Das Gemälde Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen in Paris, im Kröller-Müller Museum, erwies sich doch als Gemälde von Vincent van Gogh.
Forscher haben eine Malerei, die vor fast zehn Jahren als Arbeit von Vincent van Gogh abgeschrieben wurde, ihm jetzt aber doch endgültig zugeschrieben. Es ist ein Stillleben von einem Blumenstrauß, das im Kröller-Müller Museum hängt.

Van Gogh malte dieses Werk, „Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen“ in Paris, als er bei seinem Bruder wohnte. Gemälde aus dieser Zeit sind schwerer als der Rest von Van Goghs Werk zu einzuschätzen, weil der Maler nicht in Briefen an seinen Bruder von den Bildern schrieb. Im Jahr 2003 wurde festgestellt, dass das Bild nicht von Van Gogh gemalt wurde, sondern von einem unbekannten Künstler.
Entdeckung durch neue Röntgen-Techniken
Mit neuen Röntgen-Techniken wurde nun entdeckt, welche andere Arbeit Van Gogh erst unter diesem Stillleben angebracht hatte. Von der Malerei von einem Paar Ringern war aus einem Brief bekannt, dass Van Gogh diese gemacht hatte. Nur die Malerei fehlte, aber die ist nun gefunden worden. Es gebe “keinen Zweifel”, dass Van Gogh beide Werke gemalt hat, beteuert das Museum.
Nach Ansicht der Wissenschaftler von der TU Delft, dem Deutschem Elektronen-Synchrotron, der Universität Antwerpen, dem Van Gogh Museum und dem Kröller-Müller Museum wird nun erklärt, warum das Tuch ungewöhnlich groß ist für Van Goghs Oevre. Dies schreibt Nachrichtenagentur Novum. Ein Lehrer an der Akademie, wo der Maler zur Zeit der ersten Arbeit studierte, soll auf dem großen Format bestanden haben.
Ab morgen hängt diese Malerei, wo sie hingehört, bei anderen Werken von Van Gogh
Die Untersuchungsresultate werden noch publiziert im Artikel ‘Rehabilitation of a flower still life in the Kröller-Müller Museum and a lost Antwerp painting by Van Gogh‘.
Das Bild selbst erhält ab morgen einen prominenten Platz unter den anderen Werken von Van Gogh im Kröller-Müller Museum, das das Gemälde seit 1974 in der Sammlung hat.
Am 24. Februar wird im Van Gogh Museum in Amsterdam die Ausstellung Dreams of nature. Symbolisme van Van Gogh tot Kandinsky eröffnet.
Der Symbolismus ist in den letzten Jahren wieder aktuell.
Diese Kunstrichtung entstand am Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den Impressionismus und als Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung und den Materialismus in Europa. Künstler wollten Träume und Visionen darstellen statt der sichtbaren Wirklichkeit. Ihre Werke waren Resultat einer Sehnsucht nach Schönheit und ästhetischer Raffinesse, nach geistigem Adel, Spiritualität, Mythologie und Abstraktion.
Der Symbolismus vereinte eine kleine Gruppe von Künstlern, die Theorien aufstellten, und von der Einheit der Künste träumten.
Eine Reihe von Werken von Vincent van Gogh kann als symbolistisch eingeordnet werden, insbesondere die Werke, die im Kontakt mit dem symbolistischen Träumer Gauguin geschaffen wurden. Aber auch die Tatsache, dass Van Gogh stark von Ideen beeinflusst war, und sich lange mit einem bestimmten Thema beschäftigte, bevor er ein Bild machte, rückt ihn in die Nähe anderer Symbolisten. Seine Bilder enthalten tiefere Bedeutung, verborgene Symbolik und Verweise auf Literatur und Musik.
Hier ein paar Beispiele von symbolistischen Themen in Gemälden von Vincent van Gogh:
Natur und Suggestion: die Landschaften der Symbolisten sind mehr als eine getreue Darstellung der Realität, sie sind ein Spiegelbild der Gefühle, die die Natur bei dem Künstler evoziert. Hier “Weiden bei Sonnenuntergang”: beachten Sie vor allem die Strahlen der Sonne.

