Im Gemeentemuseum in Den Haag noch bis zum 20. Mai eine Ausstellung über Gustave Caillebotte (1848-1894)
Während des Amsterdam Light Festivals ( bis zum 20. Januari 2013) werden besondere Lichtskulpturen gezeigt.
Hier OVO, eine sieben Meter hohe Konstruktion in der Form eines Eis mit Lampen, auf einem Ponton in der Amstel bei der Hermitage. Man kann das Kunstwerk auch von innen besichtigen.
Das Licht wechselt ständig, und durch die Wärme der Lampen entsteht Nebel.
Über der Amstel beim Stadhuis (Waterlooplein) schwebt Janet Echelmans monumentale Installation “1.26”. Der Name erinnert an das Erdbeben in Chile 2012 und wurde gemacht nach dem Modells des damaligen Tsunamis. „1.26“ spielt auf die Tatsache an, dass der Tag durch dieses Beben um schätzungsweise 1,26 Mikrosekunden kürzer geworden ist, durch die Neuverteilung der Erdmasse. Im metaphorischen Sinne geht es um die Verbundenheit aller Phänomene miteinander: Raum und Zeit, Wissenschaft und Kunst.
Ab nächster Woche werden noch mehr Lichtkunstwerke zu sehen sein, ich werde hier Fotos zeigen.
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Jeder darf alle meine Fotos auf seiner Website verwenden, dabei aber bitte meinen Namen Maria Trepp nennen und an meine Website www.passagenproject.com linken.
Tutanchamun, sein Grab und seine Schätze
Vor neunzig Jahren, im November 1922, entdeckte der britische Archäologe Howard Carter die unberührte Grabstätte des ägyptischen Pharaos Tutanchamun. Das Grab im Tal der Könige war etwa 3300 Jahre alt.
Tutanchamun fasziniert- seine goldene Maske ist eines der berühmtesten Bilder der Geschichte.
Die ursprünglichen historischen Artefakte sind im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt, und sind zu fragil für Transport. Eine Ausstellung von Repliken öffnet darum nun vielen Menschen das berühmte Grab.
Die Ausstellung in Amsterdam zeigt eine einzigartige Reproduktion der Grabeskammer. Die schönsten Schätze sind in Form von hochwertigen Repliken ausgestellt.
Die Ausstellung umfasst mehr als 1.000 Objekte, Schmuck, Amulette, Kisten, Stühle, Waffen, einen sensationellen Wagen aus Gold, große goldene Schreine und natürlich die berühmte Totenmaske. Die kulturelle und religiöse Welt der damaligen Zeit, Bestattungsriten, Mythologie, Dynastien und Hieroglyphenschrift werden mit Multimedia-Präsentationen dargestellt.
Siehe auch: Die Madragora bei Tutanchamun
Jan van Eyck war ein flämischer Maler des Spätmittelalters und gilt als der wichtigste Vertreter der altniederländischen Malerei. Er ist berühmt für seine vollendete Technik und seinen Sinn für Naturalismus. Die Ausstellung „De weg naar Van Eyck“ ist noch bis zum 13. Februar 2013 in Rotterdam zu sehen.
Ein Katalog der Werke, die in Rotterdam zu besichtigen sind, ist hier zu finden.
Jan van Eyck, Drei Marien am Grab
Jan van Eyck, Dresden Triptychon
Jan van Eyck, Madonna in der Kirche
Jan van Eyck, Madonna mit dem lesenden KInd
Jan van Eyck, Madonna am Springbrunnen
Jan van Eyck, Verkuendigung
Sowohl in den Niederlanden (Teylers Museum in Haarlem) als auch im Frankfurter Städel sind im Moment die anmutigen Zeichnungen von Raffael zu bewundern.
Hier eine Auswahl meiner Favoriten (übrigens nicht unbedingt in den Ausstellungen zu sehen…)
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Auguste Rodin (1840-1917), ein Superstar des Fin de siècle, gilt als ein bedeutender Wegbereiter der Moderne.
„Eine Handvoll erotischer Zeichnungen, die 1906 in Weimar ausgestellt wurden, führte sogar zum Rücktritt des damaligen Direktors des großherzoglichen Museums in Weimar, Harry Graf Kessler. Dieser Teil seines Schaffens ist weit weniger bekannt als sein bildnerisches Werk.“ (Wikipedia)
Diese erotischen Zeichnungen aus der Sammlung des Musée Rodin in Paris, sind bis zum 13-1-2013 im im Singermuseum in Laren in den Niederlanden zu sehen.
Rodins Hauptthema war der menschliche Körper.
Rodin machte Skulpturen von sehr unterschiedlichen menschlichen Figuren. Rodins Körper sind immer sinnlich und oft erotisch.
Die 74 virtuosen, aber flüchtigen Zeichnungen sind im Museum mit Skulpturen in Gips, Bronze und Marmor kombiniert.
Ab 1890 zeichnete Rodin fast jeden Tag Aktmodelle, Frauen, die er in der Welt des Varietés und Zirkus fand. Er zeichnete und aquarellierte mit großer Leichtigkeit und Fertigkeit.
Aus kunsthistorischer Sicht waren seine Zeichnungen sehr innovativ. Rodin zeichnete während die Modelle sich bewegten. Rodin folgte ihnen mit dem Blick und sah nicht auf Stift oder Papier.
Die Zeichnungen verstießen gegen die akademischen Dogmen und gegen klassische Maße. Rodin hatte einen großen Einfluss auf andere Künstler wie Klimt und Schiele, die ähnliche erotische Zeichnungen und Aquarelle machten.
Nach fast neun Jahren Umbau wurde in Amsterdam das Stedelijk Museum wiedereröffnet, im April 2013 soll die zehnjährige Restaurierung des Rijksmuseums abgeschlossen sein, berichtet (Link) Christian Schlösser (NZZ).
Zum Neubau des Stedelijk Museum siehe auch Die Welt, Hans-Joachim Müller “Panne Wanne”
Bis zum 13. Januar 2013 zeigt die Hermitage Amsterdam in der Ausstellung Impressionisme: sensatie en inspiratie berühmte Impressionisten aus der umfangreichen Sammlung der Staatlichen Eremitage St. Petersburg. Meisterwerke von Pionieren wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Camille Pissarro werden zusammen mit Arbeiten anderer einflussreicher französischer Maler der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gezeigt, wie zum Beispiel Eugène Delacroix und Jean-Léon Gérôme. Der Kontrast zwischen den verschiedenen Kunstrichtungen ist ein wichtiger Aspekt der Ausstellung. So wird die “Sensation” des Impressionismus sichtbar und konkret, einer Bewegung, die eine neue Ära begründete.
Der Impressionismus erhielt seinen Namen von Monets Gemälde Impression, soleil levant aus dem Jahre 1872. Der Kunstkritiker Louis Leroy leitete aus dem Gemälde Impression — soleil levant (Impression — Sonnenaufgang) von Claude Monet die geringschätzig gemeinte Bezeichnung ab. Das Werk Monets wurde 1874 in der ersten gemeinsamen Ausstellung der Gruppe gezeigt.

