"><img class="aligncenter" title="jacob_van_maerland_boomgans" src="http://www.passagenproject.com/jacob_van_maerland_boomgans.jpg" alt="" width="400" height="236" /></a></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Nach dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm ist ein Entenbaum ein am Meeresufer wachsender Baum mit muschelartigen Früchten. Nach der Legende sollen aus diesen Früchten, wenn sie ins Wasser fallen, kleine Enten schlüpfen.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Victor Petriconi schreibt in <em><a href="http://www.p-hh.de/index.php?page=26&amp;id=476">Percebes und die Sage vom Entenbaum</a></em>: „Die Diskussion über den merkwürdigen Baum, dessen abgerissene Äste mit den daran wachsenden “Muscheln” immer mal wieder anstranden, durchzog das ganze Mittelalter bis ins 18. Jh. hinein. Viele deuteten die aus den an Treibholz wachsenden “Muscheln” herausragenden Fangarme der kleinen Krebse als bereits entwickelte Federchen der künftigen Enten, bzw. Gänse, und der Kosmograph Hector Boethius schreibt 1526: „ &#8230; So werden doch unseres Wissens einzig und allein [die Gänse] durch die Beschaffenheit der Meere erzeugt. &#8230; so glaube ich, dass diese Gänse auf den Bäumen wachsen, mit den Schnäbeln daran hängend, ungefähr wie Äpfel und andere Früchte mit ihren Stielen an den Zweigen hängen.”  Mitte des 16. Jh. gelangte der Entenbaum in die Kräuterbücher, wo ihn der Theologe Sebastian Münster bedenkenlos abbildet, ja der Mythos pflanzt sich fort und Caspar Baudin errichtet um 1623 in seiner <em>Historia plantarum universalis</em> eine ganze Sektion “Arbores anatiferae” (Abteilung Entenbäume) mit mehreren Untersektionen.“ </span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Johannes Kepler beschreibt in seiner Erzählung <em>Somnium</em> über Lebewesen auf dem Mond, die aus einer Art Pinienzapfen entstehen, und verweist in Fußnote 221 auf die Entenbäume in Schottland.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
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		<title>Christiaan Huygens, Antonie van Leeuwenhoek, Jan Swammerdam: die Welt unter dem Mikroskop</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Antonie van Leeuwenhoek]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Fortpflanzung]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Swammerdam]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroskop]]></category>

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		<description><![CDATA[Huygens‘ Interesse für Optik und das praktische Interesse für das Linsenschleifen fand seine Anwendung nicht nur bei Teleskopen, sondern auch bei Mikroskopen. Das Mikroskop war im 17. Jahrhundert ein wichtiger Zugang zu einer neuen Wunderwelt. Sein Leben lang hat Huygens sich, zusammen mit dem Bruder Constantijn, für Mikroskope interessiert; ein Interesse und eine Faszination, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Huygens‘ Interesse für Optik und das praktische Interesse für das Linsenschleifen fand seine Anwendung nicht nur bei Teleskopen, sondern auch bei Mikroskopen. Das Mikroskop war im 17. Jahrhundert ein wichtiger Zugang zu einer neuen Wunderwelt. Sein Leben lang hat Huygens sich, zusammen mit dem Bruder Constantijn, für Mikroskope interessiert; ein Interesse und eine Faszination, die sie von ihrem Vater Constantijn übernahmen und mit ihm teilten. Vater Constantijn Huygens war befreundet mit Descartes und wie später sein Sohn Christiaan an der Theorie und Praxis der Optik sehr interessiert. Im <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html"><em>Cosmotheoros</em></a> schreibt Christiaan über die faszinierende Welt unter dem Mikroskop:</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">&#8220;[…] es scheint, dass es nichts Schöneres gibt, das der menschliche Verstand hervorgebracht hat. Hierzu gehört auch […] die Erfindung der Fern- und Vergrößerungsgläser, mit denen man die Natur der Dinge aufs genaueste erforschen kann.“</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">„Vom Blutkreislauf durch Pulsadern und andere Adern könnte ich auch sprechen, wovon man früher schon wusste, aber jetzt erst mittels des Vergrößerungsglases an einigen Fischschwänzen wirklich genau untersucht hat. Mehr könnte ich auch noch schreiben über die Fortpflanzung der Tiere, wo man gefunden hat, dass keines anders als durch Samen von seinesgleichen erzeugt wird, was man auch bei den Gewächsen nachgewiesen hat; auch, dass sich im männlichen Samen viele tausend der lebhaftesten Tierchen befinden, und dass durch diese die Nachkommen der Tiere entstehen. Dies ist zweifelsohne wahr und ist eine ganz wunderbare und unerhörte Sache.“</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens stand in Kontakt mit dem niederländischeren Naturforscher und Mikroskopbauer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antoni_van_Leeuwenhoek">Antonie van Leeuwenhoek</a> (1632 -1723). </span></p>
<p><img class="aligncenter" title="antonie_van_leeuwenhoek-beobachtung-mikroskop-.jpg" src="http://www.passagenproject.com/antonie_van_leeuwenhoek-beobachtung-mikroskop-.jpg" alt="" width="400" height="500" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Im Jahr 1668 bestätigte Van Leeuwenhoek die Entdeckung des Blutkreislaufs durch den italienischen Anatomen Marcello Malpighi und zeigte, wie rote Blutkörperchen durch die Kapillaren eines Froschbeines zirkulierten; 1674 lieferte er die erste genaue Beschreibung von roten Blutkörperchen. Diese waren 1658 von seinem Kollegen und Konkurrenten in der mikroskopischen Forschung <a title="Jan Swammerdam" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Swammerdam">Jan Swammerdam</a> entdeckt worden.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Van Leeuwenhoek beschrieb 1677 Samenzellen von Insekten und Menschen und widersprach (wie Huygens im Cosmotheoros) der vorherrschenden Theorie von der <a title="Abiogenese" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abiogenese">Spontanzeugung</a> der kleinsten Lebewesen. Huygens hat selbst bei Van Leeuwenhoek Samenzellen im Mikroskop beobachtet.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens und sein Vater Constantijn ebenso wie der Huygens-Freund Leibniz waren begeistert von den Sammlungen des Naturforschers Jan Swammerdam, einer der ersten, der systematisch Gebrauch machte vom Mikroskop und der 1675 eine Naturgeschichte der Insekten veröffentlichte. Für Swammerdam war die Natur eine Bibel, und war das Studium der Wunderwerke der Natur ein Gottesdienst. Bei ihm finden sich auch, wie bei Huygens, die physikotheologischen Gedanken, dass aus der Struktur der Natur die Existenz Gottes abgeleitet werden kann.</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="swammerdam_bybel-der-natuure-oog-bij-eye-bie.gif" src="http://www.passagenproject.com/swammerdam_bybel-der-natuure-oog-bij-eye-bie.gif" alt="" width="426" height="649" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Jan Swammerdam, Bibel der Natur, Auge der Biene</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neue Forschungsergebnisse zum Saturnmond Phoebe</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/27/neue-forschungsergebnisse-zum-saturnmond-phoebe/</link>
		<comments>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/27/neue-forschungsergebnisse-zum-saturnmond-phoebe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 12:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens entdeckte am 25. März 1655 mit einem selbstgebauten Fernrohr  den ersten Saturnmond, Titan, und noch zu seinen Lebzeiten entdeckte sein Astronomen-Kollege Domenico Cassini vier weitere Saturnmonde. Inzwischen sind mehr als 60 Monde im Orbit des Saturns bekannt, die stark in Form, Größe, Oberfläche, Alter und Herkunft variieren. Cassini-Huygens ist der Name einer Mission [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens entdeckte <a href="http://passagenproject.com/blog9/2012/03/26/26-marz-1655-christiaan-huygens-entdeckt-titan/">am 25. März 1655 mit einem selbstgebauten Fernrohr  den ersten Saturnmond, Titan</a>, und noch zu seinen Lebzeiten entdeckte <a href="http://passagenproject.com/blog9/2011/11/05/christiaan-huygens-domenico-cassini-und-john-flamsteed/">sein Astronomen-Kollege Domenico Cassini vier weitere Saturnmonde</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Inzwischen sind mehr als 60 Monde im Orbit des Saturns bekannt, die stark in Form, Größe, Oberfläche, Alter und Herkunft variieren. <strong></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cassini-Huygens"><strong>Cassini-Huygens</strong></a> ist der Name einer Mission zweier <a title="Raumsonde" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raumsonde">Raumsonden</a> zur Erforschung des Planeten <a title="Saturn (Planet)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_%28Planet%29">Saturn</a> und seiner Monde, die viele neue, teils revolutionäre Erkenntnisse in Bezug auf Saturn und seine Monde geliefert hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><a href="http://saturn.jpl.nasa.gov/news/newsreleases/newsrelease20120426/">Daten aus der NASA-Mission Cassini enthüllen jetzt, dass der Saturnmond Phoebe mehr planetenähnliche Eigenschaften hat als bisher angenommen.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Wissenschaftler erhielten erste Nahaufnahmen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phoebe_%28Mond%29">Phoebe</a>, als Cassini im Jahr 2004 begann, das Saturn-System zu erforschen. Mit Hilfe von Daten, die man von  mehreren Raumfahrt-Instrumenten erhielt, und einem Computermodell der Chemie, Geophysik und Geologie des Mondes fanden Wissenschaftler, dass Phoebe ein so genannter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Planetesimal">Planetesimal</a>, oder Vorläufer und Baustein von Planeten ist.  (Diese Ergebnisse erscheinen in der April-Ausgabe des Journals <em>Icarus</em>).</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="phoebe-saturnus-ring.jpg" src="http://www.passagenproject.com/phoebe-saturnus-ring.jpg" alt="" width="578" height="528" /></p>
<p>Die Cassini Bilder legen nahe, dass Phoebe im weit entfernten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kuiperg%C3%BCrtel">Kuiper-Gürtel</a> entstanden ist, der Region von alten, eisigen, felsigen Gebilden jenseits der Neptunbahn. Die Daten zeigen, dass Phoebe kugelförmig und heiß war in seiner frühen Geschichte, und dass sich dichtes, felsenreiches Material in der Nähe des Zentrums konzentriert. Seine mittlere Dichte ist etwa so groß wie die des Pluto, eines anderen Objekts im Kuiper-Gürtel. Phoebe wurde wahrscheinlich von der Schwerkraft des Saturns eingefangen, als er irgendwie in der Nähe des Riesenplaneten geriet.</p>
<p>Saturn wird von einer Wolke  unregelmäßiger Monde umgeben, die den Planeten in Umlaufbahnen umkreisen, die schräg stehen zur Saturn-Umlaufbahn um die Sonne, der so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quator">Äquatorebene</a>. Phoebe ist der größte dieser irregulären Monde und unterscheidet von den anderen Monden durch eine retrograde Bahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Christiaan Huygens und sein Cosmotheoros</a></p>
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		<title>Christiaan Huygens&#8217; Landgut Hofwijck</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/22/christiaan-huygens-landgut-hofwijk/</link>
		<comments>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/22/christiaan-huygens-landgut-hofwijk/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 19:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[barocker Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hofwijk]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens schrieb seinen letzten Text  &#8220;Cosmotheoros&#8221; auf dem Landgut, das sein berühmter Vater, der Dichter und Staatsman Constantijn Huygens gebaut hatte: Hofwijck, jetzt ein kleines Museum.  Zeichnung von Christiaan Huygens &#160; Der barocke Garten mit Buchenhecken, die „Gartenzimmer“ formen Die Bibliothek Die Küche &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens schrieb seinen letzten Text  &#8220;<a title="cosmotheoros" href="http:/www.passagenproject.com//christiaan-huygens-cosmotheoros.html"><em>Cosmotheoros</em></a>&#8221; auf dem Landgut, das sein berühmter Vater, der Dichter und Staatsman <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Constantijn_Huygens">Constantijn Huygens</a> gebaut hatte: <a href="http://www.hofwijck.nl/">Hofwijck</a>, jetzt ein kleines Museum.  </span></p>
<p><img class="aligncenter" title="hofwijck-tekening-zeichnung-drawing-christiaan-huygens.gif" src="http://www.passagenproject.com/hofwijck-tekening-zeichnung-drawing-christiaan-huygens.gif" alt="" width="470" height="411" /></p>
<p style="text-align: center;">Zeichnung von Christiaan Huygens</p>
<p><img class="aligncenter" title="http://www.passagenproject.com/hofwijck1-christiaan-huygens.jpg " src="http://www.passagenproject.com/hofwijck1-christiaan-huygens.jpg " alt="" width="540" height="720" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" title="http://www.passagenproject.com/hofwijck2-christiaan-huygens.jpg " src="http://www.passagenproject.com/hofwijck2-christiaan-huygens.jpg " alt="" width="520" height="390" /></p>
<p style="text-align: center;">Der barocke Garten mit Buchenhecken, die „Gartenzimmer“ formen</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="http://www.passagenproject.com/hofwijck4-christiaan-huygens-bibliotheek.jpg " src="http://www.passagenproject.com/hofwijck4-christiaan-huygens-bibliotheek.jpg " alt="" width="576" height="768" /></p>
<p style="text-align: center;">Die Bibliothek</p>
<p><img class="aligncenter" title="http://www.passagenproject.com/hofwijck5-christiaan-huygens-keuken.jpg " src="http://www.passagenproject.com/hofwijck5-christiaan-huygens-keuken.jpg " alt="" width="560" height="420" /></p>
<p style="text-align: center;">Die Küche</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Saturn und seine Ringe aus Eisbrocken</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/19/der-saturn-und-seine-ringe-aus-eisbrocken/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:18:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[ringe]]></category>
		<category><![CDATA[saturn]]></category>
		<category><![CDATA[vincent icke]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens hat erstmals beschrieben, dass die besondere Form des Saturns, die man im 17. Jahrhundert mit Fernrohren beobachtete, durch einen Ring verursacht wurde. Die Beobachtungen von Galilei und anderen ergaben, dass der Saturn Anhängsel hatte, aber erst Huygens konnte nachweisen, dass der Ring den Saturn nicht berührt, obwohl es aus der Perspektive von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens hat erstmals beschrieben, dass die besondere Form des Saturns, die man im 17. Jahrhundert mit Fernrohren beobachtete, durch einen Ring verursacht wurde. Die Beobachtungen von Galilei und anderen ergaben, dass der Saturn Anhängsel hatte, aber erst Huygens konnte nachweisen, dass der Ring den Saturn nicht berührt, obwohl es aus der Perspektive von der Erde aus scheint, dass die Ringe am Saturn wie Stangen oder Arme befestigt sind.  (Siehe <a href="http://passagenproject.com/blog9/2011/11/01/christiaan-huygens-und-die-ringe-des-saturns/"> Christiaan Huygens und die Ringe des Saturns ) </a></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img src="http://www.passagenproject.com/saturn-ringen.jpg" alt="" width="594" height="463" /></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><em>Ringe des Saturns</em></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Huygens hatte recht, und weil er selbst auch die zukünftigen Erscheinungen des Saturn mit oder ohne &#8220;Ohren&#8221; voraussagen konnte, abhängig von der Position der Erde und des Saturns relativ zueinander, gaben ihm die meisten echten Kenner auch recht.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Dennoch entstand eine Kontroverse über die Natur des Rings. Huygens behauptete standhaft, dass der Ring eine Scheibe war von einer bestimmten Dicke. So schrieb er es 1659 in seinem <em> Systema Saturnium</em>, und kurz vor seinem Tod im Jahre 1695 wieder im <em> Cosmotheoros</em>.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Vincent Icke schreibt in seinem Buch &#8220;De ruimte van Christiaan Huygens&#8221; (2009):</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">&#8220;Wir wissen jetzt, dass der Ring kein fester Körper sein kann, und tatsächlich hätte Huygens das auch wissen können. Eine der Regeln für Bahnbewegungen, die er kannte, ist das dritte keplersche Gesetz: die Umlaufzeit um die Sonne und um einen Planeten nimmt nach außen ab.  Die Innenseite des Ringes müsste sich also viel schneller drehen als die Außenseite, wodurch so ein großer Körper auseinander gerissen würde. Kleinere Objekte können diese Kraft vertragen, aber auch dann ist etwas davon zu merken, so wie Gezeitenkräfte.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Die Ringe des Saturns bestehen aus einer hauchdünnen Wolke Eissteinchen, so platt, dass ein Skalenmodell in der Größe eines Bierdeckels hundertmal dünner sein würde als ein Stück Papier.&#8221;  (S.68, Übersetzung Maria Trepp)</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Bereits in der Zeit von Huygens schlugen einige Leute vor, dass der Ring aus vielen kleinen Objekten bestehen könnte, so wie aus &#8220;Sternchen von Eis&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Aber Huygens glaubte nicht daran.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img src="http://www.passagenproject.com/ijsring_saturn_william_hartmann.gif" alt="" width="576" height="432" /></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img src="http://www.passagenproject.com/saturn_ring_ijs_artimpressie.jpg" alt="" width="594" height="463" /></span></p>