Träume und Visionen: Einige Symbolisten malten Träume und Visionen, die Welt hinter der beobachtbaren Realität. Hier Van Goghs “Erinnering an den Garten in Etten” Arles, 1888.

Die Stadt als geheimnisvolle Traumlandschaft: Caféterrasse bei Nacht

Der Kosmos: Van Gogh zeigte in seinen Landschaften seine Ideen über die natürlichen Kräfte, die kosmische Energie und die Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der Natur.

Vincent van Gogh, Sterrennacht, 1889
(Hier eine phantastischer interactiver Video Starry Night)

Vincent van Gogh, Sterrennacht over de Rhone
Maria Trepp www.passagenproject.com


James Ensor (siehe die Ausstellung im Gemeentemuseum Den Haag) bewahrte in seinem Atelier Totenschädel und Masken, die ab 1888 regelmäßig in seinem Werk vorkommen.
In Ensors Werk hat der Schädel eine morbide, ironische und fantastische Konnotation und kommt auch häufig als Selbstporträt vor. Der Schädel ist anscheinend die „Ich“-Form der Maske bei Ensor.

Mir gefällt es, wenn der Tod ein Teil des Lebens ist, und die Toten sich fröhlich unter die Lebenden begeben.
Hier ein ähnliches früheres Selbstporträt von Vincent van Gogh:

Vincent van Gogh, 1885
Bei Vincent van Gogh ist das Skelett eine ironische Mischung von Stillleben und Selbstporträt.
Übersetzung Niederländisch- Deutsch,
Führungen in Leiden und Den Haag
.
Kein anderer Maler hat den Frühling so bezaubernd geschildert wie Vincent van Gogh.


Vincent van Gogh, Blühender Pfirsichbaum, 1888

Vincent van Gogh, Mandelblüte, 1890

Vincent van Gogh,
Birnbaum

Albrecht Dürer, Florentine Iris, 1503

Claude Monet, Fields with irises, 1887

Vincent van Gogh, Irissen, 1889

Vincent van Gogh, Irissen, 1890

Emil Nolde, Iris, 1916

Karl Schmidt-Rottluff, Schwertlilien, 1925
De iris is een geliefd Jugendstil-motief afkomstig van Japanse prenten en voorwerpen.
Hier eerst vorbeelden van Japanse irissen:
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Courtisane met iris; courtisan with irises 1861

Hokusai, IJsvogel met Shaga iris; kingfisher with shaga iris

Utagawa Hiroshige, Iris

Irissen Hokusai
Hier enkele kimono’s met iris:

kimono_kersenbloesem/ cherry bloem and iris

Kimono with river and iris

Silk kimono with beautiful iris
…en hier Jugendstilvasen met irisen:

Gele iris vaas Jugenstil

Iris Paradijsvogel Jugenstil bord

Iris paradijsvogel vaas

Iris vaas Jugendstil

Iris theescherm Tiffany

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1886, te zien in het Gemeentemuseum Den Haag

Vincent van Gogh, Zelfportret met filt hoed, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret met strohoed, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret met strohoed, 1887 (Parijs)

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1888

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1888, voor Gauguin

Vincent van Gogh zelfportret met verbonden oor, jan 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, aug 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, sep 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, sep 1889
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Die Bilder- und Formensprache der „Bilder der heiteren, vergänglichen Welt“ der Erzeugnisse des japanischen Kunsthandwerks wie Töpfer-, Metall-, Lack- und Bambusarbeiten wurden im 19. Jahrhundert eine Quelle der Inspiration für den Impressionismus, die Art Nouveau, den Jugendstil, die Wiener Secession und auch viele Künstler des Expressionismus.

Claude Monet, Madame Monet im roten Kimono, 1876
Viele von van Goghs Gemälden imitieren japanische Holzschnitte (Ukiyo-e) in Stil und Motiv. Van Gogh malte das Bild Die Kurtisane (Van Gogh Museum Amsterdam) im Jahr 1887 nach einem Ukiyo-e von Kesai Eisen auf der Titelseite der Zeitschrift Paris Illustré, Le Japon.


Georg Hendrik Breitner, befreundet mit Vincent van Gogh, malte in dieser Periode (1883-99) eine Serie mit Mädchen im Kimono.