Dieses Gemälde ist in Amsterdam nicht zu sehen, dagegen wird Monets Dame au jardin/ Dame im Garten, 1867 gezeigt, eine Studie von Sommersonnenlicht, Farben und Schatten.

Die Impressionisten zeigen, dass sich die farbige Erscheinung eines Gegenstandes je nach Umgebung und Beleuchtung, Tages-und Jahreszeit verändert, und dass Schatten durch ihre Umgebung bestimmt sind und verschiedenartige Farbtöne annehmen können.
Die Impressionisten malten flüchtige Eindrücke, und drückten die reine Freude am Malen aus, nicht eine heroische Idee. Der subjektive Eindruck und das Hier-und-Jetzt der Empfindung des Augenblicks werden hervorgehoben. Der Impressionismus versteht sich als eine Reaktion auf den starren Klassizismus des Pariser Salons. Man brach mit vielen Regeln, die durch die Kunstakademien, so wie die École des Beaux-Arts gelehrt wurden. Die Farbe wurde jetzt zum wichtigsten Gestaltungsmittel. Die Impressionisten arbeiteten mit lebendigen Farben, im Freien, in immer wieder anderem Licht. Sie brachen mit der starren Welt der etablierten Kunst, und deren mythologischen, historischen oder religiösen Themen. Die Themen und Motive der Impressionisten sind zugänglich. Sie malen Stadtbilder und Landschaften und Aspekte des täglichen bürgerlichen Lebens: die Cafés und Boulevards, Ausflüge an die Küste, und informelle Ruderfahrten außerhalb der Stadt. Dieser Bruch in Stil, Technik und Thematik erwies sich als sehr inspirierend für viele Künstler. Es ergab sich eine neue Sicht der Wirklichkeit, eine neue Schönheit, eine neue Ära.
Die erste Gruppenausstellung der Impressionisten fand ab dem 15. April 1874 im Atelier des Pariser Fotografen Nadar statt. In Amsterdam werden Werke gezeigt von Auguste Renoir, Camille Pissarro und Paul Cézanne, Teilnehmern dieser ersten Ausstellung.

Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), Portrait de Mlle Jeanne Samary, 1878
Die Ausstellung in Amsterdam zeigt die Impressionisten im Kontext, zwischen Vorgängern, Zeitgenossen und Nachfolgern, zwischen ihren Sympathisanten und Gegnern.
Ein Vorbild der Impressionisten war Eugène Delacroix (1789-1863), weil bei ihm Farbe und nicht die Linie das ausschlaggebende Gestaltungsmittel war.

Von Delacroix ist in Amsterdam eine Gemälde zu sehen, auf dem er seine Erinnerungen an eine Reise nach Marokko wiedergibt.
Im Rijksmuseum van Oudheden in Leiden ist eine wunderbare Ausstellung zu sehen über die Gärten der Pharaonen : Blumen, Pflanzen, Gewächse und Bäume der alten Ägypter.

Hier ein Schmuck aus stilisierten Mandragorafrüchten aus dem Grab von Djehuty, 1450 v.Chr.

Auch im Grab des Pharao Tutanchamun (ca. 1332 bis 1323 v. Chr., 18. Dynastie) wurden Darstellungen mit Mandragoras gefunden.

Auf dieser Abbildung (niet in der Ausstellung in Leiden zu sehen) bietet die Königin eine magische Mandragora an.
Diese Fotos habe ich kurz nach Sonnenuntergang gemacht mit ISO 3200





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Vom 6. April bis zum 8. Juli präsentiert das Siebold-Haus in Leiden die Ausstellung Japanische Fische von Hai bis Koi. Es wird gezeigt, wie der deutsche Arzt und Japan-Forscher Philipp Franz von Siebold zwischen 1823 und 1834 Fische in Japan sammelte.

karper koi karpfen foto: Maria Trepp
Hier mein Foto der japanischen Karpfen im Botanischen Garten in Leiden:
Als Japan im Jahr 1854 die Grenzen öffnete, geriet die westliche Kunstwelt in den Bann der japanischen Kunst.
Japan zeigte seine so gut wie unbekannte Kunst auf der Weltausstellung von 1862 in London und 1867 in Paris. Japanische Kunst und Gegenstände wie Kimonos, Fächer, Lackobjekte und Raumschirme waren der letzte Schrei.
Die stilisierten Motive in der grafischen Kunst beeinflussten den Stil vieler westlicher Künstler.
Tiffany und Jugendstil sind stark vom Japonismus des 19. Jahrhunderts durchdrungen.
Hier ein Karpfen auf einem japanischen Druck:

Utagawa Hiroshige, Karpfen
Und hier ein Tiffany-Glas-Karpfen:


Das Museum Lakenhal in Leiden zeigt eine Sammlung von Laterna-magica-Bildern: Geschichten, Gesichter und Landschaften; zusammen mit originalen Zauberlaternen.
Eine Zauberlaterne (Laterna Magica) ist ein Gerät, womit Bilder projiziert werden können. Es ist eigentlich eine Vorstufe des Dia-Projektors.
Christiaan Huygens hat im Jahr 1659 auf eine neue Weise eine Zauberlaterne mit Linsen und Spiegeln gebaut, so dass die Laterne viel besser funktionierte als die vorherigen Schatten-Versionen ohne Linse. Huygens selbst fand die Laterna magica ziemlich kindisch und hat ihr wenig Wert beigemessen. Doch hat er selbst auch ein paar Skizzen für Laterna magica- Bilder gemacht, vom Totentanz von Hans Holbein inspiriert (die Abbildungen hier stammen aus den Oeuvres complètes, diese Bilder werden nicht in der Lakenhal gezeigt!)

Laterna Magica Christiaan Huygens
Hier oben eine Skizze von einer Laterna magica von Christiaan Huygens, von links nach rechts: Hohlspiegel, Lampe, Glaslinse, durchsichtige Platte, Objektiv und Wand.

Laterna Magica Christiaan Huygens Zeichnungen nach Hans Holbein
Laterna magica Bilder von Christiaan Huygens: Totentanz nach Hans Holbein
Huygens selbst hatte eine einfache Bewegungs-Effekte erreicht, durch zwei Bilder schnell hintereinander zu zeigen: das von ihm gezeichnete Skelett, das auf dem nächsten Bild höflich den Kopf abnimmt, ist ein wahrer Klassiker geworden.
Hans Holbein wollte nicht nur veranschaulichen, dass der Tod kein Alter und keinen Stand verschont, sondern auch, wie der Tod mitten hereintritt in Alltag des Erdenlebens:

Hans Holbein Totentanz
Es war üblich, dass Laterna Magica Bilder nach der Vorlage von Drucken hergestellt wurden, zum Beispiel von Jan Luyken, Leonardo da Vinci, Jacques Callot und Pieter Bruegel- oder wie hier, Hans Holbein.
In der Lakenhalle werden Laterna Magica Bilder aus der Werkstatt Musschenbroek gezeigt , eine Sammlung der frühesten schön bemalten Laternenbilder der Welt; vor fast drei Jahrhunderten in Leiden in der Werkstatt der Instrumentenbauer-Familie Musschenbroek fabriziert. Die Bilder variieren von Landschaften über Handwerker, komische Zwerge und Affen zu grotesken Köpfen und ausländischen Comedia dell’Arte-Figuren.

Forscher haben eine Malerei, die vor fast zehn Jahren als Arbeit von Vincent van Gogh abgeschrieben wurde, ihm jetzt aber doch endgültig zugeschrieben. Es ist ein Stillleben von einem Blumenstrauß, das im Kröller-Müller Museum hängt.

Van Gogh malte dieses Werk, „Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen“ in Paris, als er bei seinem Bruder wohnte. Gemälde aus dieser Zeit sind schwerer als der Rest von Van Goghs Werk zu einzuschätzen, weil der Maler nicht in Briefen an seinen Bruder von den Bildern schrieb. Im Jahr 2003 wurde festgestellt, dass das Bild nicht von Van Gogh gemalt wurde, sondern von einem unbekannten Künstler.
Entdeckung durch neue Röntgen-Techniken
Mit neuen Röntgen-Techniken wurde nun entdeckt, welche andere Arbeit Van Gogh erst unter diesem Stillleben angebracht hatte. Von der Malerei von einem Paar Ringern war aus einem Brief bekannt, dass Van Gogh diese gemacht hatte. Nur die Malerei fehlte, aber die ist nun gefunden worden. Es gebe “keinen Zweifel”, dass Van Gogh beide Werke gemalt hat, beteuert das Museum.
Nach Ansicht der Wissenschaftler von der TU Delft, dem Deutschem Elektronen-Synchrotron, der Universität Antwerpen, dem Van Gogh Museum und dem Kröller-Müller Museum wird nun erklärt, warum das Tuch ungewöhnlich groß ist für Van Goghs Oevre. Dies schreibt Nachrichtenagentur Novum. Ein Lehrer an der Akademie, wo der Maler zur Zeit der ersten Arbeit studierte, soll auf dem großen Format bestanden haben.
Ab morgen hängt diese Malerei, wo sie hingehört, bei anderen Werken von Van Gogh
Die Untersuchungsresultate werden noch publiziert im Artikel ‘Rehabilitation of a flower still life in the Kröller-Müller Museum and a lost Antwerp painting by Van Gogh‘.
Das Bild selbst erhält ab morgen einen prominenten Platz unter den anderen Werken von Van Gogh im Kröller-Müller Museum, das das Gemälde seit 1974 in der Sammlung hat.
In diesem Frühjahr ist eine große Übersicht der Werke von Alexander Calder (1898-1976) in den Niederlanden zu sehen.
Alexander Calder
Die große Entdeckung
11. Februar 2012 – 28. Mai 2012
Weltberühmt wurde Calder mit seinen offenen Drahtskulpturen, seinem erstaunlichen Cirque Calder (1926-1931) und Mobiles, die sich durch Immaterialität und Bewegung auszeichnen. Dies machte ihn zu einem der wichtigsten Begründer der modernen Skulptur. In der Ausstellung steht der legendäre Besuch von Alexander Calder im Atelier von Piet Mondrian in Paris im Jahr 1930 zentral. Dieser Besuch stellte einen Wendepunkt in der Karriere Calders dar und öffnete seine Augen für die abstrakte Kunst.
Alexander Calder (1898 – 1976) wuchs in einer kreativen Familie auf, als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin. Als Kind bastelte er aus den unterschiedlichsten Materialien Tierfiguren, Schmuck und kleine Skulpturen. Doch machte er zunächst eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur und besuchte er erst im Jahr 1923 die Kunstakademie. Seine Leidenschaft für Bewegung setzt er mit Hilfe seines technischen Hintergrunds fort in seiner Kunst; alles, was er macht, bewegt. Diese Hinzufügung von Dynamik zu der bis dahin statischen Bildhaukunst macht ihn zu einem großen Erneuerer; nie mehr wird ein Bildhauer gesehen werden als ein Künstler, der nur mit Rohstoffen und Meißel arbeitet.
Im Jahr 1926 zog Calder nach Paris, wo er ein Atelier aufbaute an der 22 Rue Daguerre in Montparnasse. In Paris war er mit einigen Avantgarde-Künstlern befreundet, darunter Joan Miro, Jean Arp und Marcel Duchamp.
Er wurde mit seinem kompletten Zirkus berühmt, gemacht aus alltäglichen Materialien wie Draht, Holz, Leder, Kork und Stoffstücken.