<p><em><span style="font-size: 16px;">Künstlerische Impressionen der Eisringe des Saturns</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Ausführlich über Christiaan Huygens und seinen letzten Text <strong>Cosmotheoros</strong> hier</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Auf Niederländisch: <a href="http://passagenproject.com/blog/2010/12/19/saturnus-en-zijn-ringen-van-ijsbrokken/">Saturnus en zijn ringen van ijsbrokken</a></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2><a href="http://www.nrc.nl/nieuws/2012/04/25/video-adembenemende-beelden-uit-de-ruimte/">Video Saturn und seine Ringe<br />
</a></h2>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Saturn in Opposition gut sichtbar im April 2012</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/19/saturn-in-opposition-gut-sichtbar-im-april-2012/</link>
		<comments>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/19/saturn-in-opposition-gut-sichtbar-im-april-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[April 2012]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrau]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[ringe]]></category>
		<category><![CDATA[saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Spica]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 17. April konnte ich von meinem Balkon in Leiden, Niederlande, den Saturn sehen und sogar ein einfaches Foto machen mit dem Saturn neben dem Stern Spica  aus dem Sternbild Jungfrau. Der Saturn steht ziemlich tief am Horizont, deshalb sieht man auch ein Stück von einem Baum. Saturn steht links, rechts Spica. Der Saturn geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 16px;">Am 17. April konnte ich von meinem Balkon in Leiden, Niederlande, den Saturn sehen und sogar ein einfaches Foto machen mit dem Saturn neben dem Stern<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spica"> Spica </a> aus dem Sternbild Jungfrau.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img title="http://www.passagenproject.com/saturnus-spica-virgo.jpg " src="http://www.passagenproject.com/saturnus-spica-virgo.jpg " alt="" width="596" height="585" /></span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Der Saturn steht ziemlich tief am Horizont, deshalb sieht man auch ein Stück von einem Baum. Saturn steht links, rechts Spica.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Der Saturn geht im Moment bei Sonnenuntergang im Osten auf und ist gut zu sehen, weil er sich in direkter Opposition befindet – die Erde befindet sich auf einer Linie zwischen Saturn und Sonne.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img class="aligncenter" src="http://www.passagenproject.com/saturnus--spica-jungfrau.jpg" alt="" width="389" height="254" /></span></p>
<p><em><span style="font-size: 12px;">Saturn (links, das Symbol ist eine stilisierte Sichel des Saatgottes Saturn) und Spica (Alpha Virginis), der sichtbarste Stern im Sternbild Jungfrau</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Um zu wissen, welchen Stern man am Himmel sieht, kann man <em>Google Sky Map</em> auf dem Smartphone benutzen.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Saturn stand am 15. April in der Opposition, direkt gegenüber der Sonne, und ist jetzt von der Erde aus deutlich sichtbar.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Hier ist ein Bild von <em> Universe Today</em>, wie Saturn jetzt von der Erde aus mit einem Teleskop gesehen aussieht :</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img title="http://www.universetoday.com/wp-content/uploads/2012/04/saturn-april-3.jpg" src="http://www.universetoday.com/wp-content/uploads/2012/04/saturn-april-3.jpg" alt="" width="640" height="500" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Christiaan Huygens, der als erster die Ringe des Saturns richtig erklärte, beschreibt in seinem &#8220;Systema Saturnium&#8221; von 1659 <a href="http://passagenproject.com/blog9/2011/11/01/christiaan-huygens-und-die-ringe-des-saturns/"><span style="text-decoration: underline;"> warum der Saturn von der Erde aus gesehen verschiedene Formen annimmt</span></a>.  Er zeigte auf  einer Skizze, wie Erde und Saturn um die Sonne drehen (ABCD ist die Umlaufbahn des Saturn in rund 30 Jahren) und gibt im äußeren Ring derZeichnung auch an, welche Scheingestalten der Saturn jemandem zeigt, der von der Erde aus durch ein Fernglas guckt. Der Ring verschwindet bei den Positionen B und D, wenn man den Saturn in Kantenposition direkt von der Seite sieht; der Ring verleiht Saturn &#8220;Ohren&#8221; auf anderen Positionen wie z. B. auf M und N; und lässt Saturn ungefähr rund erscheinen auf den Positionen A und C.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;"><img class="aligncenter" title="schijngestalten_saturnus_verklaring_christiaan-huygens.jpg" src="http://www.passagenproject.com/schijngestalten_saturnus_verklaring_christiaan-huygens.jpg" alt="" width="554" height="233" /></span></p>
<p>Erscheinungen des Saturns: auf Huygens&#8217; Karte befinden wir uns jetzt im April 2012 ungefähr auf Punkt N</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Wenn der Saturn im Sternbild Jungfrau steht, ist die Gestalt des Saturns durch ein einfaches Fernglas gesehen ungefähr rund; auf Huygens‘ Bild rechts:</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;"><em>&#8220;Wir haben den Saturn ab Dezember 1655 bis Juni 1656 ohne Arme und ganz rund gesehen. Dass diese Scheingestalt so lange bleiben konnte, kann [...] durch die Annahme erklärt werden, dass die Linie AC [siehe die Karte, MT] die Stelle angibt, die der Saturn selbst einnahm, als er in der Opposition war mit der Sonne, das heißt 20 Grad in der Jungfrau. Das musste als Folge haben, dass  in diesem Zeitraum der Saturn und die Erde gleichzeitig auf der gleichen Seite der Linie AC standen, auf eine solche Weise, dass Saturn der Erde am nächsten war. Einmal jedoch, zum Zeitpunkt der Opposition, standen sie beide gleichzeitig auf AC. Daraus resultiert nur eine runde Scheingestalt, wie aus dem obigen verstanden werden kann.</em><em>&#8220;</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Bei der Opposition im April 2012 sind die Ringe des Saturns von der Erde aus gesehen noch nicht voll geöffnet, das wird erst im Jahr 2017 der Fall sein. </span></p>
<p><img class="aligncenter" title="saturn-verschijningen-gestaltes-opposities-oppositionen.jpg" src="http://www.passagenproject.com/saturn-verschijningen-gestaltes-opposities-oppositionen.jpg" alt="" width="502" height="576" /></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Siehe auch:</span></p>
<h3><span style="font-size: 16px;"><a title="Christiaan Huygens und die Ringe des Saturns" href="../2011/11/01/christiaan-huygens-und-die-ringe-des-saturns/">Christiaan Huygens und die Ringe des Saturns</a></span></h3>
<h3><span style="font-size: 16px;"><a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Christiaan Huygens und sein Comotheoros</a></span></h3>
<p><span style="font-size: 16px;"><strong> </strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Laterna magica von Christiaan Huygens</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/03/die-laterna-magica-von-christiaan-huygens/</link>
		<comments>http://passagenproject.com/blog9/2012/04/03/die-laterna-magica-von-christiaan-huygens/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 18:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Holbein]]></category>
		<category><![CDATA[laterna magica]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[museum Lakenhal]]></category>
		<category><![CDATA[Totentanz]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt Musschenbroek]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Museum Lakenhal in Leiden zeigt im April-Mai 2012 eine Sammlung von Laterna-magica-Bildern: Geschichten, Gesichter und Landschaften; zusammen mit originalen Zauberlaternen. Eine Zauberlaterne (Laterna Magica) ist ein Gerät, womit Bilder projiziert werden können. Es ist eigentlich eine Vorstufe des Dia-Projektors. Christiaan Huygens hat im Jahr 1659 auf eine neue Weise eine Zauberlaterne mit Linsen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://www.lakenhal.nl/">Das Museum Lakenhal </a>in Leiden zeigt im April-Mai 2012 eine Sammlung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laterna_magica">Laterna-magica-</a>Bildern: Geschichten, Gesichter und Landschaften; zusammen mit originalen Zauberlaternen. </span><br />
<span style="font-size: medium;"> Eine Zauberlaterne (Laterna Magica) ist ein Gerät, womit Bilder projiziert werden können. Es ist eigentlich eine Vorstufe des Dia-Projektors.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Christiaan Huygens hat im Jahr 1659 auf eine neue Weise eine Zauberlaterne mit Linsen und Spiegeln gebaut, so dass die Laterne viel besser funktionierte als die vorherigen Schatten-Versionen ohne Linse. Huygens selbst fand die Laterna magica ziemlich kindisch und hat ihr wenig Wert beigemessen. Doch hat er selbst auch ein paar Skizzen für Laterna magica- Bilder gemacht, vom Totentanz von Hans Holbein inspiriert (die Abbildungen hier stammen aus den <a href="http://www.dbnl.org/titels/titel.php?id=huyg003oeuv00">Oeuvres complètes</a>, diese Bilder werden <strong> nicht </strong> in der Lakenhal gezeigt!)</span></p>
<p><img title="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-toverlaarn-laterna-magica.jpg " src="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-toverlaarn-laterna-magica.jpg " alt="" width="564" height="218" /></p>
<p><em><span style="font-size: medium;">Hier oben eine Skizze von einer Laterna magica von Christiaan Huygens, von links nach rechts: Hohlspiegel, Lampe, Glaslinse, durchsichtige Platte, Objektiv und Wand.</span></em></p>
<p><img title="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-toverlataarn-laterna-magica-plaatjes-pictures-dodendans-holbein.jpg " src="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-toverlataarn-laterna-magica-plaatjes-pictures-dodendans-holbein.jpg " alt="" width="575" height="512" /></p>
<p align="center"><span style="font-size: medium;"><em>Laterna magica Bilder von Christiaan Huygens: </em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Totentanz"><em> Totentanz</em></a><em> nach Hans Holbein </em></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Huygens selbst hatte eine einfache Bewegungs-Effekte erreicht, durch zwei Bilder schnell hintereinander zu zeigen: das von ihm gezeichnete Skelett, das auf dem nächsten Bild höflich den Kopf abnimmt, ist ein wahrer Klassiker geworden.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Hans Holbein wollte nicht nur veranschaulichen, dass der Tod kein Alter und keinen Stand verschont, sondern auch, wie der Tod mitten hereintritt in Alltag des Erdenlebens:</span></p>
<p><img title="http://www.passagenproject.com/holbein-totentanz.jpg" src="http://www.passagenproject.com/holbein-totentanz.jpg" alt="" width="298" height="394" /></p>
<p><span style="font-size: medium;">Es war üblich, dass Laterna Magica Bilder nach der Vorlage von Drucken hergestellt wurden, zum Beispiel von Jan Luyken, Leonardo da Vinci, Jacques Callot und Pieter Bruegel- oder wie hier, Hans Holbein.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">In der Lakenhalle werden <a href="http://www.toverlantaarn.eu/musschenbroek_1.html">Laterna Magica Bilder aus der Werkstatt Musschenbroek gezeigt </a>, eine Sammlung der frühesten schön bemalten Laternenbilder der Welt; vor fast drei Jahrhunderten in Leiden in der Werkstatt der Instrumentenbauer-Familie Musschenbroek fabriziert. Die Bilder variieren von Landschaften über Handwerker, komische Zwerge und Affen zu grotesken Köpfen und ausländischen Comedia dell&#8217;Arte-Figuren.</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="musschenbroek-laterna-magica.jpg" src="http://www.passagenproject.com/musschenbroek-laterna-magica.jpg" alt="" width="222" height="222" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Christiaan Huygens und Johannes Kepler</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 10:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ausserirdisches leben]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[johannes kepler]]></category>
		<category><![CDATA[mond]]></category>

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		<description><![CDATA[Huygens braucht für seine populärwissenschaftliche Erzählung Cosmotheoros(1695) intelligente Planetenbewohner, als didaktisches Mittel, und für die Anschaulichkeit und die perspektivische Schilderung;  darum behauptet er auch, dass die Planetenbewohner astronomische Beobachtung anstellen, so wie wir. Huygens ist nicht der erste, der die Perspektive der außerirdischen Wesen verwendet, um eine anschauliche wissenschaftliche Schilderung zu gestalten, die das kopernikanische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Huygens braucht für seine populärwissenschaftliche Erzählung <em>Cosmotheoros</em>(1695) intelligente Planetenbewohner, als didaktisches Mittel, und für die Anschaulichkeit und die perspektivische Schilderung;  darum behauptet er auch, dass die Planetenbewohner astronomische Beobachtung anstellen, so wie wir.</span></p>