Georg Breitner

Georg Breitner
Im Museum Boijmans in Rotterdam hängt ein besonderes Gemälde von Breitner mit einem Mädchen in blauem Kimono, das einen Ohrring befestigt. Das Mädchen schaut in einen Spiegel.


Auf dem stillen Friedhof Groenesteeg in Leiden liegt Anna van Gogh-Carbentus begraben, die Mutter von Vincent van Gogh.
Dieses Porträt von seiner Mutter machte Vincent van Gogh nach einem Foto, in Arles 1888.

Für die künstlerische Entwicklung von Vincent van Gogh war die Begegnung mit dem japanischen Farbholzschnitt entscheidend. Er legte eine Sammlung von Farbholzschnitten an und übertrug auch einige Motive in Ölgemälde. Van Gogh machte zwei fast exakte Kopien in Öl von zwei späten Holzdrucken von Utagawa Hiroshige.

Vincent van Gogh Der blühende Pflaumenbaum nach Hiroshige (1887)

Utagawa Hiroshige, De pruimenboomgaard bij Kameido, 1857
Van Gogh wählte andere Farben als Hiroshige und fügte auch die Buchstaben zu, die er aus einem anderen Holzschnitt übernahm.

Von Hiroshiges “Unerwarteter Regen auf der großen Brücke bei Atake“(1857)
machte Van Gogh seine eigenes Gemälde:

“Brücke im Regen nach Hiroshige “1887.
Van Gogh umrahmte die Abbildung mit einem dekorativen Rand und fügte auch hier selbst japanische Schriftzeichen zu.
„Die japanische Kunst ist so etwas wie die Primitiven, wie die Griechen, wie unsere alten Holländer, Rembrandt, Potter, Hals, Vermeer, Van Ostade, Ruisdael. Das kennt kein Ende. “
Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Arles, 15. Juli 1888
Van Gogh machte sich die Gestaltungsprinzipien der japanischen Holzschnitte zu eigen: das Fehlen von Schatten, „flache“ Farbflächen, die mit dünnen Linien umrandet sind, ungewöhnliche Perspektiven, und winzig dargestellte Personen in einer Landschaft (wie hier oben auf der Brücke).
Im Van Gogh Museum in Amsterdam wird die Ausstellung „Van Gogh und die Farben der Nacht“ gezeigt.
“Die Farben der Nacht” sind bei Van Gogh vor allem die Farben der Dämmerung und des Sonnenuntergangs, der Mond oder Vollmond ist nicht auf vielen Gemälden zu sehen.
Das wichtigste Vollmond-Gemälde Van Goghs kommt aus dem Kröller-Müller Museum, „Geschlossenes Feld mit Garben und aufgehendem Mond“, 1889:

Dieses Gemälde machte Van Gogh in der psychiatrischen Klinik in Saint-Remy.
Die Weizenfeld konnte er aus seinem Schlafzimmer sehen.
Das Mondlicht wird durch kleine, weiße (ursprünglich rosa) Pinselstriche in Luft und Landschaft angedeutet.
Van Gogh war nicht mit diesem Gemälde zufrieden.
Er nannte es zusammen mit der berühmten “Sternenacht” (siehe unten) in einem Brief.
Er fand selbst, dass er in beiden Gemälden die Komposition übertrieben habe, und dass beide Gemälde alten Holzschnitten glichen.
Die Mondnächte bei Van Gogh sind sehr ausdrucksstark, und auch symbolistisch: in seinen Landschaften zeigte er Vorstellungen von Kräften der Natur, kosmischer Energie, und der Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der Natur.
Auch im Gemälde „Weißes Haus bei Nacht“ ( 1890) ist ein kleiner, aber voll und leuchtender “Mond” zu sehen- wahrscheinlich nicht der Mond, sondern die Venus.

Öfter als den Vollmond hat Van Gogh den zu- und abnehmenden Mond gemalt (siehe hier)
Den abnehmenden Mond hat er in seiner Sternennacht gemalt, auch im Jahr 1889 in Saint-Rémy.
Die Sterne und der abnehmende Mondsichel in einem Rhythmus von Licht und Bewegung hinter den Zypressen und der Stadt.

Interactiver Video Starry Night