Als ein frühes Beispiel für “Performance” Kunst improvisierte er Shows, die die Vorstellung eines echten Zirkus simulierten. Er konnte alle Figuren auf die richtige Weise bewegen lassen: Seiltänzer schaukeln, Hunde springen durch einen Reifen und der Elefant läuft auf den Hinterbeinen.
Er machte viele Zirkusartisten, von Schlangenmenschen bis zu Schwertschluckern und Löwenbändigern. Der Zirkus passt in Koffer, ist tragbar und machte es möglich, dass Calder auf beiden Seiten des Atlantiks auftrat.
Bald wurde sein Cirque Calder bei der Pariser Avantgarde populär.
Clips von Performances stehen auf Youtube und sind auch im Gemeentemuseum zu sehen.
Der Cirque Calder kann als Beginn von Calders Interesse an Draht-Skulptur und an kinetischer Kunst gesehen werden Er hatte ein scharfes Auge für die technische Balance der Skulpturen und wendete diese Kenntnis an, um kinetische Skulpturen zu entwickeln, denen Duchamp den ultimativen Spitznamen “mobiles” gab, ein Französisches Wortspiel, das sowohl “Mobile” und “Antriebfeder” bedeutet. Calder gestaltete schon einige der Charaktere im Zirkus für eine Nummer, bei der sie an einem Draht aufgehängt waren.
Nach seinem Besuch im Jahre 1930 bei Mondrian begann Calder mit Experimenten, um eine rein abstrakte Skulptur zu entwickeln. Diese Experimente führten zu seinen ersten kinetische Skulpturen , die durch Hebel und Flaschenzügen bewegt werden, und die ihn berühmt machten. Calders kinetische Skulpturen gelten als eine der ersten Manifestationen einer Kunst, die bewusst von der traditionellen Idee des Kunstwerks als einem statischen Objekt abwich.
Die Gemeinde Leiden und das Lakenhal Museum Leiden haben ein Gemälde von Rembrandt erworben, das früheste bekannte Gemälde des holländischen Meisters.
Das Lakenhal Museum, das städtische Kunstmuseum in Leiden, ist in der ehemaligen Tuchhalle aus dem Jahr 1640 untergebracht.
Rembrandt malte das Bild “Brillenverkäufer“ (1623-1624) im Alter von ungefähr 17 Jahren in seiner Heimatstadt Leiden, der Wiege der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.

Der „Brillenverkäufer“ zeigt bereits die unverkennbaren künstlerischen Merkmale, mit denen Rembrandt (Leiden, 15. Juli 1606 – Amsterdam, 4. Oktober 1669) später berühmt wurde: die Kontraste zwischen hell und dunkel, lockere Farbstriche und die lebensechten Köpfe der Hauptfiguren. Das Gemälde war ursprünglich Teil einer Serie von fünf kleinen Malereien mit dem Thema der fünf Sinne. Zwei der drei bewahrt gebliebenen Gemälde (“Fühlen” und “Hören”) befinden sich in einer Privatsammlung in New York. Das dritte Stück („Sehen“) bleibt nun als niederländisches Kulturerbe erhalten.
Das Thema der fünf Sinne spielte eine wichtige Rolle in der niederländischen Druckgrafik und Malerei. Die fünf Sinne wurden auf eine charakteristische, aber für uns nicht immer nachvollziehbare Weise abgebildet- die Allegorien, mit denen die fünf Sinne im 17. Jahrhundert dargestellt wurden, waren vielgestaltig und manchmal – zumindest in unseren Augen – weit hergeholt.
E. de Jongh schreibt in seinem Buch über die Bedeutung der holländischen Genrebilder aus dem siebzehnten Jahrhundert:
„Seit der Antike bis ins 17. Jahrhundert wurde über die Sinne vor allem in missbilligenden Worten geschrieben. Nicht nur in den Lehren des Plato wurden die Sinne als unzuverlässig verurteilt, auch andere philosophische Systeme haben die Wahrnehmung – und in der Tat jedwede Form der Wahrnehmung – als trügerisch begriffen. Im Mittelalter und in der Renaissance betrachtete man die Sinne von einem christlichen Standpunkt aus als die Wege, auf denen Bosheit und Sünde in den menschlichen Geist eindrangen. Während des 17. Jahrhunderts jedoch veränderte sich diese misstrauische Haltung unter dem Einfluss des sich entwickelnden Empirismus, der alles Wissen in der Erfahrung begründen wollte. Dieser philosophischen Bewegung galten die Sinne nicht als Sünde, sondern als Vermittler von Information und Beweismitteln.“
Zahlreiche Versionen der fünf Sinne wurden von Malern der nördlichen Niederlande in den ersten Jahrzehnten des siebzehnten Jahrhunderts dargestellt.
In dieser Zeit begannen Künstler in Haarlem und Amsterdam zur narrativen Darstellungen der Sinneswahrnehmung Abbildungen von Figuren aus der Mittel-und Unterschicht zu bevorzugen, anstatt wie vorher das Thema symbolisch und allegorisch zu behandeln.
Der junge Rembrandt war einer der künstlerischen Erneuerer, als er eine Reihe von kleinen Tafeln mit den fünf Sinnen (1624-1625) gemalt hat. In Rembrandts Fall werden Gruppen von drei Hauptfiguren porträtiert, die Typen der Mittel- und Unterschicht repräsentieren, die sich mit Aktivitäten der fünf Sinne beschäftigen: sie singen für “Hören”, sind beim „Steinschneiden“ in “Fühlen”, und kaufen Brillen in “Sehen”.