<p><img title="alien_music_astronomer_buitenaards_astronoom_astronomie-extraterrestrials_teleskoop-teleskop-telescope" src="http://www.passagenproject.com/alien_music_astronomer_buitenaards_astronoom_astronomie-extraterrestrials_teleskoop-teleskop-telescope" alt="" width="598" height="800" /></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Huygens ist nicht der erste, der die Perspektive der außerirdischen Wesen verwendet, um eine anschauliche wissenschaftliche Schilderung zu gestalten, die das kopernikanische System unterstützt und erklärt. Johannes Kepler, der Entdecker der Planetenbewegungen (keplersche Gesetze), hat in seiner kleinen Wissenschaftsdichtung „<em>Somnium Astronomicum</em>“(1634, posthum) , auf die Huygens hinweist, wissenschaftliche Erkenntnis, Mythologie und Phantasie verbunden. Kepler ließ sich dabei durch Lukian und vor allem Plutarchs „Mondgesicht“ inspirieren. Beide Texte, vor allem Plutarch, dienten Huygens als klassische Quellen. Die Lehre des Kopernikus wird verständlich und tastbar, wenn man sich vergegenwärtigt, wie das Sonnensystem für einen außerirdischen Beobachter aussieht. Kepler und Huygens haben mit ihren Visionen die späteren Raumfahrten schon spielerisch und erstaunlich detailliert vorweggenommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Karl S. Guthke:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„Keplers Traum, 1634 veröffentlicht, aber schon 1609 geschrieben und hand­schriftlich in Umlauf gebracht, ist das erste literarische Werk, das, inspiriert von der kopernikanischen Naturwissenschaft, Aliens im Weltraum themati­siert.“ (S. 81)</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Obwohl Keplers Schrift im Gegensatz zum <em>Cosmotheoros</em> deutlich phantastische Züge trägt, kann man auch wichtige Parallelen zwischen den Texten nachweisen. Keplers erster Satz, mit dem er seinen „Traum“ einleitet, lautet: „Als im Jahre 1608 die Zwistigkeiten zwischen den Brüdern Kaiser Rudolph und Erzherzog Matthias ihren Höhepunkt erreicht hatten […]“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Der Kontext von Krieg und Elend verbindet Kepler und Huygens ebenso wie die Gesellschaftskritik und die Abneigung von bewaffneten Konflikten. Huygens ist durchgängig ein Optimist, der sich nahezu in einer Leibnizianischen „besten aller Welten“ wähnt, und allen Übeln noch etwas Gutes abgewinnen kann. Der Optimismus verlässt ihn jedoch beim Gedanken an das Schießpulver: „<em>Wir aber haben auch das Schießpulver, das aus Schwefel und Salpeter gemischt und bereitet wird und zu mancherlei Gebrauch dienlich ist; aber ob es mehr Nutzen als Schaden bringt, kann mit Recht in Zweifel gezogen werden. Es hatte zwar den Anschein, als ob man durch die verwunderliche Gewalt des Schießpulvers und durch die geschickte Art, Städte zu befestigen, sicherer vor feindlichen Angriffen als in alten Zeiten leben konnte. Wir sehen aber, dass auch der Feinde Gewalttätigkeit sehr überhandgenommen hat, so dass man in den Feldschlachten mit Stärke und Tapferkeit nicht mehr so viel ausrichten kann wie früher.[…] In diesem einen Falle wollte man sagen, es wäre besser für die Menschen, wenn das Schießpulver nie erfunden worden wäre</em>.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Schießpulver und Bomben durchlöchern beinahe Huygens‘ standhaften Optimismus: eine echte Anfechtung. Für Huygens wie für Kepler gibt der Standpunkt außerhalb der Erde Gelegenheit zur Relativierung der irdischen Konflikte, und gibt eine Gelegenheit, die Sinnlosigkeit von Kriegen anzuprangern. Huygens: <em>„Von meiner Darstellung kann man sich überzeugen lassen, wie riesig das Sonnensystem ist und wie unbedeutend die kleine Erdkugel ist, auf der wir so viel unternehmen, so viele Schiffreisen machen, und so viele Kriege führen. Wollte Gott, dass unsere Könige und Monarchen dieses erkennen und überlegen mögen, so dass sie sähen, wie schlecht sie handeln, wenn sie sich mit allen Kräften und vieler Menschen Not abmühen, um eine kleine Ecke dieser Erde zu besetzen.“</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kepler beschreibt den Mond als Land „Levania“. Er macht einen Unterschied zwischen den Mondbewohnern, die auf der Seite des Mondes wohnen, die der Erde zugewandt ist, und den Bewohnern, die auf der Seite wohnen, die der Erde abgewandt ist, und die also die Erde nie sehen. Die ersten nennt er „Subvolvaner“ , die letzteren „Privolvaner“. „Volva“ ist bei Kepler die Erde, die sich vor den Augen der Mondbewohner dreht; von lateinisch volvere (drehen); im Gegensatz zum Mond dreht die Erde sich um ihre eigene Achse.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Die Passage bei Huygens über die eventuellen Mondbewohner und ihren Blick auf die Erde ist stark an Kepler angelehnt (Huygens ist übrigens skeptisch, was Mondbewohner angeht; er hält Mondbewohner für viel unwahrscheinlicher als Planetenbewohner). Huygens:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><em>„</em><em>Der Mond hat zwei Seiten, und von der einen Seite sieht man die Erde ununterbrochen, während man von der anderen Seite aus die Erde niemals sieht. Diejenigen, die auf der Grenze zwischen den beiden Hälften wohnen, sehen die Erde manchmal, und manchmal nicht. Die Erdbetrachter auf dem Mond sehen aber die in der Himmelsluft schwebende Erdkugel viel größer als uns der Mond erscheint, nämlich viermal größer in ihrem Durchschnitt. Dies aber ist erstaunlich, dass die Mondbewohner die Erde Tag und Nacht am gleichen Ort am Himmel unbeweglich stehen sehen. Manche sehen sie über ihrem Kopf stehen, andere sehen sie über dem Horizont, andere am Horizont, während die Erde sich um ihre Achse dreht, und dabei in einer Zeit von vierundzwanzig Stunden nacheinander alle ihre Länder zeigt und daher auch diejenigen bei den beiden Polen, die uns Erdbewohnern noch unbekannt sind. Ach, dass wir sie doch auch sehen könnten!“</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Im <em>Cosmotheoros</em> bezieht sich Huygens mehrere Male auf Kepler. Nicht nur auf Keplers „Traum“, sondern auch – selbstverständlich- auf die wichtigen Keplerschen Gesetze- „[…] <em>was besonders Johannes Kepler beobachtet hat, wie fein der Abstand der Planeten (auch der Erde) von der Sonne mit den aufgeführten periodischen Zeiten in gewisser Proportion übereinstimmt, so wie auch bei den Monden von Jupiter und Saturn, so dass es beachtet werden muss, dass die Abstände und die Umlaufzeiten miteinander zusammenhängen.</em>“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Huygens äußert sich aber auch sehr kritisch zu Keplers Vorstellung des Universums und der Fixsterne: „[…] <em>Es ist daher glaubhafter, dass die Sterne über den weiten Himmelsraum ausgestreut liegen und der Abstand von der Erde zu den nächsten Sternen der gleiche ist wie von diesen zu den nächsten, und dann wieder zu den nächsten, unendlich weit.</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><em>Ich weiß, dass Kepler in seiner erwähnten ‚Epitome‘ anderer Meinung ist. Denn obwohl er sehr wohl meint, dass die Sterne über den Himmelsraum ausgesät sind, so behauptet er doch, die Sonne habe einen viel weiteren Raum um sich hin, gleichsam eine leere Sphäre, über welcher erst der mit Sternen volle Himmel beginnt, denn er meint, wir würden sonst nur wenige Sterne und diese in sehr großer Ungleichheit sehen</em> […] „</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Huygens protestiert gegen die Meinung Keplers, dass „die Sonne etwas besonderes wäre vor allen anderen Sternen“ und stellt fest: „<em>Wir aber haben- mit den größten Wissenschaftlern dieser Zeit- keine Bedenken, die Sonne und die Fixsterne als von ein- und derselben Natur einzuschätzen. Dadurch erscheint das Universum nun viel größer als man nach bisherigen Schätzungen meinen musste</em>.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Karl S. Guthke erläutert Keplers Bemerkungen zu außerirdischem Leben, die dieser in verschiedenen Schriften machte, und zeigt, dass Kepler die Sonderstellung des Menschen, der Erde und der Sonne im Universum noch verteidigt; er also noch nicht den radikalen dezentralen Standpunkt von Huygens einnimmt:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„[….] wesentlich bleibt [bei Kepler] das ganze Universum für &lt;uns&gt; als irgendwie höchste Lebewesen geschaffen, und es bleibt überschaubar, ein in symbolischer Geometrik geschlossener Weltraum.“ ( S. 104)</span></p>
<p>Siehe auch:</p>
<p><a title="christiaan huygens, johannes kepler, ausserirdisches leben, mond" href="http://christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Christiaan Huygens und sein Cosmotheoros</a></p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Literatur:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Guthke, Karl S., Der Mythos der Neuzeit: das Thema der Mehrheit der Welten in der Literatur- und Geistesgeschichte von der kopernikanischen Wende bis zur Science Fiction, Bern 1983</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kepler, Johannes, Der Traum, oder: Mond-Astronomie, Aus dem Lateinischen von Hans Baumgarten, Berlin 2011</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>25. März 1655 – Christiaan Huygens entdeckt Titan</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/03/26/26-marz-1655-christiaan-huygens-entdeckt-titan/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 07:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[titan]]></category>

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		<description><![CDATA[Der niederländische Naturwissenschaftler und Astronom Christiaan Huygens (1629-1695)  hat seine Vision des Universums festgelegt in seinem letzten Text „Cosmotheoros“: wörtlich „Weltbetrachter“. Betrachter und Theoretiker Auf dem Titel der lateinischen Originalausgabe ist das Wort mit griechischen Buchstaben zu sehen: Κοσμοθεωρος „Theoros“, das ist sowohl der Betrachter als auch der Theoretiker des Kosmos. Das Wort „Theorie“ leitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Der niederländische Naturwissenschaftler und Astronom Christiaan Huygens (1629-1695)  hat seine Vision des Universums festgelegt in seinem letzten Text „<a href="http://christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Cosmotheoros</a>“: wörtlich „Weltbetrachter“.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Betrachter und Theoretiker</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Auf dem Titel der lateinischen Originalausgabe ist das Wort mit griechischen Buchstaben zu sehen:</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Κοσμοθεωρος</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">„Theoros“, das ist sowohl der Betrachter als auch der Theoretiker des Kosmos. Das Wort „Theorie“ leitet sich ab von <em>theorein</em>: beobachten, betrachten, [an]schauen; und „Theorie“ ist dann die Anschauung, Überlegung,</span><br />
<span style="font-size: medium;"> Einsicht, wissenschaftliche Betrachtung; wörtlich<em>:</em> „Schau des Göttlichen“, (<em>theos</em> ).</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Theorie wird oft als Gegensatz zur Praxis gesehen. Bei Huygens jedoch waren die Theorie und die Praxis auf faszinierende Weise miteinander verschmolzen. Die Betrachtung enthalten im Wort „theoros“ war bei Huygens sowohl ein physisches als auch ein innerliches Betrachten. Und nicht nur das: die astronomischen Teleskope zum physischen Sehen als Grundlage seiner theoretisch-physikalischen Arbeit hat Huygens selbst gebaut, zusammen mit seinem Bruder, übrigens auch einem „Weltbetrachter“.  In dem Text <em>Cosmotheoros</em> nimmt die überlegende Betrachtung der Funktion des Sehens und des Baus des menschlichen Auges dann auch einen wichtigen Platz ein. Huygens: „<em>Wenn wir nämlich die wunderbare Natur des Lichts betrachten, und die außerordentliche Kunst, wie die Augen gemacht so sind, um dieses Licht zu genießen, werden wir leicht erkennen, dass man die Erkenntnis entfernter Dinge, und die Wahrnehmung entfernter Gestalten, oder die Erkenntnis wie weit sie voneinander entfernt sind, nicht auf andere Weise als durch das Sehen erlangen kann.</em>“</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Hier spricht Huygens, der sehend-wahrnehmende Theoretiker des Lichts und des Sehens.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Huygens hat selbst als betrachtender Weltbeschauer Entdeckungen im Weltraum gemacht, die im <em>Cosmotheoros</em> genannt werden: er hat den ersten Mond des Saturns entdeckt (Titan); er hat als erster den Ring des Saturns richtig beschrieben und erklärt, und er hat eine gute Schätzung für den Abstand zu den Fixsternen unternommen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">In seinem berühmten Buch über die Ringe des Saturns und den ersten entdeckten Saturnmond „<em>Systema Saturnium</em>“ van 1659 (die lateinische Originalversion mit Skizzen und eine französische Übersetzung ist digitalisiert zu finden auf der Website der Oeuvres complètes, Band XV) schreibt Huygens ausführlich über seine Entdeckung des ersten Saturnmondes, den Huygens selbst „comes“, Begleiter, nannte- der Name Titan wurde diesem Mond erst nach Huygens’ Tod verliehen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Huygens beschreibt, wie er ab 25. März 1655 einen kleinen Stern immer wieder in der Nähe des Saturns sehen kann, in verschiedenen Himmelsrichtungen. Nach sechzehn Tagen ist der Begleiter wieder auf derselben Position zu sehen im Verhältnis zum Saturn.</span><br />
<span style="font-size: medium;"> Auf Huygens’ Skizzen  ist deutlich zu sehen, dass Titan ziemlich weit vom Saturn weg steht. Es war gar nicht so einfach, zwischen all den Sternen auf dem Hintergrund den einen Lichtpunkt als einen Mond zu bemerken. Huygens’ selbstgemachtes Teleskop hatte keinen automatischen Nachführmechanismus, wie man  ihn heute hat, also war das Beobachten nicht unkompliziert, so wie jeder weiß, der jemals selbst die Sterne mit einem einfachen Fernrohr beobachtet (nach Vincent Icke)<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" title="christiaan_huygens-saturnmond_titan.gif" src="http://www.passagenproject.com/christiaan_huygens-saturnmond_titan.gif" alt="" width="200" height="198" /><br />
<span style="font-size: medium;"> Huygens‘ Analyse der Bahn des Titans und die Bestimmung der Umlaufzeit. Huygens nimmt an, dass die Bahn kreisförmig ist. Nach modernen Messungen misst der Durchschnitt der Bahn 10,6-mal den Durchschnitt des Planeten; also ist die Zeichnung auffällig exakt.</span></span></p>
<p> <a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Huygens-Cosmotheoros-Parodie bei Immanuel Kant</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2012/03/19/die-huygens-cosmotheoros-parodie-bei-immanuel-kant/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 12:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[ausserirdisches leben]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[Bewohner der Gestirne]]></category>
		<category><![CDATA[kant]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Immanuel Kant finden sich Hinweise auf Christiaan Huygens, und finden sich Überlegungen zu außerirdischem Leben und zum Analogiebeweis. Kants Text „Von den Bewohnern der Gestirne“ ist ein Anhang seiner Schrift „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“. Im Untertitel des dritten Teils (Anhangs) nennt Kant auch das Analogieprinzip, auf das Huygens sich so ausführlich stützt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><img class="alignleft" title="immanuel_kant.jpg " src="http://www.passagenproject.com/immanuel_kant.jpg " alt="" width="294" height="371" /></span><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Bei Immanuel Kant finden sich Hinweise auf Christiaan Huygens, und finden sich Überlegungen zu außerirdischem Leben und zum Analogiebeweis. Kants Text „Von den Bewohnern der Gestirne“ ist ein Anhang seiner Schrift „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“. Im Untertitel des dritten Teils (Anhangs) nennt Kant auch das Analogieprinzip, auf das Huygens sich so ausführlich stützt : „[…] welcher einen Versuch einer auf die Analogien der Natur gegründeten Vergleichung zwischen den Einwohnern verschiedener Planeten in sich enthält.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kant verwendet Gedichte von Alexander Pope zur Illustration. Das dritte Kapitel bei Kant, das ich zum Teil als <em>Cosmotheoros</em>-Parodie lese, wird eingeleitet mit einem Vers, der sich auf Huygens bezieht:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><strong>„</strong>Wer das Verhältniss aller Welten von einem Theil zum andern weiss, </span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"> Wer aller Sonnen Menge kennet und jeglichen Planetenkreis, </span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"> Wer die verschiedenen Bewohner von einem jeden Stern erkennet, </span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"> Dem ist allein, warum die Dinge so sind, als wie sie sind, vergönnet, </span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"> Zu fassen und uns zu erklären.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kant parodiert hier im dritten Teil seiner Schrift <a title="christiaan-huygens-cosmotheoros.html" href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html" target="_blank">Huygens‘ <em>Cosmotheoros</em></a>, oder zumindest Huygens Analogie“beweise“, wie auch die übertriebene Sicherheit beim Schildern der Details. Kants erster Absatz kann als eine Parodie auf  Huygens‘ Einleitung gelesen werden, in der Huygens seine Mutmaßungen rechtfertigt und gleichzeitig angibt, warum seine wissenschaftlichen Mutmaßungen den literarischen Versuchen anderer (Kepler, Lukian) überlegen sind. Kant:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„Weil ich dafür halte, dass es den Charakter der Weltweisheit entehren heisse, wenn man sich ihrer gebraucht, mit einer Art von Leichtsinn freye Ausschweifungen des Witzes, mit einiger Scheinbarkeit. zu behaupten, wenn man sich gleich erklären wollte, dass es nur geschähe, um zu belustigen, so werde [ich] in gegenwärtigem Versuche keine anderen Sätze anführen, als solche, die zur Erweiterung unseres Erkenntnisses wirklich beytragen können, und deren Wahrscheinlichkeit zugleich so wohl gegründet ist, dass man sich kaum entbrechen kan, sie gelten zu lassen.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Wenn man Huygens’ Text und Einleitung kennt, sieht man die Wiederholung, die hier bei Kant dann parodistisch klingt. In der folgenden Passage hört man Kants Kritik auf Huygens; hier ist der Text weniger parodistisch als direkt kritisch- Kant wiederholt nicht die Elemente und Gedankenstruktur, die man Huygens findet, sondern kommt mit einer kritischen Einschränkung, die Huygens selbst nicht gibt:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„Obgleich es scheinen mochte, dass in dieser Art des Vorwurfes die Freyheit zu erdichten keine eigentliche Schranken habe, und dass man in dem Urtheil von der Beschaffenheit der Einwohner entlegener Welten mit weit grösserer Ungebundenheit der Phantasey könne den Zügel schiessen lassen, als ein Mahler in der Abbildung der Gewächse oder Thiere unentdeckter Länder, und dass dergleichen Gedanken weder recht erwiesen, noch widerlegt werden könten [...]