Das Museum Boijmans in Rotterdam geht der Frage nach, wie sich das Genie von Jan van Eyck entwickelt hat im Kontext der flämischen mittelalterlichen Kunst.
Jan van Eyck war ein flämischer Maler des Spätmittelalters und gilt als der wichtigste Vertreter der altniederländischen Malerei. Er ist berühmt für seine vollendete Technik und seinen Sinn für Naturalismus. Die Ausstellung „De weg naar Van Eyck“ ist noch bis zum 13. Februar 2013 in Rotterdam zu sehen.
Ein Katalog der Werke, die in Rotterdam zu besichtigen sind, ist hier zu finden.
Jan van Eyck, Drei Marien am Grab
Jan van Eyck, Dresden Triptychon
Jan van Eyck, Madonna in der Kirche
Jan van Eyck, Madonna mit dem lesenden KInd
Jan van Eyck, Madonna am Springbrunnen
Jan van Eyck, Verkuendigung
Die Bilder- und Formensprache der „Bilder der heiteren, vergänglichen Welt“ der Erzeugnisse des japanischen Kunsthandwerks wie Töpfer-, Metall-, Lack- und Bambusarbeiten wurden im 19. Jahrhundert eine Quelle der Inspiration für den Impressionismus, die Art Nouveau, den Jugendstil, die Wiener Secession und auch viele Künstler des Expressionismus.

Claude Monet, Madame Monet im roten Kimono, 1876
Viele von van Goghs Gemälden imitieren japanische Holzschnitte (Ukiyo-e) in Stil und Motiv. Van Gogh malte das Bild Die Kurtisane (Van Gogh Museum Amsterdam) im Jahr 1887 nach einem Ukiyo-e von Kesai Eisen auf der Titelseite der Zeitschrift Paris Illustré, Le Japon.


Georg Hendrik Breitner, befreundet mit Vincent van Gogh, malte in dieser Periode (1883-99) eine Serie mit Mädchen im Kimono.

Georg Breitner

Georg Breitner
Im Museum Boijmans in Rotterdam hängt ein besonderes Gemälde von Breitner mit einem Mädchen in blauem Kimono, das einen Ohrring befestigt. Das Mädchen schaut in einen Spiegel.

Im Park des Museum Boijmans in Rotterdam ist eine Installation mit Spiegelkugeln von Maria Roosen zu sehen:



Und hier noch eine andere Vanriante von Spiegelkugeln (von der Warande Tilburg 2009) “Blackberry Braamboot” von Maria Roosen:

Maria Roosen, Blackberry braamboot (Stardust/warande Tilburg)
Ich liebe Schatten, Schatten-Spiele, Farben, Seifenblasen, Kunstwerke aus Abfall, und Kunst, die Zuschauer einlädt, ein Teil vom Kunstwerk zu werden.
Die faszinierendste Installation in der Ausstellung ”Elixir: Der Video-organismus von Pipilotti Rist ‘ im Museum Boijmans , einem Gesamtkunstwerk von neun Rauminstallationen der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist, ist darum für mich “Apple Tree Innocent Diamond Hill ‘ , 2003, eine Projektion auf Vorhängen, mit einem großen Ast eines Baumes, plus farblosen transparenten Verpackungsmaterialen.

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp
Die Objekte hängen an einem großen Ast im Raum. Sie bilden eine vielschichtige Oberfläche für Lichtprojektionen und bewegte Bilder und werfen ihre Schatten auf den Vorhang dahinter.

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp
“Es ist wichtig, dass man seinen Schatten mag, denn der Schatten ist das Wichtigste“, sagt Pipilotti in einem der kleinen Videos in der Ausstellung, wo sie selbst spricht. Sie ist Schweizerin und zitiert deutlich C.G. Jung, den Schweizer Psychologen des Schattens.
Doch ist die Ausstellung als Ganzes keine Hommage an den Schatten, sondern eher eine Hommage an eine Trance, die der Realität entflieht, und so die Wirklichkeit mit ihren drohenden Schatten beinahe leugnet.
Der Raumplan der Ausstellung erinnert an ein Lebewesen mit einem Magen, Herz und Lunge. Wie ein Video-Organismus ist diese Ausstellung aus dem Oeuvre Rists gewachsen.
Mit einem festen Team macht Pipilotti Rist seit Ende der 90er große Installationen. Video-, Audio-und Raumerlebnis spielen dabei eine gleichberechtigte Rolle. Einige der Installationen in Elixir wurden bereits in einer anderen Form für einen anderem Ort gemacht. So füllte “A la belle étoile“ im Jahr 2007 den riesigen Platz vor dem Centre Pompidou in Paris und wurde “Homo sapiens sapiens” für die Gewölbe der Kirche San Stae in Venedig im Jahr 2005 gemacht. Mit Installationen wie diesen gibt Pipilotti Rist den bestehenden Formen und dem Charakter der Architektur neue Energie. Rist schafft Welten, die frei und paradiesisch sind, aber auch melancholisch und hier und da gesellschaftskritisch.
In Elixir wurden die neuesten Installationen zum ersten Mal in einem großen Überblick zusammengebracht.
In einem der monumentalen Treppenhäuser des Museums ist außerdem jetzt eine permanente Video-Installation zu sehen, „Let Your Hair Down“
maria trepp
Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama macht raumfüllende (Spiegel-) Installationen, in die der Betrachter vollständig eintaucht.
Bis zum 19. Oktober 2008 hat man die Gelegenheit, um im Museum Boijmans in Rotterdam die Ausstellung “Mirrored years” zu sehen, wo sich alles um sinnliche Erfahrung und visuelle Wahrnehmung dreht.

Ein großes, konsistentes, überzeugendes und sehr ansprechendes Oeuvre. Man könnte es glatt und oberflächlich finden, wenn es auch nicht so überwältigend wäre.
Faszinierend sind die beiden geschlossenen Spiegelräume: “Infinity mirror rooms”.
Der eine: “Fireflies on the Water” (2000) mit Tausenden von farbigen Lichtern ….
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Und der andere: “Phalli ‘s Field” (1965/1998) mit phallusartigen Stoffwülsten, die Kusama auch in anderen ihrer Werke verwendet.

(Nachtrag: Phalli ‘s Field ist inzwischen eine feste Installation im Museum Boijmans geworden)
maria trepp