Rembrandts Figuren sind mit ihren Handlungen beschäftigt und nehmen wenig Notiz von dem Betrachter. (Siehe auch den Artikel von Noël Schiller)
Maria Trepp www.passagenproject.com
Am 24. Februar wird im Van Gogh Museum in Amsterdam die Ausstellung Dreams of nature. Symbolisme van Van Gogh tot Kandinsky eröffnet.
Der Symbolismus ist in den letzten Jahren wieder aktuell.
Diese Kunstrichtung entstand am Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den Impressionismus und als Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung und den Materialismus in Europa. Künstler wollten Träume und Visionen darstellen statt der sichtbaren Wirklichkeit. Ihre Werke waren Resultat einer Sehnsucht nach Schönheit und ästhetischer Raffinesse, nach geistigem Adel, Spiritualität, Mythologie und Abstraktion.
Der Symbolismus vereinte eine kleine Gruppe von Künstlern, die Theorien aufstellten, und von der Einheit der Künste träumten.
Eine Reihe von Werken von Vincent van Gogh kann als symbolistisch eingeordnet werden, insbesondere die Werke, die im Kontakt mit dem symbolistischen Träumer Gauguin geschaffen wurden. Aber auch die Tatsache, dass Van Gogh stark von Ideen beeinflusst war, und sich lange mit einem bestimmten Thema beschäftigte, bevor er ein Bild machte, rückt ihn in die Nähe anderer Symbolisten. Seine Bilder enthalten tiefere Bedeutung, verborgene Symbolik und Verweise auf Literatur und Musik.
Hier ein paar Beispiele von symbolistischen Themen in Gemälden von Vincent van Gogh:
Natur und Suggestion: die Landschaften der Symbolisten sind mehr als eine getreue Darstellung der Realität, sie sind ein Spiegelbild der Gefühle, die die Natur bei dem Künstler evoziert. Hier “Weiden bei Sonnenuntergang”: beachten Sie vor allem die Strahlen der Sonne.

Träume und Visionen: Einige Symbolisten malten Träume und Visionen, die Welt hinter der beobachtbaren Realität. Hier Van Goghs “Erinnering an den Garten in Etten” Arles, 1888.

Die Stadt als geheimnisvolle Traumlandschaft: Caféterrasse bei Nacht

Der Kosmos: Van Gogh zeigte in seinen Landschaften seine Ideen über die natürlichen Kräfte, die kosmische Energie und die Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der Natur.

Vincent van Gogh, Sterrennacht, 1889
(Hier eine phantastischer interactiver Video Starry Night)

Vincent van Gogh, Sterrennacht over de Rhone
Maria Trepp www.passagenproject.com
Ab 28. Januar 2012 is ist im Cobra-Museum in Amstelveen die Austellung “Klee+ Cobra: het begint als kind” zu sehen.
Ich weiß noch nicht, was im Cobra-Museum ausgestellt wird, aber ich lasse hier einige meiner Lieblingsgemälde von Klee sehen, und von dem niederländischen COBRA-Mitglied, Dichter und Maler Lucebert, der sich in Gedichten und in seiner Kunst auf Klee bezog.

Paul Klee, Maske, 1922

Paul Klee, Marionette 7a, 1923

Paul Klee, Clown, 1929

Paul Klee, Clown, 1929

Paul Klee, Dierentuin Tiergarten

Paul Klee, Schlange
Die Schachbretter werden bunt und flexibel:

Paul Klee, Colourful life outside (Draussen buntes Leben)1931

Paul Kee, Bluehendes, 1934

Paul Klee, Kat en vogel [Katze und Vogel]


Paul Klee Frau mit Hut

Paul Klee, Taenzer

Paul Klee, Angelus Novus (im Besitz von Walter Benjamin, der einen berühmten Essay hierüber schrieb: der Engel der Geschichte)

Paul Klee, Distel, 1919


Paul_klee_opkomst_van_de_maan_st_germain_tunis_1915

Paul Klee_Vollmond
Und nun Gemälde von Lucebert, aber erst ( auf Niederländisch) sein Gedicht: „klee“
in het verheugde venster geuren de gekleurde vruchten van de dingen
in rust geuren de huid het hart geuren de ogen en mond
het hart kust zijn venster
de huid ontsluit zich
de ogen kijken naar buiten
waar de mond wuift naar boven
overal bloeien de mensen wuivende bloemen geurige huizen
zij evenaren de aarde
zij vliegen in ronde en gebogen vruchten door het hoge hoofd van de lucht
zuchten als de huiverende watervallen zij zingen
in spiegelgladde cirkels
zo ontwiklen zij de wereld:
de brandende draad van de geurende aarde loopt langs het gekleurde raam van de mensen