</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Im zweiten Teil des Absatzes bereitet Kant seine eigene parodistische Beschreibung der Planetenbewohner vor:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„[…] so muss man doch gestehen, dass die Entfernungen der Himmelskörper von der Sonne gewisse Verhältnisse mit sich führen, welche einen wesentlichen Einfluss in die verschiedenen Eigenschaften der denkenden Naturen nach sich ziehen, die auf denenselben befindlich sind, als deren Art zu wirken und zu leiden, an die Beschaffenheit der Materie, mit der sie verknüpft seyn, gebunden ist und von dem Mass der Eindrücke abhänget, die die Welt nach den Eigenschaften der Beziehung ihres Wohnplatzes zu dem Mittelpunkte der Attraction und der Wärme, in ihnen erweckt.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kants parodistische Absicht wird deutlicher, wenn er dann auf Christiaan Huygens („witziger Kopf aus dem Haag“) hinweist und Huygens spaßhaft eine Satire unterstellt, wobei Kant Läuse für Planetenbewohner einsetzt:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„Die satyrische Vorstellung jenes witzigen Kopfes aus dem Haag, welcher nach der Anführung der allgemeinen Nachrichten aus dem Reiche der Wissenschaften die Einbildung von der nothwendigen Bevölkerung aller Weltkörper auf der lächerlichen Seite vorzustellen wusste, kann nicht anders als gebilligt werden. ‘Diejenigen Creaturen,‘ spricht er, ‚welche die Wälder auf dem Kopfe eines Bettlers bewohnen, hayten schon lange ihren Aufenthalt für eine unermessliche Kugel und sich selber als das Meisterstück der Schöpfung angesehen, als einer unter ihnen, den der Himmel mit einer feinern Seele begabt hatte, ein kleiner Fontenelle seines Geschlechts, den Kopf eines Edelmanns unvermuthet gewahr ward. Alsbald rief er alle witzige Köpfe seines Quartiers zusammen und sagte ihnen mit Entzückung: Wir sind nicht die einzigen belebten Wesen der ganzen Natur; sehet hier ein neues Land, hie wohnen mehr Läuse.’ Wenn der Ausgang dieses Schlusses ein Lachen erweckt: so geschieht es nicht um deswillen, weil er von der Menschen Art, zu urteilen, weit abgehet; sondern weil eben derselbe Irrthum, der bei dem Menschen eine gleiche Ursache zum Grunde hat, bei diesen mehr Entschuldigung zu verdienen scheint.“ (S.131)</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Nachdem Huygens keine derartige Satire geschrieben hat (… und meines Wissens auch kein anderer Autor „aus dem Haag“) , ist diese Passage ein klarer Hinweis auf Kants satirische Absicht, und möglicherweise auch ein Hinweis darauf, dass Kant das Augenzwinkern bei Huygens wahrgenommen hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kants Text bewegt sich, wie Huygens’ <em>Cosmotheoros</em>, zwischen Wissenschaft, Literatur und Satire.  Die Satire ist bei Kant deutlicher als bei Huygens; zum einen, indem Kant selbst die Läusesatire nennt, zum anderen auch dadurch, dass Kant Verse des Satirikers Pope (eines Freundes von Jonathan Swift) zitiert. Popes und Kants Satire gipfelt in der unsinnigen Analogie von der Materie der Planeten und der Intelligenz ihrer Bewohner. Je weiter entfernt von der Sonne, um so leichter der Planet und umso intelligenter die Bewohner.  Dies ist eine direkte parodistische Umkehrung von Huygens’ (hier wohl ernstgemeinter) Fragestellung:</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">„Wohl aber könnte man eine Zweifelsfrage formulieren: Nachdem das Leben von Wärme herstammt und Leib und Gemüt Kraft und Schnelligkeit gibt, sollte man dann nicht vermuten, dass diese Hermapoliten (Merkurbewohner) uns an Verstand überlegen sind, weil sie der Sonne so nahe sind? Ich kann hieran nicht glauben […] Deswegen möchte ich auch nicht gerne denen, die auf dem Jupiter oder Saturn wohnen, plumpe und dumme Gemüter, oder einen Verstand, der geringer wäre als der unsere, anmessen nur deswegen, weil sie so viel weiter von der Sonne entfernt leben, wo doch diese beide Kugeln so eine wunderbare Größe und ansehnliche Begleiter haben.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Huygens sagt (und hierbei widerspricht er der teils ironischen Unterstellung Fontenelles zum unterschiedlichen Charakter der Planetenbewohner): Lebewesen sind nicht dümmer oder klüger, abhängig vom Abstand zur Sonne. Kant macht davon das parodistische Gegenteil: je weiter weg von der Sonne, desto intelligenter.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Dazu meint Kant, dass, wenn die Erdbewohner dann eifersüchtig würden auf die viel intelligenteren Saturnbewohner, sie nur eben zu den dummen Venus- und Merkurbewohnern blicken müssten, um wieder fröhlich zu werden. Kant: „Von der einen Seite [würden] wir denkende Geschöpfe [sehen] , bey denen ein Grönländer oder Hottentotte ein Newton seyn würde: und auf der andern Seite andere, die diesen als einen Affen bewundern.“ (S. 138) Also, Newton wäre für die Saturnbewohner nur ein Affe; und für die Venusbewohner wäre ein irdischer Hottentotte schon ein Genie wie Newton. (Huygens und Kant teilen die wohl leider nicht ironische Verachtung für alles, was nicht europäisch ist …). Auch hier, wie bei Huygens, die ironische Relativierung des menschlichen Genies.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Kant beschließt seine ausführliche geistreiche Huygens/Fontenelle-Parodie (die von vielen als ernsthafte Argumentation gelesen wird!) mit der sehr treffenden Bemerkung: „Wer zeigt uns die Grenze, wo die gegründete Wahrscheinlichkeit aufhört und die willkührlichen Erdichtungen anheben?“  (S.144)</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Ausführlicher Hintergrund  über Christiaan Huygens und seinen Text „Cosmotheoros“:  hier klicken</a></span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;">Siehe auch ältere Blogbeiträge.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;"><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein Blick auf den Mars- Christiaan Huygens</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/12/09/ein-blick-auf-den-mars/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 08:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[mars]]></category>
		<category><![CDATA[syrtis major]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Programme erlauben einen “Google Earth“-artigen Blick auf den Mars. Umsonst herunterzuladen: “Imagine zooming in over the surface of Mars, sweeping over sand dunes and circling around the rims of craters – all from your home desktop. With HiView, the image-viewing tool recently released by the High Resolution Imaging Science Experiment, or HiRISE, team at [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Neue Programme erlauben einen “Google Earth“-artigen Blick auf den Mars.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Umsonst herunterzuladen: </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">“Imagine zooming in over the surface of Mars, sweeping over <a href="http://www.physorg.com/tags/sand+dunes/">sand dunes</a> and circling around the rims of craters – all from your home desktop.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">With <a href="http://hirise.lpl.arizona.edu/hiview/">HiView</a>, the image-viewing tool recently released by the <a href="http://www.physorg.com/tags/high+resolution+imaging/">High Resolution Imaging</a> Science Experiment, or HiRISE, team at the University of Arizona&#8217;s Lunar and Planetary Lab, you can do just that. “</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Info:</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://www.physorg.com/news/2011-12-google-earth-mars-explore-red.html">http://www.physorg.com/news/2011-12-google-earth-mars-explore-red.html</a></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Download: <a href="http://hirise.lpl.arizona.edu/hiview/">http://hirise.lpl.arizona.edu/hiview/</a></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Sehenswert zum Beispiel:  &#8220;Syrtis major&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;">
<p><span style="font-size: medium;">Christiaan Huygens war der erste Astronom, der eine Oberflächenstruktur auf einem Planeten beobachtet hat: Syrtis Major auf Mars. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><img src="http://www.passagenproject.com/mars_syrtis_major.jpg" alt="" width="320" height="320" align="middle" border="0" /></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">In seinem <em>Systema Saturnium</em> (1659) hat er geschrieben und illustriert:</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><img src="http://www.passagenproject.com/christiaan_huygens_mars.jpg" alt="" width="215" height="184" align="middle" border="0" /></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">“Auch auf dem Mars habe ich eine Zone beobachtet, sehr breit, die den mittleren Teil der Scheibe verdunkelte, so wie die gezeigte Abbildung sehen lässt.“</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jahreszeiten auf Kepler-22b</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/12/07/jahreszeiten-auf-kepler-22b/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 14:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnneigung]]></category>
		<category><![CDATA[ekliptik]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler-22b]]></category>

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		<description><![CDATA[Möglicherweise ist das gemäßigte und abwechselnde Klima der Erde eine Voraussetzung für das Entstehen von Leben. Möglicherweise sind auch die irdischen Jahreszeiten eine Voraussetzung für das Entstehen von Leben. Ich habe noch wenig über eine eventuelle Neigung der Rotationsachse des Exoplaneten Kepler-22b gelesen. Gibt es wohl Jahreszeiten auf „unserem Zwillingsplaneten“? . Die Jahreszeiten auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-size: medium;">Möglicherweise ist das gemäßigte und abwechselnde Klima der Erde eine Voraussetzung für das Entstehen von Leben. Möglicherweise sind auch die irdischen Jahreszeiten eine Voraussetzung für das Entstehen von Leben.</span></div>
<div><span style="font-size: medium;">Ich habe noch wenig über eine eventuelle Neigung der Rotationsachse des Exoplaneten Kepler-22b gelesen. Gibt es wohl Jahreszeiten auf „unserem Zwillingsplaneten“? </span></div>
<div>.</p>
<div style="clear:both;"></div>
</div>
<div></div>
<div><strong></strong><strong> </strong><strong><img title="http://www.meteorwatch.org/wp-content/uploads/2011/12/607769main_Kepler22bDiagram_800-600-600x450.jpg" src="http://www.meteorwatch.org/wp-content/uploads/2011/12/607769main_Kepler22bDiagram_800-600-600x450.jpg" alt="" width="600" height="450" /></strong></div>
<div><strong><br />
</strong><span style="font-size: medium;">Die Jahreszeiten auf der Erde werden dadurch verursacht, dass die Rotationsachse der Erde gekippt ist :</span></div>
<div>
<p><span style="font-size: medium;">Die Erde bewegt sich um die Sonne auf einer Ebene die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ekliptik">Ekliptik</a> genannt wird. Die Rotationsachse der Erde ist geneigt mit einem Winkel zwischen Äquator und Ekliptik von ca 23 Grad. Die geneigte Erde bewegt sich um die Sonne, wobei die Achse immer parallel bleibt. So ist die nördliche Halbkugel der Sonne im Juni näher, während die südliche Halbkugel der Sonne im Dezember näher ist.</span></p>
<p><strong>:</strong><strong> </strong><img src="http://www.passagenproject.com/ecliptica.gif" alt="" width="461" height="253" /><img src="http://www.passagenproject.com/standvandeaardeseizoenen.png" alt="" width="576" height="600" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: medium;">Keineswegs alle Planeten haben so eine Bahnneigung, die Jahreszeiten verursacht. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Christiaan Huygens schrieb in seinem letzten Buch <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Cosmotheoros</a> (1698) über intelligentes Leben auf anderen Planeten. Er versetzt sich im Geiste auf die anderen Planeten und beschreibt, was ein Beobachter von den Planeten aus sehen und erleben würde. Huygens beschreibt, so gut er kann, auch die Jahreszeiten auf allen Planeten.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Er fängt mit Merkur an. Dieser Planet ist der Sonne am nächsten und kann nur schwer mit dem Teleskop beobachtet werden. Deswegen wusste Huygens nicht, ob die Achse des Merkur geneigt ist und ob dieser Planet Jahreszeiten hat- aber wir wissen jetzt, dass die Achse des Merkur kaum geneigt ist.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Über die Achsenneigung der Venus weiß Huygens auch nichts, aber wir wissen, dass dieser Planet, so wie Merkur, keine Achsenneigung und also auch keine Jahreszeiten hat.  Dann schreibt Huygens über den Mars, der nach seiner Meinung keine Jahreszeiten hat- aber wir wissen jetzt, dass der Mars sehr wohl geneigt ist und deswegen auch Jahreszeiten hat. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber Huygens hat dann recht, was den Jupiter betrifft: keine Achsenneigung und keine Jahreszeiten. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Und schließlich der Saturn, Huygens‘ liebster Planet: dieser Planet ist am interessantesten, denn die Achsenschiefe ist hier stärker ausgeprägt als auf der Erde. Huygens, der glaubt zu wissen, dass der Saturn bewohnt ist, ist sich unsicher, ob die Pole dort wohl bewohnt sein können. An den Polen ist es, sagt Huygens, wohl zu kalt.</span></p>
<table style="width: 565px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" valign="top"></td>
<td width="0"></td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="2" valign="top" width="1%"></td>
<td valign="top"></td>
<td width="0"></td>
</tr>
<tr>
<td width="0"><strong></strong><strong>Maria Trepp </strong><a href="http://www.passagenproject.com/">www.passagenproject.com</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
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		<title>Unsere Zwillinge auf dem Zwillingplaneten Kepler-22b</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/12/06/unsere-zwillinge-auf-dem-zwillingplaneten-kepler-22b/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 12:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler-22b]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Sowohl Johannes Kepler als auch Christiaan Huygens schrieben halb im Scherz und halb im Ernst über die Existenz von Astronomen auf anderen Planeten. Huygens betonte in seinem letzten Text Cosmotheoros, dass wir niemals unterstellen dürfen, dass die Bewohner anderer Planeten weniger entwickelt sind als wir, oder weniger zustande bringen als wir- also werden sie wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: medium;">Sowohl Johannes Kepler als auch Christiaan Huygens schrieben halb im Scherz und halb im Ernst über die Existenz von Astronomen auf anderen Planeten. Huygens betonte in seinem letzten Text <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Cosmotheoros</a>, dass wir niemals unterstellen dürfen, dass die Bewohner anderer Planeten weniger entwickelt sind als wir, oder weniger zustande bringen als wir- also werden sie wohl auch die Astronomie betreiben.</span></h2>
<p><img title="alien_music_astronomer_buitenaards_astronoom_astronomie-extraterrestrials_teleskoop-teleskop-telescope.jpg" src="http://www.passagenproject.com/alien_music_astronomer_buitenaards_astronoom_astronomie-extraterrestrials_teleskoop-teleskop-telescope.jpg" alt="" width="598" height="800" />Astronom auf Kepler 22-b</p>
<h2>A<span style="font-size: medium;">lso dann, unsere Zwillingsastronomen auf unserem Zwillingsplaneten Kepler-22b, was sehen sie, wenn sie, so wie wir, ihren Zwillingsplaneten jetzt gerade entdeckt haben? Wir wollen annehmen, dass sie bessere Teleskope als wir haben, und die Erde ausgezeichnet einzoomen können.</span></h2>
<h2><span style="font-size: medium;">Kepler -22b ist 600 Lichtjahre von der Erde entfernt.</span></h2>
<h2><span style="font-size: medium;">Unsere Zwillinge sehen jetzt die Erde zum Beginn des 15. Jahrhunderts.</span></h2>
<h2><span style="font-size: medium;">Sie sehen die Entdeckungsreisenden über die Meere fahren.</span></h2>
