Kunst und Kultur in den Niederlanden

Maria Trepp

Der (Voll)mond bei Vincent van Gogh

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Im Van Gogh Museum in Amsterdam wird die Ausstellung  „Van Gogh und die Farben der Nacht“ gezeigt.

“Die Farben der Nacht” sind bei Van Gogh vor allem die Farben der Dämmerung und des Sonnenuntergangs, der Mond oder Vollmond ist nicht auf vielen Gemälden zu sehen.

Das wichtigste  Vollmond-Gemälde Van Goghs kommt aus dem Kröller-Müller Museum,  „Geschlossenes Feld mit Garben und aufgehendem Mond“, 1889:

 

Dieses Gemälde machte Van Gogh in der psychiatrischen Klinik in Saint-Remy.

Die Weizenfeld konnte er aus seinem Schlafzimmer sehen.

Das Mondlicht wird durch kleine, weiße (ursprünglich rosa) Pinselstriche in Luft und Landschaft angedeutet.

Van Gogh war nicht mit diesem Gemälde zufrieden.

Er nannte es zusammen mit der berühmten “Sternenacht” (siehe unten) in einem Brief.

Er fand selbst, dass er in beiden Gemälden die Komposition übertrieben habe, und dass beide Gemälde alten Holzschnitten glichen.

Die Mondnächte bei Van Gogh sind sehr ausdrucksstark, und auch symbolistisch: in seinen Landschaften zeigte er Vorstellungen von Kräften der Natur, kosmischer Energie, und der Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der Natur.

Auch im Gemälde  „Weißes Haus bei Nacht“ (  1890) ist ein kleiner, aber voll und leuchtender “Mond” zu sehen- wahrscheinlich nicht der Mond, sondern die Venus.


Öfter als den Vollmond hat Van Gogh den zu- und abnehmenden Mond gemalt (siehe hier)

Den abnehmenden Mond hat er in seiner Sternennacht gemalt, auch im Jahr 1889 in Saint-Rémy.

Die Sterne und der abnehmende Mondsichel in einem Rhythmus von Licht und Bewegung hinter den Zypressen und der Stadt.

Interactiver Video Starry Night


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