Lucebert, De droom van Apollinaire (Apollinare’s dream), 1972

Lucebert,_Die_Kuehe_1959

Lucebert naakt met bloemen (nude with flowers)

Lucebert, Orfeus_en_de_dieren

Lucebert, Nachtengel_1990

Lucebert, Oude_engel

Lucebert, De_dichter_voedt_de_poezie

lucebert_dierentemmer_1959.jpg
Über eine Stecke von etwa 320 km läuft neue Westerborkwanderweg.
Der Anfangspunkt ist die Hollandse Schouwburg in Amsterdam, wo während des Krieges die Amsterdamer Juden zum Abtransport versammelt wurden, Endpunkt ist das ehemalige Durchgangslager Camp Westerbork. Der Wanderweg folgt der Zugstrecke, auf der Juden während des Zweiten Weltkrieges deportiert wurden. Von dort wurden sie in die Todeslager transportiert.
Der Wanderweg besteht aus Abschnitten von 10 km und läuft in der Nähe der Gleise entlang der Deportationsroute.
Die Route führt den Wanderer entlang Kriegsdenkmälern, Synagogen und anderen Stätten, die beim Holocaust in den Niederlanden und während und nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Ein neu erschienener Wanderführer informiert die Touristen über historische Fakten; und eine neue Website (www.westerborkpad.nl) erklärt die historischen Stationen.
Maria Trepp www.passagenproject.com
Rudolf van den Berg hat einen neuen Film gemacht, Süskind, über den jüdischen Widerstandskämpfer Walter Süskind, der als niederländischer Oskar Schindler hunderte Kinder und Erwachsene rettete.
Der in Deutschland geborene Geschäftsmann Walter Süskind (1906-1945) arbeitete für den Amsterdamer Judenrat als Verwalter bei dem jüdischen Theater Hollandse Schouwburg. In dieser Anstellung konnte er die Personaldaten der in diesem Theater zur Deportation eingelieferten Kinder manipulieren und so manche retten.

Süskinds gute Beziehungen zur deutschen Besetzungsmacht, insbesondere zum SS- Hauptsturmführer Ferdinand aus der Fünten, der in Amsterdam die Deportation der Juden leitete, halfen bei seiner Wiederstandsarbeit. Walter Süskind galt als einfallsreich, charmant und geschickt und fand hundertundein listige Tricks um den Nazis die Kinder unter der Nase weg zu schmuggeln.
Walter Süskind und seine Mitarbeiter taten dies ohne Mitwissen des Amsterdamer Judenrats, denn dieser vertrat eine Linie der Kooperation mit den Nazis.
Nach dem Krieg hat ein jüdischer Ehrenrat den Judenrat Amsterdam sehr kritisch beurteilt, und ganz besonders dessen Hilfe bei der Selektion und Deportation der niederländischen Juden verurteilt. Weil die Besetzer nicht wussten, wer Jude oder kein Jude war, hätte man ohne Hilfe des Judenrats kaum so viele Juden deportieren können, und Eichmann war dann auch sehr zufrieden mit der seiner Meinung nach vorbildlichen Organisation der Deportation in den Niederlanden.
Der Ehrenrat lobte Walter Süskind und seinen mutigen Einsatz, der vom Judenrat nicht unterstützt wurde.
Immer wieder sehen sich Geschichtsforscher vor die Frage gestellt, warum die Anzahl der jüdischen Opfer der Shoah in den Niederlanden am höchsten war in West-Europa, sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen.
Ein Faktor ist die unbegrenzte Macht, die die Nazis in den Niederlanden hatten, um die Deportationen zu organisieren. Aber auch die Stütze durch den Judenrat spielte eine Rolle, wie auch die Haltung der gut integrierten jüdischen Bevölkerung in den Niederlanden. Man durchschaute das Wesen des Nazi-Antisemitismus weniger gut als in anderen Ländern, man glaubte nicht an die Ausrottung der Juden. Man glaubte an die Möglichkeiten zur legalen Freistellung.
Man war zu optimistisch.
Maria Trepp www.passagenproject.com
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Ein ausführlicherer Text ist auf meinem niederländischen Weblog zu lesen
Das umstrittene „Buchenwald“-Gitter wird im niederländischen Zandvoort doch nicht so gebaut wie geplant. Am Eingang sollte – zwischen Säulen, die rauchende Schornsteine darstellen- eine Glocke befestigt werden mit der Aufschrift „Suum cuique“, dem Motto Buchenwalds: „Jedem das Seine“.
Suum cuique “Buchenwald”, Entwurf Studio Job
Nun wird die Glocke mit der Aufschrift nicht angebracht. Die rauchenden Schornsteine jedoch bleiben; und durch alle Aufmerksamkeit in den Medien wird das „Jedem das Seine“ doch auch mitgedacht werden.

Das Designerduo will mit der provozierenden Aktion auf die Ästhetisierung der Bewachungs- und Sicherheitsindustrie aufmerksam machen.
Das ursprünglich von Cicero als Gerechtigkeitsmotto gedachte „Suum cuique“ stand auf dem Bruststern des Hohen Orden vom Schwarzen Adler und wurde später von den Nationalsozialisten instrumentalisiert.
Maria Trepp www.passagenproject.com
Die Endshow der Wohltätigkeitsaktion 3FM Serious Request am 24. Dezember 2011 fand statt in `Leiden bei der historischen Mühle Molen de Valk. Die Mühle wurde in allen Farben angestrahlt…

Molen De Valk
Und hier de Rote Mühle von Mondriaan:

Im Leidener Japanmuseum Sieboldhuis sind bis zum 4. März 2012 Prachtexemplare des Japanischen Holzschnittmeisters Tsukioka Yoshitoshi (1839-1892) zu sehen in der Ausstellung “Mondlicht, Mysterium und Schönheit”.