<p><img title="vasco-da-gama-3rd-journey-to-india-1524-ontdekkingsreizen-entdeckungsreisen.jpg " src="http://www.passagenproject.com/vasco-da-gama-3rd-journey-to-india-1524-ontdekkingsreizen-entdeckungsreisen.jpg" alt="" width="480" height="341" /></p>
<h2><span style="font-size: medium;">Das lässt ihr Herz schneller klopfen, denn natürlich kennen unsere Zwillinge das auch: Entdeckungsreisen, Schifffahrt.</span></h2>
<h2><span style="font-size: medium;">Christiaan Huygens schreibt im <em>Cosmotheoros</em>:</span></h2>
<h2><span style="font-size: medium;">„Wenn auf den Planeten die Fläche der Kugel auch aufgeteilt ist in Land und Meer, […] dann haben wir sehr guten Grund anzunehmen, dass die Planetenbewohner sich auch der Seefahrt bedienen- denn wie könnte man sonst eine so große und nützliche Sache ohne Vermessenheit unserer Erdkugel alleine zuschreiben. […] Wenn sie nun Gebrauch machen von Schiffen, müssen sie auch noch viele Dinge, die dazu gehören, haben: Segel, Anker, Seile, Winden, Steuerruder, und auch deren besonderen Gebrauch, wie bei uns, wo man trotz Gegenwinden auch leicht gegen den Wind fahren kann. Auch der Seekompass darf bei ihnen nicht fehlen, denn der Magnetismus ist eine Sache, die auch auf den übrigen Planeten vermutet werden muss.”</span></h2>
<p><img title="vasco-da-gama-ship-historycapeofgoodhope.jpg " src="http://www.passagenproject.com/vasco-da-gama-ship-historycapeofgoodhope.jpg" alt="" width="550" height="596" /></p>
<h2></h2>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>Maria Trepp   <a href="http://www.passagenproject.com/">www.passagenproject.com</a></strong></span><br />
<span style="font-size: x-small;"> <a href="http://www.passagenproject.com/blog/2011/12/06/onze-tweelingen-op-tweelingplaneet-kepler-22b-satire/">Dieser Text erschien auch auf meinem niederländischen Weblog</a></span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">und auf meinem englischen Blog</span><br />
<span style="font-size: x-small;"> <a title="Our twins on twin planet Kepler-22b" href="http://www.passagenproject.com/blog2/2011/12/06/our-twins-on-twin-planet-kepler-22b/">Our twins on twin planet Kepler-22b</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Planetarium von Christiaan Huygens und der Himmelsglobus Leidener Sphaeren</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/11/24/das-planetarium-von-christiaan-huygens-und-der-himmelsglobus-leidener-sphaeren/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 18:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum Boerhaave]]></category>
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		<category><![CDATA[Steven Tracy]]></category>

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		<description><![CDATA[Im wissenschaftshistorischen Museum Boerhaave in Leiden/Niederlande ist ein neurenovierter Himmelsglobus mit Planetarium zu sehen, die sogenannten „Leidse Sphaera“, ein Planetarium, das der Rotterdamer Uhrmacher Steven Tracy um 1650 konstruierte. Leidener Sphaeren, Die Sonne mit den kleinen Planeten Leidener Sphaeren. Das Planetarium zeigt auch den Saturn mit Ring und mit Monden als kleine Ausbuchtungen auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="WordSection1">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: medium;"><span style="line-height: 115%;">Im wissenschaftshistorischen Museum Boerhaave in Leiden/Niederlande ist ein neurenovierter Himmelsglobus mit Planetarium zu sehen, die sogenannten <a href="http://www.museumboerhaave.nl/object/planetarium-de-leidsche-sphaera-v09619/">„Leidse Sphaera“</a>, </span><span style="line-height: 115%;"> ein Planetarium, das der Rotterdamer Uhrmacher Steven Tracy um 1650 konstruierte. </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;"><img class="aligncenter" title="tracey_planetarium_leische_sphaera_zon-binnenplanenten.jpg" src="http://www.passagenproject.com/tracey_planetarium_leische_sphaera_zon-binnenplanentena.jpg" alt="" width="601" height="451" /></span>Leidener Sphaeren, Die Sonne mit den kleinen Planeten</p>
<div class="WordSection1"><img class="aligncenter" title="tracey_planetarium_leische_sphaera_saturnus-ring.jpg " src="http://www.passagenproject.com/tracey_planetarium_leidse_sphaera_saturnus-ring.jpg" alt="" width="541" height="588" /></div>
<div class="WordSection1">
<p><strong>Leidener Sphaeren. Das Planetarium zeigt auch den Saturn mit Ring und mit Monden als kleine Ausbuchtungen auf dem Ring. Der Saturn war dem Planetarium erst 1710 hinzugefügt worden.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="WordSection1"></div>
<div class="WordSection1"><strong><img class="aligncenter" title="tracey_planetarium_leische_sphaera_jupiter-manen-moons-monde.jpg " src="http://www.passagenproject.com/tracey_planetarium_leische_sphaera_jupiter-manen-moons-monde.jpg" alt="" width="572" height="591" /></strong></div>
<div class="WordSection1"><strong>Planetarium Leidener Sphaeren, Jupiter mit Monden.</strong></div>
<div class="WordSection1"></div>
<div class="WordSection1">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;"><br />
<span style="font-size: medium;">Die „Leidener Sphaeren“ sind mit einem Pendeluhrwerk ausgerüstet, das 1656 von Christiaan Huygens erfunden wurde.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: medium; line-height: 115%;"><br />
Von Christiaan Huygens ist hier im Museum Boerhaave auch ein Planetarium zu sehen. Obwohl es kleiner ist und nur zweidimensional, arbeitet es wesentlich genauer als die Leidener Spheren. Es wird angetrieben durch ein Uhrwerk mit Spiralfeder- auch eine Erfindung von Huygens.</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="planetarium-christiaan-huygens-museum-boerhave.jpg" src="http://www.passagenproject.com/planetarium-christiaan-huygens-museum-boerhave.jpg" alt="" width="600" height="530" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: arial;"><strong>Planetarium Christiaan Huygens, Museum Boerhaave</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: arial;"><strong><img class="aligncenter" title="planetarium-christiaan-huygens-museum-boerhave-binnenplaneten.jpg" src="http://www.passagenproject.com/planetarium-christiaan-huygens-museum-boerhave-binnenplaneten.jpg" alt="" width="600" height="588" /></strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: arial;"><strong>Planetarium Christiaan Huygens, die Bahnen der kleinen Planeten</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: medium; line-height: 115%;">Huygens war in allem sowohl Theoretiker als auch Praktiker. Er setzte seine theoretischen Erkenntnisse um in technische und praktische Entwürfe. So hat er auch das kopernikanische Sonnensystem 1682 in einer künstlerisch-technischen Form dargestellt. Die elliptischen Bahnen der Planeten werden durch exzentrische Kreise angenähert.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: medium; line-height: 115%;">Huygens hatte ursprünglich auch kleine Platten mit Monden entworfen für das Planetarium, aber diese sind verloren gegangen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Maria Trepp <a href="http://www.passagenproject.com/">www.passagenproject.com</a></span></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Erde betrachtet aus dem Weltall, eine pazifistische Perspektive</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/11/17/die-erde-betrachtet-aus-dem-weltall-eine-pazifistische-perspektive/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[marie louise kaschnitz]]></category>
		<category><![CDATA[pazifismus]]></category>
		<category><![CDATA[raumfahrt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://passagenproject.com/blog9/?p=102</guid>
		<description><![CDATA[Im Cosmotheoros zeigt Huygens, dass ein Blick aus dem Abstand den weltlichen Herrschern gut tun würde: sie müssen ihre Streitigkeiten und ihr borniertes Eigeninteresse in Perspektive sehen, also „relativieren“: „Von meiner Darstellung kann man sich überzeugen lassen, wie riesig das Sonnensystem ist und wie unbedeutend die kleine Erdkugel ist, auf der wir so viel unternehmen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="WordSection1">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Im <em>Cosmotheoros</em> zeigt Huygens, dass ein Blick aus dem Abstand den weltlichen Herrschern gut tun würde: sie müssen ihre Streitigkeiten und ihr borniertes Eigeninteresse in Perspektive sehen, also „relativieren“: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">„Vo<em>n meiner Darstellung kann man sich<br />
überzeugen lassen, wie riesig das Sonnensystem ist und wie unbedeutend die kleine Erdkugel ist, auf der wir so viel unternehmen, so viele Schiffreisen machen, und so viele Kriege führen. Wollte Gott, dass unsere Könige und Monarchen dieses erkennen und überlegen mögen, so dass sie sähen, wie schlecht sie handeln, wenn sie sich mit allen Kräften und vieler Menschen Not abmühen, um eine kleine Ecke dieser Erde zu besetzen.“</em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Kürzlich erzählte der niederländisch-amerikanische Astronaut <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lodewijk_van_den_Berg">Lodewijk van den Berg</a> von seinen Erlebnissen im Weltraum. Er machte eine beeindruckende innerliche Erfahrung: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">„Die ganze Art, wie man die Erde sieht, verändert sich völlig. Wir sprechen über die Globalisierung der Wirtschaft, der Medien und der Politik. Aber ich habe die Erde wahrhaftig global gesehen. In einem Moment flogen wir über Shanghai, und zwölf Minuten später über San Franzisco. Da unten wohnen ganz verschiedenen Menschen, aber das merkt man nicht mehr. Wir wohnen alle auf diesem ziemlich kleinen Planeten. Man sieht Deutschland und Frankreich direkt nebeneinander liegen, man schießt drüber hinweg. Man fragt sich, warum die Länder eigentlich je Krieg geführt haben. Van den Berg erzählt auch, dass viele Astronauten frühere Piloten sind. Die meisten sind darauf gedrillt, um anzufallen. Aber ehemalige Astronauten werden bei der Luftwaffe nie mehr angenommen. Denn der Drive anzugreifen ist verschwunden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Sie sehen den Feind nicht mehr nach so einer<br />
Raumfahrt.“</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="earth-aarde-erde" src="http://www.passagenproject.com/earth-aarde-erde.gif" alt="" width="555" height="572" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Hier ein Gedicht van Marie Louise Kaschnitz: </span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Juni</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Schön wie niemals sah ich jüngst die Erde.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Einer Insel gleich trieb sie im Winde.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Prangend trug sie durch den reinen Himmel</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Ihrer Jugend wunderbaren Glanz.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Funkelnd lagen ihre blauen Seen,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Ihre Ströme zwischen Wiesenufern.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Rauschen ging durch ihre lichten Wälder,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Grosse Vögel folgten ihrem Flug.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Voll von jungen Tieren war die Erde.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Fohlen jagten auf den grellen Weiden,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Vögel reckten schreiend sich im Neste,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Gurrend rührte sich im Schilf die Brut.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Bei den roten Häusern im Holunder</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Trieben Kinder lärmend ihre Kreisel.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Singend flochten sie auf gelben Wiesen</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Ketten sich aus Halm und Löwenzahn.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Unaufhörlich neigten sich die grünen</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Jungen Felder in des Windes Atem,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Drehten sich der Mühlen schwere Flügel,</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Neigten sich die Segel auf dem Haff.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Unaufhörlich trieb die junge Erde</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Durch das siebenfache Licht des Himmels.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Flüchtig nur wie einer Wolke Schatten</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Lag auf ihrem Angesicht die Nacht.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;">(1935)</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;">&#8230;..</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;">Allerdings bezweifle ich, ob die kommerzielle Raumfahrt den Pazifismus f</span>ö<span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;">rdern wird&#8230;.</span></p>
<p style="text-align: left;">Video:</p>
<p><a href="http://youtu.be/FG0fTKAqZ5g">Earth from space</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christiaan Huygens, Domenico Cassini und John Flamsteed</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/11/05/christiaan-huygens-domenico-cassini-und-john-flamsteed/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 22:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronom]]></category>
		<category><![CDATA[domenico cassini]]></category>
		<category><![CDATA[John Flamsteed]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl Huygens selbst als „Cosmotheoros/ Weltbetrachter“ nicht nur astronomischer Beobachter, sondern vor allem auch Theoretiker war, hatte er großen Respekt vor den Astronomen, die, anders als er selbst, jahr- und jahrzehntelang Nacht für Nacht geduldige astronomische Beobachtungen machten. „[…] So wurde alles mit viel Mühe und schlaflosen Nächten festgestellt“ schreibt Huygens im Cosmotheoros. Dies ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Obwohl Huygens selbst als „Cosmotheoros/ Weltbetrachter“ nicht nur astronomischer Beobachter, sondern vor allem auch Theoretiker war, hatte er großen Respekt vor den Astronomen, die, anders als er selbst, jahr- und jahrzehntelang Nacht für Nacht geduldige astronomische Beobachtungen machten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">„[…] <em>So wurde alles mit viel Mühe und schlaflosen Nächten festgestellt</em>“ schreibt Huygens im <em>Cosmotheoros</em>. Dies ist eine Anerkennung des Werks von Cassini, der, wie Huygens an seinen Bruder Lodewijk schrieb, in seinem Observatorium wohnte, und keine klare Nacht ausließ bei seiner Arbeit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Im <em>Cosmotheoros</em> schreibt Huygens:<br />
„<em>Einen Mond des Saturns habe ich selbst kürzlich entdeckt, den hellsten und bis auf einen anderen auch äußersten Mond; diesen habe ich 1655 mit meinen Ferngläsern, deren Rohr nicht mehr dann zwölf Fuß lang ist, als erster gefunden. Die übrigen hat Herr Domenico Cassini durch überaus fleißige Beobachtungen entdeckt, mit Gläsern, die Johannes Campus geschliffen hat für eine Rohrlänge von 36 und später sogar 136 Fuß. Den dritten und fünften Mond habe ich 1672, als Cassini diese Monde mir selbst gezeigt hat, gesehen, und sie auch danach noch öfter gesehen. 1684 hat Cassini mir geschrieben, dass er auch den ersten und den zweiten Mond gefunden hätte. Diese sind aber sehr schwer zu sehen, und ich kann nicht sicher sagen, dass ich einen davon mit Sicherheit erblickt habe. Jedoch habe ich keinerlei Bedenken, Cassini, diesem vortrefflichen Mann, zu glauben, und auch diese zu den Begleitern des Saturns zu zählen</em>.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" title="Domenico_Cassini" src="http://www.passagenproject.com/domenico_cassini.jpg" alt="" width="423" height="588" /><br />
Domenico Cassini, der französische <a title="Astronom" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Astronom">Astronom</a> und <a title="Mathematiker" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mathematiker">Mathematiker</a> italienischer Herkunft, war wie Christiaan Huygens Mitglied der <a title="Académie des sciences" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Acad%C3%A9mie_des_sciences">Académie des Sciences</a> in Paris. Nach Huygens‘ Entdeckung des ersten Saturnmondes entdeckte er weitere <a title="Saturn (Planet)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_%28Planet%29">Saturn</a>monde (1671 <a title="Japetus (Mond)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Japetus_%28Mond%29">Japetus</a> und 1672 <a title="Rhea (Mond)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rhea_%28Mond%29">Rhea</a>) und 1675 erstmals die Lücke im Saturnring, die heute <a title="Cassinische Teilung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cassinische_Teilung">Cassinische Teilung</a> heißt. Die Teleskope von <a title="Eustachio Divini (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Eustachio_Divini&amp;action=edit&amp;redlink=1">Eustachio Divini</a> und <a title="Giuseppe Campani (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Giuseppe_Campani&amp;action=edit&amp;redlink=1">Giuseppe Campani</a> ermöglichten Cassini spektakuläre Entdeckungen. Mit Hilfe des Großen Roten Flecks auf dem <a title="Jupiter (Planet)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jupiter_%28Planet%29">Jupiter</a> bestimmte Cassini dessen Eigendrehung (1665), auch hierüber schreibt Huygens.<br />
Zusammen mit Cassini stellte Huygens 1670 fest, ob seine Vorhersagen über die Form des Planeten Saturn eintreffen würden, was dann tatsächlich der Fall war. Von dem Antagonismus, der das Verhältnis von Huygens en Cassini wegen des sehr unterschiedlichen Charakters und der Arbeitsweise dieser beiden Wissenschaftler bestimmt haben soll, ist im <em>Cosmotheoros</em> nichts zu spüren, im Gegenteil.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
Huygens nennt auch den britischen Astronomen Flamsteed:<br />
„ […] <em>Denn wenn die Erde von der Sonne zehn- oder elftausend ihrer eigenen Durchmesser entfernt ist, wie der Herr Cassini in Frankreich und bei den Engländern der Herr Flamsteed aus den schärfsten Beobachtungen der Parallaxe des Mars entnehmen</em> […]“<br />
Huygens hatte den Astronomen des Observatoriums in Greenwich, John Flamsteed, auf seiner Englandreise besucht; und auch der Bruder Constantijn Huygens hat Flamsteed in seinem Observatorium aufgesucht. Die positive Erwähnung Flamsteeds bei Huygens steht im Kontrast zum Verhältnis zwischen Isaac Newton und Flamsteed. Newton war in einen hässlichen Konflikt mit Flamsteed verwickelt und verwendete dessen Messungen, ohne ihn zu nennen. Huygens ist dagegen offensichtlich sehr bemüht, den handwerklichen Astronomen Ehre zu erweisen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" title="john_flamsteed" src="http://www.passagenproject.com/john_flamsteed.jpg" alt="" width="200" height="251" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal; text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">John Flamsteed</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal; text-align: center;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal; text-align: center;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christiaan Huygens, Kopernikanismus und katholische Kirche</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[katholische kirche]]></category>
		<category><![CDATA[kopernikanismus]]></category>
		<category><![CDATA[modell]]></category>
		<category><![CDATA[saturn]]></category>
		<category><![CDATA[tycho brahe]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens&#8217; letzter Text Cosmotheoros (1698) ist ein populärwissenschaftlicher Text, der das kopernikanische Weltbild verteidigt und veranschaulicht; ein frühaufklärerischer Text, der zusammen mit anderen Schriften wie der von Fontenelle (Unterhaltungen über die Vielzahl der Welten, 1686) am Beginn der starken Popularisierung der Naturwissenschaften stand. Das Werben um das kopernikanische System war zum Ende des 17. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
Christiaan Huygens&#8217; letzter Text <em>Cosmotheoros </em>(1698) ist ein populärwissenschaftlicher Text, der das kopernikanische Weltbild verteidigt und veranschaulicht; ein frühaufklärerischer Text, der zusammen mit anderen Schriften wie der von Fontenelle (Unterhaltungen über die Vielzahl der Welten, 1686) am Beginn der starken Popularisierung der Naturwissenschaften stand.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
Das Werben um das kopernikanische System war zum Ende des 17. Jahrhunderts sicher noch nötig. Zwar war schon Galilei war überzeugt, dass seine astronomischen Beobachtungen das heliozentrische Weltbild des Nicolaus Copernicus stützten, dennoch gab es im 17. Jahrhundert keinen zwingenden Beweis für das kopernikanische Weltbild: sämtliche Beobachtungen, so wie die Monde um Jupiter und Saturn oder die Venus-Phasen, waren auch mit dem geozentrischen Weltmodell des Tycho Brahe kompatibel, in dem sich Sonne und Mond um die Erde, die übrigen Planeten aber um die Sonne drehen. Es gelang erst James Bradley im Jahr 1729 die Eigenbewegung der Erde gegenüber der Fixsternsphäre nachzuweisen und damit das geozentrische Modell endgültig zu entkräften.<br />
Die katholische Kirche hielt auch noch zur Zeit von Huygens fest am Modell des Tycho Brahe. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" src="http://www.passagenproject.com/tychobrahesystem.png" alt="" width="500" height="500" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><em>Modell des Tycho Brahe , in dem sich Sonne und Mond um die Erde, die übrigen Planeten aber um die Sonne drehen</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Das Modell des Kopernikus war seit 1616 verboten; dieses Verbot wurde erst 1822 aufgehoben. Huygens selbst stieß mit seinem <em>Systema Saturnium</em> (1659, <a href="http://passagenproject.com/blog9/2011/11/01/christiaan-huygens-und-die-ringe-des-saturns/">ausführlicher siehe hier</a>) bei der Inquisition auf Widerstand. Als Huygens 1659 seine Beobachtungen am Saturn, den neuen Mond Titan und das Ringsystem, in <em>Systema Saturnium</em>, publizierte, bekam er Probleme mit der katholischen Kirche, die seine Entdeckungen als ketzerisch beurteilte, weil diese das kopernikanische System stützten. Der Jesuit Honoré Fabri und der Instrumentenmacher Eustachio Divini publizierten eine Wiederlegung der Beobachtungen und Theorien von Huygens, worauf dieser mit einer Verteidigungsschrift kam. Schließlich kam eine Beurteilungskommission unter Leitung von Giovanni Alfonso Borelli zur Schlussfolgerung, dass Huygens recht hatte. Im Auftrag der Kommission wurde ein Schalenmodell des Saturns und seines Ringes gebaut, und dieses dann aus dem Abstand mit einem Fernrohr betrachtet, wobei man genau die wahrgenommenen Scheingestalten des Saturns fand.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" title="borelli-modell-model-saturn-huygens.gif" src="http://www.passagenproject.com/borelli-modell-model-saturn-huygens.gif" alt="" width="395" height="600" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christiaan Huygens’ Bestimmung des Abstands zu den Fixsternen</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/11/03/christiaan-huygens%e2%80%99-bestimmung-des-abstands-zu-den-fixsternen/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[abstand]]></category>
		<category><![CDATA[fixsterne]]></category>
		<category><![CDATA[Messung]]></category>
		<category><![CDATA[sirius]]></category>
		<category><![CDATA[teleskop]]></category>

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		<description><![CDATA[Christiaan Huygens hat sich als erster an eine beobachtende und schätzende Messung des Abstandes zu den „Fix“sternen gewagt. Er ging davon aus, dass die Fixsterne Sonnen sind, ungefähr so groß wie unsere Sonne. Wenn man dann die Helligkeit eines Fixsterns mit der Helligkeit der Sonne vergleicht, kann man zu einer Schätzung des Abstandes gelangen. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Christiaan Huygens hat sich als erster an eine beobachtende und schätzende Messung des Abstandes zu den „Fix“sternen gewagt.<br />
Er ging davon aus, dass die Fixsterne Sonnen sind, ungefähr so groß wie unsere Sonne. Wenn man dann die Helligkeit eines Fixsterns mit der Helligkeit der Sonne vergleicht, kann man zu einer Schätzung des Abstandes gelangen. Im zweiten Buch seines <em>Cosmotheoros</em> (1698) beschreibt er seine originelle Messmethode:<br />
„<em>Es haben sich einige von uns Wissenschaftlern um die Erforschung des Raumes zu den Fixsternen bemüht, konnten aber wegen des Mangels an den hierzu benötigten genauen und enormen Fleiß erfordernden Beobachtungen keine Sicherheit erlangen. Es scheint also, dass der einzige Forschungsweg mir überlassen wurde, auf dem wenigstens etwas, das der Wahrheit ähnelt, in dieser so schwierigen Forschungsangelegenheit erlangt werden kann</em>.“</span></p>
<p>Huygens schätzte den Abstand der Fixsterne, indem er den hellsten Fixstern wählte, den Sirius, und ging dann davon aus, dass dieser so groß und so hell sei wie unsere Sonne. Obwohl dies nicht ganz stimmt, denn der Sirius ist, wie wir jetzt wissen, doppelt so groß wie die Sonne und leuchtet mit 25-facher Leuchtkraft, war diese Annahme  eine ausgezeichnete Ausgangsposition für eine einfache Messmethode. Huygens verkleinerte den Durchmesser der Sonne systematisch, bis er durch ein abgedecktes Rohr mit winzigem Löchlein einen Lichtpunkt sah, der ungefähr so klein war wie der Sirius. Indem Huygens seine künstliche Sonnenverkleinerung (unter anderem den Durchmesser des Löchleins) genau messen konnte, konnte er den Abstand zum Sirius ziemlich gut schätzen, auch wenn der Sirius heller und in Wirklichkeit etwa dreißigmal weiter weg ist als Huygens dachte.</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Christiaan Huygens und die Ringe des Saturns</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/11/01/christiaan-huygens-und-die-ringe-des-saturns/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[ringe]]></category>
		<category><![CDATA[saturn]]></category>

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		<description><![CDATA[“Cosmotheoros“ , der Titel von Christiaan Huygens’ letztem Text, wird wörtlich übersetzt als der „Weltbetrachter“. Das Wort „Theorie“ leitet sich ab von theorein: beobachten, betrachten, [an]schauen; und „Theorie“ ist dann die Anschauung, Überlegung, Einsicht, wissenschaftliche Betrachtung; wörtlich: „Schau des Göttlichen“, (theos ). Theorie wird oft als Gegensatz zur Praxis gesehen. Bei Huygens jedoch waren die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
“Cosmotheoros“ , der Titel von Christiaan Huygens’ letztem Text, wird wörtlich übersetzt als der „Weltbetrachter“. Das Wort „Theorie“ leitet sich ab von theorein: beobachten, betrachten, [an]schauen; und „Theorie“ ist dann die Anschauung, Überlegung, Einsicht, wissenschaftliche Betrachtung; wörtlich: „Schau des Göttlichen“, (theos ).<br />
Theorie wird oft als Gegensatz zur Praxis gesehen. Bei Huygens jedoch waren die Theorie und die Praxis auf faszinierende Weise miteinander verschmolzen. Die Betrachtung enthalten im Wort „theoros“ war bei Huygens sowohl ein physisches als auch ein innerliches Betrachten.<br />
Huygens’ Arbeit an dem Ring des Saturns zeigt, dass das Finden von Lösungen nicht nur eine Frage von fleißiger Beobachtung ist, sondern auch und vor allem, dass in der wissenschaftlichen Wahrnehmung das Sehen der Gegenstände mit dem Auge direkt gekoppelt ist an ein in der Theorie begründetes Verständnis.<br />
Der Ring des Saturns war auch von vielen anderen Astronomen vor Huygens bemerkt worden, so wie von Galilei und dem Danziger Astronomen Hevelius, aber man hatte die Ringstruktur nicht erkannt; man dachte an Strukturen, die am Saturn befestigt sind. In seinem berühmten „Systema Saturnium“ von 1659 gibt Huygens eine Übersicht von den Modellen des Saturn-Ringes, die andere aufgezeichnet hatten, von den „Monstern“ (Huygens), Varianten von Ohren, Lappen und anderen merkwürdigen Konfigurationen.</span></p>
<p><img class="aligncenter" title="christiaan_huygens_systema_saturnium_saturn ringe modelle" src="http://www.passagenproject.com/christiaan_huygens_systema_saturnium_schijngestalten_saturnus" alt="" width="559" height="531" /></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Modelle, die Forscher angeführt hatten zur Erklärung der Form des Saturns, bevor Huygens die wahre Art des Ringsystems entdeckte. Diese Skizze stammt aus einer der gedruckten Versionen von Huygens’ Systema Saturnium.<br />
Huygens war derjenige, der das Ringsystem des Saturns zuerst richtig beschrieben hat, also nicht nur gesehen hat, sondern auch theoretisch richtig ergründet hat und das regelmäßige Erscheinen und Verschwinden der Ringe erklären konnte. Es war schon lange bekannt, dass die „Henkel“ (<em>ansae</em>) des Saturns zu bestimmten Zeiten schwächer werden und schließlich unsichtbar werden. Huygens bemerkte, dass so etwas ganz verständlich ist: wenn die Erde sich genau in der Fläche des Ringes befindet, sieht man den Ring nicht mehr, jedenfalls, wenn dieser sehr dünn ist. Er wagte es sogar, zu schätzen, was die maximale Dicke des Ringes sein könnte, und er kam auf „600 deutsche Meilen“ (eine deutsche Landesmeile ist 7,532 km). Die wirkliche Dicke des Ringes ist ungefähr hundertmal kleiner, aber Huygens gab eine Obergrenze, und diese ist korrekt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><img class="aligncenter" title="Christiaan Huygens Scheingestalten Saturn" src="http://www.passagenproject.com/schijngestalten_saturnus_verklaring_christiaan-huygens" alt="" width="554" height="233" /></p>
<p>Abbildung:  Huygens’ Erklärung des Standes der Ringe, so wie sie im Laufe eines Saturnjahres zu sehen sind. Im Zentrum der Abbildung sehen wir die Sonne, darum kreisen Erde und Saturn.</p>
<p>Der äußerste Ring zeigt anschaulich wie der Saturn von der Erde aus wahrgenommen wird.</p>
<p>Huygens konnte damit zeigen, warum der Ring ab und zu nicht zu sehen ist, nämlich dann, wenn die Erde sich genau in der Bahnebene der Ringe befindet, so dass diese von der Seite gesehen werden.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Christiaan Huygens und sein Comotheoros</a></p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
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		<title>Christiaan Huygens- &#8220;Cosmotheoros&#8221;=Weltbetrachter</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/10/31/christiaan-huygens-cosmotheorosweltbetrachter/</link>
		<comments>http://passagenproject.com/blog9/2011/10/31/christiaan-huygens-cosmotheorosweltbetrachter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 11:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[saturn]]></category>
		<category><![CDATA[teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>
		<category><![CDATA[titan]]></category>

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		<description><![CDATA[Der niederländische Naturwissenschaftler und Astronom Christiaan Huygens (1629-1695)  hat seine Vision des Universums festgelegt in seinem letzten Text „Cosmotheoros“: wörtlich „Weltbetrachter“. (Siehe auch hier zuvor erschienene Blogs) Betrachter und Theoretiker Auf dem Titel der lateinischen Originalausgabe ist das Wort mit griechischen Buchstaben zu sehen: Κοσμοθεωρος „Theoros“, das ist sowohl der Betrachter als auch der Theoretiker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Der niederländische Naturwissenschaftler und Astronom <span style="font-size: 13.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Christiaan</span><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"> Huygens (1629-1695)  hat seine Vision des Universums festgelegt in seinem letzten Text „Cosmotheoros“: wörtlich „Weltbetrachter“.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">(Siehe auch hier zuvor erschienene Blogs)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><strong><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Betrachter und Theoretiker</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Auf dem Titel der lateinischen Originalausgabe ist das Wort mit griechischen Buchstaben zu sehen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><strong><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;">Κοσμοθεωρος</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">„Theoros“, das ist sowohl der Betrachter als auch der Theoretiker des Kosmos. Das Wort „Theorie“ leitet sich ab von <em>theorein</em>: beobachten, betrachten, [an]schauen; und „Theorie“ ist dann die Anschauung, Überlegung,<br />