Yoshitoshi ist ein Meister des Farbholzschitts, vor allem des Ukiyo-e, einer Form des Holzschnitts die seit der Mittes 18. Jahrhunderts auch in Europa populär wurde und einen großen Einfuß hatte auf die Europäische Kunstwelt des Fin-de-siècle.

Diese Holzschnitte sind zum Teil buddhistisch inspiriert und drücken die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Lebens aus. Der folgende Holzschnitt lehrt, dass man nicht den Finger des buddhistischen Mönchs betrachten soll, sondern den Mond:

Berühmt zijn Yoshitoshis A Hundred Views of the Moon, wo er Motive aus chinesischen und indischen Legenden und aus Kabuki- und Noh-Theater illustriert.
Maria Trepp
Dieser Text steht auch auf meinem niederländischen Blog
In Leiden wird ab 18. Dezember 2011 eine Woche lang das „Gläserne Haus“ der Wohltätigkeitsaktion „Serious Request“ stehen.
Serious Request ist eine jährlich zurückkehrende Aktion des niederländischen Radiosenders 3FM , wobei Geld eingesammelt wird für Projekte des Roten Kreuzes.
Drei DJs sind sechs Tage lang in einem gläsernen Haus eingeschlossen, wo sie nichts essen dürfen. Gleichzeitig legen sie Tag und Nacht Wunschnummern auf als Gegenleistung für Spenden.
Dieses Jahr steht das „Gläserne Haus“ in Leiden. Es wird Geld eingesammelt für Mütter in Kriegsgebieten.
Die Aktion wird von so gut wie allen Einrichtungen und Unternehmen der Stadt unterstützt: Museen, Geschäften, Schulen, Universität. Die Stadt Leiden hat eine halbe Million Euro investiert.
Die Wohltätigkeit ist auch eine willkommene Gelegenheit für Marketing und Reklame.
Das Leidener Museum Boerhave (Museum für Geschichte der Naturwissenschaften) sorgt für eine besondere Attraktion: in Anschluss an die Ausstellung „Verborgene Kräfte: Niederländer auf Suche nach Energie“ wird eine „Energiefabrik“ aufgebaut mit Schaukelb, Fahrrad- und Rudertrainern, die dem „Gläsernen Haus“ Energie liefern werden.

Hier folgen ab 18. Dezember Fotos und Videos.
Maria Trepp www.passagenproject.com

Nach langer Forschung und Diskussion wurde jetzt eindeutig festgestellt, dass das Gemälde „Alter Mann mit Bart“ von Rembrandt selbst angefertigt wurde.
Das Gemälde ist im Amsterdamer Rembrandthuis zu sehen. Unter der Farboberfläche befindet sich ein zweites Gemälde; es ist die Silhouette eines Mannes zu sehen. Vermutlich handelt es sich hierbei um ein Selbstportrait mit Barett. Dieses zweite Gemälde wurde mit der Technik des Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) sichtbar gemacht.
Der Streit um die Echtheit von vielen Rembrandts hält schon lange an. In den letzten Jahren wurden mehrere Gemälde, die man zeitweise als nicht authentisch einschätzte, wieder als echte Rembrandts erkannt.
Besitzer des Gemäldes ist der kanadische Regisseur Kevin Sullivan, der das Gemälde dem Rembrandthaus zur Verfügung stellt.
Im wissenschaftshistorischen Museum Boerhaave in Leiden/Niederlande ist ein neurenovierter Himmelsglobus mit Planetarium zu sehen, die sogenannten : „Leidse Sphaera“, ein Planetarium, das der Rotterdamer Uhrmacher Steven Tracy um 1650 konstruierte.
Leidener Sphaeren, Die Sonne mit den kleinen Planeten

Leidener Sphaeren. Das Planetarium zeigt auch den Saturn mit Ring und mit Monden als kleine Ausbuchtungen auf dem Ring. Der Saturn war dem Planetarium erst 1710 hinzugefügt worden.

Die „Leidener Sphaeren“ sind mit einem Pendeluhrwerk ausgerüstet, das 1656 von Christiaan Huygens erfunden wurde.
Von Christiaan Huygens ist hier im Museum Boerhaave auch ein Planetarium zu sehen. Obwohl es kleiner ist und nur zweidimensional, arbeitet es wesentlich genauer als die Leidener Spheren. Es wird angetrieben durch ein Uhrwerk mit Spiralfeder- auch eine Erfindung von Huygens.

Planetarium Christiaan Huygens, Museum Boerhaave

Planetarium Christiaan Huygens, die Bahnen der kleinen Planeten
Huygens war in allem sowohl Theoretiker als auch Praktiker. Er setzte seine theoretischen Erkenntnisse um in technische und praktische Entwürfe. So hat er auch das kopernikanische Sonnensystem 1682 in einer künstlerisch-technischen Form dargestellt. Die elliptischen Bahnen der Planeten werden durch exzentrische Kreise angenähert.
Huygens hatte ursprünglich auch kleine Platten mit Monden entworfen für das Planetarium, aber diese sind verloren gegangen.
Maria Trepp www.passagenproject.com

Leuchtturm in Scheveningen 29-12-2010

Leuchtturm Katwijk

James Ensor, Leuchtturm Oostende

Piet Mondriaan, Vuurtoren bij Westkapelle, 1909

Piet Mondriaan, Vuurtoren bij Westkapelle

Piet Mondriaan, Vuurtoren bij Westkapelle, 1909
Im Rijksmuseum in Amsterdam werden bis Juni 2011 Dünenlandschaften aus dem 17. Jahrhundert gezeigt.
Ich zeige hier moderne Dünenlandschaften von Toorop und Mondriaan aus dem Besitz des Gemeentemuseum in Den Haag.
Aber zuerst noch eine Dünenlandschaft von James Ensor, der jetzt bis Juni 2011 im Gemeentemuseum in Den Haag zu sehen ist.