Einsicht, wissenschaftliche Betrachtung; wörtlich<em>:</em> „Schau des Göttlichen“, (<em>theos</em> ).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Theorie wird oft als Gegensatz zur Praxis gesehen. Bei Huygens jedoch waren die Theorie und die Praxis auf faszinierende Weise miteinander verschmolzen. Die Betrachtung enthalten im Wort „theoros“ war bei Huygens sowohl ein physisches als auch ein innerliches Betrachten. Und nicht nur das: die astronomischen Teleskope zum physischen Sehen als Grundlage seiner theoretisch-physikalischen Arbeit hat Huygens selbst gebaut, zusammen mit seinem Bruder, übrigens auch einem „Weltbetrachter“.  In dem Text <em>Cosmotheoros</em> nimmt die überlegende Betrachtung der Funktion des Sehens und des Baus des menschlichen Auges dann auch einen wichtigen Platz ein. Huygens: „<em>Wenn wir nämlich die wunderbare Natur des Lichts betrachten, und die außerordentliche Kunst, wie die Augen gemacht so sind, um dieses Licht zu genießen, werden wir leicht erkennen, dass man die Erkenntnis entfernter Dinge, und die Wahrnehmung entfernter Gestalten, oder die Erkenntnis wie weit sie voneinander entfernt sind, nicht auf andere Weise als durch das Sehen erlangen kann.</em>“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Hier spricht Huygens, der sehend-wahrnehmende Theoretiker des Lichts und des Sehens.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Sehen, Betrachten, Verstehen, theoretisches Beschreiben und schilderndes Beschreiben gehen bei Huygens ineinander über, so wie es mehr als hundert Jahre später der Dichter und Naturwissenschaftler Goethe in seiner <em>Farbenlehre</em> beschrieb:</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">„Denn das bloße Anblicken einer Sache kann uns nicht fördern. Jedes Ansehen geht über in ein Betrachten, jedes Betrachten in ein Sinnen, jedes Sinnen in ein Verknüpfen, und so kann man sagen, dass wir schon bei jedem aufmerksamen Blick in die Welt theoretisieren. Dieses aber mit Bewusstsein, mit Selbstkenntnis,<br />
mit Freiheit, und um uns eines gewagten Wortes zu bedienen, mit Ironie zu tun und vorzunehmen, eine solche Gewandtheit ist nötig, wenn die Abstraktion, vor der wir uns fürchten, unschädlich und das Erfahrungsresultat, das wir hoffen, recht lebendig und nützlich werden soll.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Die Ironie, das lebendige Beschreiben und das nützliche Erfahrungsresultat: alles findet sich auch im <em>Cosmotheoros</em>.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Huygens hat selbst als betrachtender Weltbeschauer Entdeckungen im Weltraum gemacht, die im <em>Cosmotheoros</em> genannt werden: er hat den ersten Mond des Saturns entdeckt (Titan); er hat als erster den Ring des Saturns richtig beschrieben und erklärt, und er hat eine gute Schätzung für den Abstand zu den Fixsternen unternommen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">In seinem berühmten Buch über die Ringe des Saturns und den ersten entdeckten Saturnmond „<em>Systema Saturnium</em>“ van 1659 (die lateinische Originalversion mit Skizzen und eine französische Übersetzung ist digitalisiert zu finden auf der Website der Oeuvres complètes, Band XV) schreibt Huygens ausführlich über seine Entdeckung des ersten Saturnmondes, den Huygens selbst „comes“, Begleiter, nannte- der Name Titan wurde diesem Mond erst nach Huygens’ Tod verliehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE">Huygens beschreibt, wie er ab 25. März 1655 einen kleinen Stern immer wieder in der Nähe des Saturns sehen kann, in verschiedenen Himmelsrichtungen. Nach sechzehn Tagen ist der Begleiter wieder auf derselben Position zu sehen im Verhältnis zum Saturn.<br />
Auf Huygens’ Skizzen  ist deutlich zu sehen, dass Titan ziemlich weit vom Saturn weg steht. Es war gar nicht so einfach, zwischen all den Sternen auf dem Hintergrund den einen Lichtpunkt als einen Mond zu bemerken. Huygens’ selbstgemachtes Teleskop hatte keinen automatischen Nachführmechanismus, wie man  ihn heute hat, also war das Beobachten nicht unkompliziert, so wie jeder weiß, der jemals selbst die Sterne mit einem einfachen Fernrohr beobachtet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><img class="aligncenter" title="christiaan_huygens-saturnmond_titan.gif" src="http://www.passagenproject.com/christiaan_huygens-saturnmond_titan.gif" alt="" width="200" height="198" /><br />
Huygens‘ Analyse der Bahn des Titans und die Bestimmung der Umlaufzeit. Huygens nimmt an, dass die Bahn kreisförmig ist. Nach modernen Messungen misst der Durchschnitt der Bahn 10,6-mal den Durchschnitt des Planeten; also ist die Zeichnung auffällig exakt. (nach Vincent Icke)<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>About</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 08:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Maria Trepp]]></description>
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		<title>Christiaan Huygens: Außerirdisches Leben und Ironie</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/02/05/auserirdisches-leben-und-ironie/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 16:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ausserirdisches leben]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ironie]]></category>
		<category><![CDATA[john locke]]></category>
		<category><![CDATA[vincent icke]]></category>

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		<description><![CDATA[[Teil 3 über Christiaan Huygens und seinen “Cosmotheoros“] Christiaan Huygens formuliert im Cosmotheoros den Gedanken, dass es noch viele andere Sonnen und Planeten im Universum geben könnte, und spekuliert im Detail über außerirdisches Leben. Dies wird hier und da als spekulativer unwissenschaftlicher Ausrutscher gesehen (Alexander von Humboldt meinte in seinem Buch über den Kosmos, Huygens‘ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Teil 3 über Christiaan Huygens und seinen “Cosmotheoros“]</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
Christiaan Huygens formuliert im <em>Cosmotheoros</em> den Gedanken, dass es noch viele andere Sonnen und Planeten im Universum geben könnte, und spekuliert im Detail über außerirdisches Leben.<br />
Dies wird hier und da als spekulativer unwissenschaftlicher Ausrutscher gesehen (Alexander von Humboldt meinte in seinem Buch über den Kosmos, Huygens‘ Spekulationen über Außerirdische seien eines strengen Mathematikers unwürdig), besonders weil Huygens so unerhört stark ins Detail geht, und sicher meint sagen zu können, dass auf den anderen Planeten Leben existiert, und zwar nicht nur intelligentes Leben, sondern dass dort auch Wesen leben, die wie wir Astronomie und Musik betreiben.</span></p>
<p><span style="font-size: 18px;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.passagenproject.com/alien_music_astronomer_buitenaards_astronoom_astronomie-extraterrestrials_teleskoop-teleskop-telescope.jpg" alt="" width="598" height="800" /></span><span style="font-size: 18px;">Ausserirdischer Astronom</span></p>
<p><span style="font-size: 18px;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.passagenproject.com/alien_music_flute_buitenaards_muziek_musik-extraterrestrials.jpg" alt="" /></span><span style="font-size: 18px;"> Die Ausserirdischen machen nach Huygens auch Musik&#8230;</span></p>
<p>Lessing, der Huygens gelesen hatte, schreibt sehr treffend und ironisch über die Sicherheit beim „Bevölkern“ der Planeten:<strong> </strong></p>
<p><strong>Die Planetenbewohner</strong></p>
<div>
<table style="width: 477px;" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">Mit süßen Grillen sich ergötzen,Einwohner in Planeten setzen,Eh man aus sichern Gründen schließt,</p>
<p>Daß Wein in den Planeten ist:</p>
<p>Das heißt zu früh bevölkern</p>
<p>Freund, bringe nur zuerst aufs reine,</p>
<p>Daß in den neuen Welten Weine,</p>
<p>Wie in der, die wir kennen, sind:</p>
<p>Und glaube mir, dann kann ein Kind</p>
<p>Auf seine Trinker schließen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Ich meine jedoch, dass es gute Gründe gibt, Huygens‘ Text ironisch aufzufassen: Mutmaßungen also betreffend die Ironie bei Christiaan Huygens. Ich denke zunächst durchaus, dass ein Teil der Argumente für die Existenz der Planetenbewohner ernsthaft und nicht ironisch ist. Ohne Zweifel muss der <em>Cosmotheoros</em> als ein Plädoyer für außerirdisches Leben gelesen werden. Huygens ist davon überzeugt, dass wir Menschen nicht einzigartig sind. Die Frage ist jedoch, ob er wirklich alles meint, was er stellenweise schreibt, wie zum Beispiel, dass er „beweisen“ kann, dass die Planetenbewohner Astronomie, Schifffahrt und Musik betreiben. Es fällt jedenfalls auf, dass ein Bruch durch den Text geht, nämlich einerseits da, wo von „Mutmaßungen“ – wovon zu Anfang die Rede ist-, zu „Beweisen“ (nämlich Zirkelbeweisen) übergegangen wird; andererseits auch da, wo von allgemeinen Prinzipien (wie etwa außerirdisches Leben) übergegangen wird auf ein groteskes Detailniveau, wenn zum Beispiel die Rede davon ist, dass auch die Planetenbewohner die Oktave in 31 Stufen teilen, so wie Huygens selbst; und schließlich da, wo kleine, aber durchaus annehmliche Wahrscheinlichkeiten (Leben auch anderswo im All) aufeinander gestapelt werden und schließlich nicht als minimale, sondern als große Wahrscheinlichkeit oder Sicherheit gesehen werden.Huygens gibt an mehreren Stellen an, wie unglaubwürdig seine eigene Darstellung ist, und verteidigt seine „Beweise“ mit Argumenten, die so übertrieben und auffällig schlecht sind, dass der Eindruck entsteht, dass er hier seinen Spott mit dem Leser treibt. Sicher, es ist durchaus möglich, dass der alternde Huygens entgegen den Bestrebungen seines ganzen Lebens ins kindliche Spekulieren verfallen ist. Es ist aber ebenso möglich, dass ein Teil seines Textes ironisch verstanden werden muss. Ironie als ein Kontrast zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was gemeint wird, ist eine komplexe Form von Kommunikation; ein Spiel mit der eigenen Überlegenheit, und mit dem Wissen und Nicht-Wissen des Lesers. Ironie ist nur möglich, wenn der Sprecher erwarten kann, dass wenigstens ein Teil seiner Adressaten ihn verstehen kann. Huygens wünscht sich explizit eine gebildete Leserschaft, auch wenn er etwas resigniert schon vorwegnimmt, dass nicht alle Leser das gewünschte Niveau haben werden: „[…] <em>Nur möchte ich wünschen, dass meine Schrift nicht in die Hände von jedermann geraten wird. Ich würde gerne neben dem Herrn Bruder meine Leser nach meinem Belieben wählen, und dann solche, die nicht nur in der Astronomie bewandert sind, sondern auch in der Philosophie, und bei welchen ich auf Zustimmung hoffen darf</em>, […]Und er fügt hinzu, dass er schon vorhersieht, dass seine Schriften in die Hände missverstehender Menschen geraten werden.Huygens wünscht sich also Leser, die ein Bildungsniveau haben, das ironische Kommunikation erlaubt. Zusätzlich unterstreicht er seine ironischen Übertreibungen hier und da mit Ausrufen: „Was?“ und mit vorweggenommenen Fragen oder vorweggenommenem kritischen Unverständnis, das er beim Leser erwartet. „<em>Was? Werden sie [die Planetenbewohner] dann auch andere Dinge haben, die zum gesellschaftlichen Leben gehören</em>?“</p>
<p>„Ironie versteht der Leser nie“ wird manchmal gesagt. Ironie versteht der Leser jedenfalls nur dann, wenn er scharf mitdenkt und bewusst paradoxe oder ambivalente Äußerungen des Autors für möglich hält.Die „Beweise“, die Huygens im <em>Cosmotheoros</em> vorlegt, sind, wie Huygens selbst erläutert, Analogiebeweise. <em>„</em><em>Der Beweis, bei dem man aus der Gleichheit schließt und von untersuchten Dingen auf nicht untersuchte schließt, hat ein großes Gewicht. Und wir werden unsere Vermutungen anstellen nach der Art dieses Beweises, indem wir von dem einzigen Planeten, den wir vor Augen haben, auch auf die übrigen schließen werden, und annehmen, dass sie auch von dieser Art sind“</em>.</p>
<p>Der Leidener Astrophysiker Vincent Icke meint hierzu: „[Der Analogiebeweis] ist kein echter Beweis, und das wusste der Mathematiker Huygens natürlich genau.“ Ich denke auch, dass Huygens dies genau wusste, und darum betrachte ich Huygens „Beweis“führung als teilweise ironisch.Das Hauptproblem mit Huygens‘ „Beweisführung“ im <em>Cosmotheoros</em> ist die (möglicherweise bewusste) Vermischung von mathematisch/axiomatischer/spekulativer Beweisführung und naturwissenschaftlich-erfahrungsbasierter Beweisführung.Huygens setzt im Text als Grundsatz und Axiom immer wieder voraus, dass die Planeten (-Bewohner) der Erde und ihren Bewohnern in nichts nachstehen dürfen, nicht „weniger wert“ sein dürfen. Huygens gibt selbst nicht an, wie er zu diesem Urteil (von ihm „Beweis“ genannt)  kommt. Implizit und explizit gibt er zu, dass die Planeten sich sehr wohl unterscheiden, was ihre „Würde“ betrifft, so wie in Größe, Anzahl der Monde, Abstand zur Sonne, und damit Licht und Wärme.Nun ist der Unterschied von axiomatischem und naturwissenschaftlichem Argumentieren ein Hauptthema der Wissenschaft des 17. Jahrhunderts, und auch ein Thema bei Huygens.</p>
<p>In seiner berühmten <em>Abhandlung über das Licht </em> schreibt Huygens über die Art seiner wissenschaftlichen Beweise:„Man wird darin [in Huygens‘ Abhandlung über das Licht] Beweise von der Art finden, welche eine ebenso große Gewissheit als diejenigen der Geometrie nicht gewähren und welche sich sogar sehr davon unterscheiden, weil hier die Prinzipien sich durch die Schlüsse bewahrheiten, welche man daraus zieht, während die Geometer [Mathematiker] ihre Sätze aus sicheren und unanfechtbaren Grundsätzen beweisen; die Natur der behandelten Gegenstände bedingt dies. Es ist dabei gleichwohl möglich, bis zu einem Wahrscheinlichkeitsgrade zu gelangen, der sehr oft einem strengen Beweise nichts nachgibt. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn die Folgerungen, welche man unter Voraussetzung dieser Prinzipien gezogen hat, vollständig mit den Erscheinungen im Einklang sind, welche man aus der Erfahrung kennt.“</p>
<p>Hier macht Huygens auch, wie im <em>Cosmotheoros</em>, einen Übergang von „sehr wahrscheinlich“ zu „bewiesen“, aber mit dem großen Unterschied, dass hier die Folgerungen im Einklang mit (experimentellen) wiederholten Erfahrungen sind.Huygens legt im <em>Cosmotheoros</em> keine Beweise vor, sondern allenfalls Hypothesen. Ein Teil seiner Behauptungen kann nicht den Status einer Hypothese beanspruchen; ein anderer Teil aber durchaus. Als potentiell falsifizierbare Hypothese (und inzwischen zum Teil falsifizierte Hypothese), die auch deutlich eingebettet ist in eine wissenschaftliche Theorie, kann zum Beispiel Huygens Vermutung gelten, dass sich in unserem unser Sonnensystem Planetenbewohner finden, dass aber auf Mond und Sonne solche Bewohner vermutlich nicht existieren.Den Unterschied zwischen Beweisen und Hypothesen kannte Huygens ganz genau. Er spricht auch im <em>Cosmotheros</em> von der neuen wissenschaftlichen Arbeitsweise, wobei nicht mehr Axiome aufgestellt werden, sondern Hypothesen verbessert werden<em>: „…[man muss mit] </em><em>Hypothesen den Lauf der Sterne gleichsam erraten[…] , die ersten Hypothesen aber, nachdem Beobachtungen und geometrische Beweise deren Fehler nachweisen, durch die folgenden verbessert werden müssen.“</em></p>
<p>Vincent Icke:„Huygens war direkt an der Begründung der wissenschaftlichen Physik beteiligt, die wir jetzt kennen […] das größte Ereignis aus dieser Zeit [besteht] nicht in einer von [den großen]  Entdeckungen, so bedeutend sie auch gewesen sind. Es geht mehr um die Erfindung einer Arbeitsweise, einer Vorgehensweise: einer Art um Kenntnis zu erwerben, die seitdem nicht mehr verbessert wurde.Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste: Huygens und seine Mitgelehrten verursachten eine Wende in der Entwicklung der Wissenschaft durch einen Übergang von Postulat zu Hypothese, von <em>Feststellung</em> zur <em>Unterstellung.</em>“</p>
<p>Huygens kennt den Unterscheid zwischen echtem Beweis und Analogiebeweis, zwischen Hypothese und Beweis nur allzu gut, und dennoch nennt er seine eigenen absurd detaillierten Phantasien „Beweise“. Senile Spekulationen oder Ironie? Beides ist möglich,  das Letztere vor allem mit dem Gedanken an Huygens‘ eigene relativierende Bemerkungen im Text. Wenn ein großer Geist entweder Unsinn redet oder ironisch aufgefasst werden kann, ist es weise und respektvoll, als Leser ihm die Ironie zuzugestehen.John Locke, Zeitgenosse und Bekannter von Huygens, schrieb in seinem <em>Versuch über den menschlichen Verstand </em>(1690, zum Teil geschrieben in den Niederlanden):</p>
<p><em>“ In Dingen, wo die Sinne keine Auskunft geben können, ist die Analogie die Hauptregel der Wahrscheinlichkeit.“ Dies gilt nach Locke, wenn der Gegenstand nicht in das Bereich der Sinne fällt und deshalb auch nicht bezeugt werden kann. „Dahin gehören […]  das Dasein stofflicher Dinge, die entweder wegen ihrer Kleinheit oder zu großen Entfernung durch die Sinne nicht bemerkt werden; z.B. die etwaigen Pflanzen, Tiere und verständigen Bewohner der Planeten oder anderer Aufenthaltsorte in dem großen Weltall.” (Sechzehntes Kapitel “Von den Graden des Zustimmens<strong>” </strong>, § 12).</em></p>
<p>Locke spricht von Wahrscheinlichkeit… nicht von Beweisen.Im <em>Cosmotheoros</em> glänzen ironische Selbstrelativierung und selbstbewusster Stolz gleichzeitig. Die Relativierung des Menschen und von Huygens selbst ergibt sich aus dem Argument, dass Menschen und Astronomen nicht einzigartig sind. Aber auch der Stolz hat seinen Platz: Huygens reflektiert selbstbewusst sein eigenes Werk und Schaffen, aber genauso auch die Kenntnisse der Menschheit, so wie sie sich zum Ende des 17. Jahrhunderts darstellten. Die Entdeckungsreisen auf der Erde und die neuen Erkenntnisse nennt Huygens immer wieder. Im 17. Jahrhundert wurde nicht nur der Himmel, sondern vor allem auch die Erde erforscht, und Huygens’ <em>Cosmotheoros</em> handelt eben so sehr von der Entdeckung der Erde und des Menschen wie von der Entdeckung des Himmels.</p>
<p>Huygens: <em>„Es wird sicher nicht ohne Nutzen bleiben, wenn wir uns gleichsam außerhalb dieser Erdkugel begeben und diese von Ferne betrachten und erforschen, ob es nur diese Erde alleine sei, auf die die Natur ihren Schmuck verwendet hat. Denn hierdurch werden wir ihre eigentliche Beschaffenheit und ihren Ort besser verstehen, genau wie diejenigen, die nach einer Reise durch ferne Länder den Zustand ihres Vaterlandes besser beurteilen können, als diejenigen, die nie gereist sind.“</em>Falls es Huygens Ernst gewesen sein sollte mit allem, was er schreibt -auch was die Details der Planetenbewohner angeht-, dann hat er seine Argumentation jedenfalls schlecht verteidigt. Er wendet sich nämlich explizit an seine Kritiker, und gibt deren rationale Argumente gut wieder, ohne sich gut zu verteidigen. Sollte er dies wirklich nicht bemerkt haben?</p>
<p>Huygens: „<em>Nun weiß ich, dass es Leute geben wird, die sagen, dass es allzu kühn ist, den Planetenbewohnern diese Dinge zuzuschreiben, und dass wir hierzu nur gelangt sind durch Wahrscheinlichkeit auf Wahrscheinlichkeit zu stapeln, und wenn auch nur eine dieser Wahrscheinlichkeit anders sei, das ganze Kartenhaus zusammenfällt. Diese Kritiker aber sollten wissen, dass dasjenige, was wir vom Studium der Astronomie [auf den Planeten] sagen, bewiesen werden könnte und man damit den Anfang in der Argumentation machen könnte, und man alles bisher gesagte weglassen könnte</em>.“</p>
<p>Ich halte diese Passage für ironisch. Huygens gibt selbst an, dass – was die spezifischen Eigenschaften der Planetenbewohner betrifft- Wahrscheinlichkeit auf Wahrscheinlichkeit gestapelt wird; dabei einige womöglich sehr geringe Wahrscheinlichkeiten. Huygens selbst hat eine Abhandlung über die Theorie des Würfelspiels (<em>De ludo aleae</em>, 1655) verfasst, wodurch er heute als einer der Begründer der <a title="Wahrscheinlichkeitsrechnung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrscheinlichkeitsrechnung">Wahrscheinlichkeitsrechnung</a> gilt. Was das Stapeln von Wahrscheinlichkeit betrifft, ist er selbst ein Kenner.  Er schreibt nun im <em>Cosmotheoros</em> erst, dass sein <strong>Ausgangspunkt</strong> die Tatsache ist, dass die Menschen sich selbst nicht als allzu einzigartig betrachten sollen („die übrigen Planeten unserer Erde an Würde in nichts nachstehen“), und nun wird dieser Ausgangspunkt plötzlich zum „Beweis“. Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass Huygens diesen Zirkelbeweis nicht bewusst ironisch eingeführt hat.Huygens hat keineswegs bewiesen, dass es Planetenbewohner gibt, die musizieren, Schifffahrt und Astronomie betreiben. Tatsächlich aber hat er gedanklich nachgewiesen, dass es eine &#8211; wie auch immer kleine- Möglichkeit gibt, dass auch anderswo im Weltall intelligente Wesen stolz sein könnten auf hochzivilisierte Leistungen, und selbst, dass die Wahrscheinlichkeit tatsächlich nicht ganz null ist (obwohl man sich dies kaum vorstellen kann), dass andere, weit entfernte Wesen sich mit so etwas wie den Details der Oktave beschäftigen.Wie dem nun auch immer sei, was Huygens‘ Ironie betrifft, oder seinen spekulativen Ernst: die Frage nach dem Verhältnis von Huygens zu seinem eigenen Text kann den Leser faszinieren und ergibt eine zusätzliche Dimension im Text, neben Wissenschaft, Geschichte, Philosophie und Phantasie.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<p><span style="font-size: 18px;"><a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">Der Cosmotheoros von Christiaan Huygens: moderne deutsche Version mit Einleitung</a></span></p>
<p><span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.passagenproject.com/vertaalbureau_duits_maria_trepp.html">Übersetzung Niederländisch Deutsch</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Christiaan Huygens und sein Bruder Constantijn Huygens jr</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/01/26/christiaan-huygens-und-sein-bruder-constantijn-jr/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 18:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[constantijn huygens jr]]></category>
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		<category><![CDATA[teleskop]]></category>

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		<description><![CDATA[[Dies ist Teil 2 der Serie über Christiaan Huygens, Teil 1 siehe hier] Cosmotheoros, „Der Weltbetrachter“, der letzte Text von Christiaan Huygens, ist auf Latein geschrieben, für Christiaans Bruder Constantijn („Geschrieben von Christiaan Huygens für seinen Bruder Constantijn, Geheimrat der königlichen Majestät von Großbritannien“) , aber der Text war zugleich auch bestimmt für andere Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14px;">[Dies ist Teil 2 der Serie über Christiaan Huygens, Teil 1 <a title="Christiaan Huygens 1" href="http://ueberchristiaanhuygens.wordpress.com/2011/01/10/christiaan-huygens-in-der-unvollendeten-vergangenheit/" target="_blank">siehe hier</a>]<em> </em></span></p>
<p><span style="font-size: 14px;"><em>Cosmotheoros</em>, „Der Weltbetrachter“, der letzte Text von Christiaan Huygens, ist auf Latein geschrieben, für Christiaans Bruder Constantijn („Geschrieben von Christiaan Huygens für seinen Bruder Constantijn, Geheimrat der königlichen Majestät von Großbritannien“) , aber der Text war zugleich auch bestimmt für andere Leser (die auch angesprochen werden), um diesen ein Bild zu geben von unserem Sonnensystem und den umringenden Sternen. Das ursprüngliche lateinische Manuskript wurde posthum 1698 als Christinani Huygenii Κοσμοθεωρος publiziert. In den Jahren danach erschienen niederländische, englische, deutsche, russische und schwedische Übersetzungen. Die deutsche Übersetzung des Astronomen Johann Philipp von Wurzelbau erschien 1703 bei Lanckischens Erben und ist <a href="http://digital.slub-dresden.de/sammlungen/titeldaten/311022820">online zugänglich in der Sächsischen Landesbibliothek</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14px;">Der Adressat des als Briefes verfassten Textes „<em>Cosmotheoros</em>“ ist der ältere Bruder Christiaans, Constantijn Huygens Junior, geboren 1628 &#8211; ein Jahr vor Christiaan-, und gestorben 1697, zwei Jahre nach Christiaan. Constantijn war, wie auch der Vater Constantijn Huygens (Senior), ein niederländischer Staatsmann. Zusammen mit seinem Bruder Christiaan baute Constantijn jr. wissenschaftliche Instrumente wie Fernrohre und Mikroskope. Er ist mit seinen Tagebüchern auch bekannt geworden als Chronist seiner Zeit.<img src="http://www.passagenproject.com/constantijn_huygens_jr_371_480.png" alt="" width="371" height="480" align="middle" border="0" /></span></p>
<p><span style="font-size: 14px;">Constantijn Huygens jr</span></p>
<p><span style="font-size: 14px;">Christiaan spricht im „<em>Cosmotheoros“</em> seinen geliebten Bruder direkt an, <em>„Ich hoffe, dass Du, mein Bruder, dies mit besonderer Freude lesen wirst, nachdem Du Dich so sehr für das Außerirdische interessierst“, </em>und nimmt wiederholt Bezug auf die gemeinsame Herstellung von Linsen und Fernrohren „…<em>Daran erinnere ich mich noch mit Lust, und auch an unsere Mühe beim Fertigmachen und Schleifen der Linsen, wobei wir immer wieder neue Möglichkeiten und Werkzeuge erdachten und hiervon nicht genug bekommen konnten</em>“. Auch die lange Abwesenheit des Bruders im Ausland kommt wiederholt zur Sprache:<em>„Ich erinnere mich hierbei daran, als Du und ich durch unsere langen Ferngläser zu den Sternen sahen -wofür wir jetzt keine Gelegenheit mehr haben, denn Du, mein Bruder, bist oft jahrelang in geschäftlichen Angelegenheit abwesend“. </em>Als Christiaan Huygens 1650 begann, sich für Ferngläser zu interessieren, half sein Bruder ihm beim Herstellen der Linsen. Mit dem ersten Teleskop, das die Brüder machten, entdeckte Christiaan den Saturn-Mond Titan. Die Brüder konstruierten immer größere Teleskopobjektive mit immer größeren Durchmesser und Brandpunktabstand; hier das 120-Fuß-Fernrohr der Brüder:</span></p>
<p><span style="font-size: 14px;"><img src="http://www.passagenproject.com/huygens-teleskop-492-426.jpg" alt="" width="371" height="480" align="middle" border="0" /></span></p>
<p><span style="font-size: 14px;">Constantijn Huygens war ab 1689 Sekretär bei Wilhelm von Oranien, der Wilhelm III. von England wurde. Constantijn lebte meist in London, wo Christiaan ihn besuchte und dabei auch persönlich in Kontakt kam mit Newton und mit Boyle.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.passagenproject.com/">Maria Trepp</a></p>
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		</item>
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		<title>Christiaan Huygens in der unvollendeten Vergangenheit</title>
		<link>http://passagenproject.com/blog9/2011/01/10/christiaan-huygens-in-der-unvollendeten-vergangenheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 10:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Trepp</dc:creator>
				<category><![CDATA[astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[christiaan huygens]]></category>
		<category><![CDATA[cosmotheoros]]></category>
		<category><![CDATA[vincent icke]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Interesse für Christiaan Huygens, den niederländischen Naturwissenschaftler und Astronomen des 17. Jahrhunderts, wurde durch die Publikationen des Leidener Astrophysikers/Kosmologen Vincent Icke geweckt. Als deutsche Germanistin in den Niederlanden habe ich 2001 meinen Abschluss an der Universität Leiden erhalten mit einer Arbeit über Brecht und Dürrenmatt, und über deren Dramen und Essays über Galilei, Einstein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; line-height: normal;"><span style="font-size: 14.0pt; font-family: &amp;amp;" lang="DE"><br />
Mein Interesse für Christiaan Huygens, den niederländischen Naturwissenschaftler und Astronomen des 17. Jahrhunderts, wurde durch die Publikationen des Leidener Astrophysikers/Kosmologen <a href="http://www.strw.leidenuniv.nl/~icke/">Vincent Icke</a> geweckt.<br />
Als deutsche Germanistin in den Niederlanden habe ich 2001 meinen Abschluss an der Universität Leiden erhalten mit einer A<a href="http://www.passagenproject.com/scriptie2.html">rbeit über Brecht und Dürrenmatt</a>, und über deren Dramen und Essays über Galilei, Einstein und die moderne Naturwissenschaft. Während ich an meiner Abschlussarbeit schrieb, erschienen jeden Monat Zeitungskolumnen von Vincent Icke, die sich mit den für mich relevanten Themen wie Wissenschaft und Gesellschaft; Geschichte der Naturwissenschaft; Galilei, Einstein usw. auseinandersetzten. Icke schrieb auch über Christiaan Huygens, und ich stellte fest, dass es nicht viel Material gab, das die Arbeit dieses wichtigen niederländischen Wissenschaftlers behandelt. Später (2005, 2009) hat Vincent Icke selbst zwei kleine Bücher über Huygens verfasst, mit viel anschaulichem, illustrativen Material. Auch beschäftigte Icke sich ausführlich mit dem letzten Text, den Huygens fertigstellte, dem „Cosmotheoros“ (1698, posthum), einem Text, der, wie ich bald sah, faszinierendes Material nicht nur für Naturwissenschaftler enthält, sondern auch für Literaturwissenschaftler, und ebenso auch für Laien; mit anderen Worten, für ein sehr breites Publikum. Die Astronomie und Raumfahrt befinden sich in einer starken Entwicklung, und das Interesse des Öffentlichkeit an neuen Ergebnissen ist groß. Es ist faszinierend, die aktuellen Erkenntnisse über Struktur der Planeten, des Sonnensystems und die Diskussion über Leben auf anderen Planeten zu vergleichen mit den Einsichten, Visionen und Phantasien von Christiaan Huygens, die nicht nur da fesseln, wo er visionär Dinge korrekt vorhergesagt hat, sondern auch in den Punkten, wo er sich täuschte und man heute mehr weiß.<br />
Icke wirbt um ein breites Verständnis für die Naturwissenschaften in der Öffentlichkeit, und hat sich mit großem Einsatz und Erfolg darum bemüht, Christiaan Huygens in den Niederlanden bekannter zu machen.</span></p>
<p>Mit Kolumnen, Büchern, Interviews und einem leicht ironischen Wettbewerb zum Thema „Wer ist der größte Physiker  aller Zeiten?“ (Huygens kam mit durch den Einsatz Ickes auf Platz 2 nach Einstein) gelang es Icke, beim großen Publikum und auch bei mir Interesse zu wecken für die Bedeutung des relativ unbekannten Christiaan Huygens, der für Icke der größte Physiker ist.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 200px"><a href="http://www.passagenproject.com"><img title="Christiaan Huygens" src="http://www.passagenproject.com/christiaan_huygens.jpg" alt="Christiaan Huygens" width="190" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Christiaan Huygens</p></div>
<p>Christiaan Huygens (1629 &#8211; 1695) war einer der wichtigsten Begründer der modernen Physik, die zum Ende des sechzehnten und Beginn des siebzehnten Jahrhunderts entstand. Er ist der Begründer der Wellentheorie des <a title="Licht" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Licht">Lichts</a>, formulierte ein Relativitätsprinzip, untersuchte den elastischen Stoß, beschrieb die Zentrifugalkraft und konstruierte die ersten <a title="Pendeluhr" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pendeluhr">Pendeluhren</a>. Mit von ihm verbesserten Teleskopen gelangen ihm wichtige astronomische Entdeckungen, so zum Beispiel die Entdeckung des größten Mondes van Saturn, Titan. Auch erklärter er als erster korrekt den Ring um Saturn.Ich gebe hier Vincent Icke das Wort in der Angelegenheit Christiaan Huygens:</p>
<blockquote><p>„Physik ist meine Passion, und in der Physik ist Christiaan Huygens mein Held. Newton war ein größerer Mathematiker, aber er griff nach mathematischen Axiomen anstatt nach physikalischen Prinzipien. Einstein war ein größerer Physiker, aber er brauchte nicht mehr zu entdecken, dass die Mathematik in das Zaumzeug der Natur gebracht werden muss, anstatt umgekehrt.“„Huygens war in alle Richtungen engagiert, aber publizierte beinahe nichts. Zu seiner Ehre und zu seinem Andenken erzähle ich über seine Beobachtungen: das Herstellen der Instrumente und das Schleifen der Teleskoplinsen, das nächtelange Spähen nach Nebeln und Planeten. Ich erzähle auch von seinem Engagement in der Kunst, oder jedenfalls der angewandten Kunst, im Dienste der Erklärung. Ich erzähle über Huygens als den Grundleger der klassischen Mechanik, der ersten echten Relativitätstheorie der Welt; von Huygens, einem großen Baumeister der modernen Physik. Und schließlich erzähle ich von der heutigen Physik, dem Erbe von Huygens.“</p></blockquote>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="www.passagenproject.com"><img title="Christiaan Huygens Cosmotheoros Titelseite" src="http://www.passagenproject.com/cosmotheoros_titel.jpg" alt="Christiaan Huygens Cosmotheoros Titelseite" width="400" height="519" /></a><p class="wp-caption-text">Christiaan Huygens Cosmotheoros Titelseite</p></div>
<p>Icke schrieb ausführlich über den <em>Cosmotheoros,</em> eine literarische Phantasie, in der Christiaan Huygens das wissenschaftliche Weltbild seiner Zeit anschaulich macht, indem er seinen Bruder auf eine Reise zu den Tiefen unseres Sonnensystems mitnimmt. Es ist eine Reise voll treffender Bemerkungen über Physik und Astronomie und voll scharfer Bemerkungen über die Nichtigkeit und die Irrwege des Menschen. Der detaillierte Inhalt und das Funktionieren des damals bekannten Weltalls werden als ein <em>Science Fiction</em> wiedergegeben. Huygens verwendet seine literarische Phantasie, um ein physikalisch und astronomisch lebensechtes Bild des Sonnensystems wiederzugeben. Auch die Menschengesellschaft, die durch Krieg und Religionsstreit gegeißelt wurde, hat ihren Platz in Huygens‘ Reflexionen.</p>
<p>Fortsetzung folgt auf diesem Blog.</p>
<p>Wer neugierig ist kann <a href="http://www.passagenproject.com/christiaan-huygens-cosmotheoros.html">HIER mehr lesen über Christiaan Huygens und seinen Cosmotheoros</a></p>
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