Jan Toorop, Duinen en zee in Zoutelande, 1907

Piet Mondriaan, Duin I

Piet Mondriaan, Duin II

Piet Mondriaan, Duin III

Piet Mondriaan, Duinen bij Domburg, 1910

Piet Mondriaan, Duinlandschap, 1911
Und hier Mondriaans Freund Jan Sluijters mit einer Dünenlandschaft von 1909:

Das fantastische Werk van Ensor (jetzt in Den Haag zu sehen) erinnert in manchen Aspekten an Hieronymus
Bosch.
Wie Bosch hat auch Ensor den Fall der aufständigen Engel gemalt.

HieronymusBosch, Fall der aufständigen Engel
Hieronymus Bosch gestaltet den Übergang von Engel zu Teufel, indem er die fallenden Engel zu Insektenmenschen transformiert.

Hieronymus Bosch, Gefallener Engel/Insektenmensch (Ausschnitt)

Hieronymus Bosch, Insektenmensch (Ausschnitt)
Bei Ensors Fall der Engel kann man Engel und Teufel nicht erkennen; das Gemälde ist ein Turnerianisches Licht- und Feuermeer.

James Ensor, Fall der aufständigen Engel
Aber in einem fröhlichen Selbstporträt hat Ensor sich selbst als Insekt dargestellt, wobei er nach eigener Angabe eine Illustration machte zu Heinrich Heines Gedicht “Die Launen der Verliebten”:

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Die Launen der Verliebten Heinrich Heine
(Eine wahre Geschichte, nach ältern Dokumenten wiedererzählt und aufs neue in schöne deutsche Reime gebracht)
|
James Ensor (siehe die Ausstellung im Gemeentemuseum Den Haag) bewahrte in seinem Atelier Totenschädel und Masken, die ab 1888 regelmäßig in seinem Werk vorkommen.
In Ensors Werk hat der Schädel eine morbide, ironische und fantastische Konnotation und kommt auch häufig als Selbstporträt vor. Der Schädel ist anscheinend die „Ich“-Form der Maske bei Ensor.
Mir gefällt es, wenn der Tod ein Teil des Lebens ist, und die Toten sich fröhlich unter die Lebenden begeben.
Hier ein ähnliches früheres Selbstporträt von Vincent van Gogh:

Vincent van Gogh, 1885
Bei Vincent van Gogh ist das Skelett eine ironische Mischung von Stillleben und Selbstporträt.
Übersetzung Niederländisch- Deutsch,

James Ensor, Intrige, 1911
Masken faszinieren mich in ihrer Verbindung von Völkerkunde und Kunst, Verbindung von Volkskunst und “hoher” Kunst, und Verbindung zwischen Malerei, Plastischer Kunst, Literatur und Theater.
James Ensor, dessen Werk zur Zeit im Gemeentemuseum in Den Haag ausgestellt wird, war der große Maler der Masken. Bei ihm finden wir keine „primitiven“ völkerkundige Masken, sondern Karnevalsmasken.
In einem frühen Gemälde von 1880 lässt er Karnevalsmasken einen schwarzen Eingeborenen betrachten. Ein ironischer Kommentar?

Ensors Masken sind paradox: sie verbergen nicht, sondern enthüllen die heimlichen Emotionen die hinter der bürgerlichen Fassade verborgen sind. Hier sehen wir Ensor selbst mit seinem Federhut zwischen den Masken.

James Ensor, Selbstporträt mit Masken

Ensor und die Masken. 1935
Übersetzung Niederländisch- Deutsch,
Kein anderer Maler hat den Frühling so bezaubernd geschildert wie Vincent van Gogh.
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Vincent van Gogh, Blühender Pfirsichbaum, 1888

Vincent van Gogh, Mandelblüte, 1890

Vincent van Gogh,
Birnbaum
Van Gogh besaß viele japanische Holzschnitte, und malte sie auch nach.

Vincent van Gogh, Der blühende Pflaumenbaum nachHiroshige (1887)

Utagawa Hiroshige, Kameido, 1857
Van Gogh hat Hiroshiges Farben verändert und außerdem japanische Zeichen hinzugefügt, die er aus einem anderen Holzschnitt kopierte.
Van Gogh war auch stark von Jean-François Millet beeinflusst (siehe auch Van Goghs und Millets Sternennacht).
Hier der Frühling von Millet.
Übersetzung Niederländisch- Deutsch, Führungen in Leiden und Den Haag

Vollmond am 19. März 2011 in Leiden

Vollmond am 19. März 2011 in Leiden


Vollmond am 19. März 2011 in Leiden

Vollmond am 19. März 2011 in Leiden
Übersetzung Niederländisch- Deutsch,
Führungen in Leiden und Den Haag
Im Gemeentemuseum in Den Haag findet vom 12/3/2011 bis 13/6/2011 eine große James Ensor –Ausstellung statt.




Eduard Manet, 
Cezanne

August Macke
…und Joseph Beuys:

Joseph Beuys zelfportret
Vincent van Gogh, alle Selbstportraits mit und ohne Hut
Übersetzung Niederländisch- Deutsch,

Albrecht Dürer, Florentine Iris, 1503

Claude Monet, Fields with irises, 1887

Vincent van Gogh, Irissen, 1889

Vincent van Gogh, Irissen, 1890

Emil Nolde, Iris, 1916

Karl Schmidt-Rottluff, Schwertlilien, 1925
De iris is een geliefd Jugendstil-motief afkomstig van Japanse prenten en voorwerpen.
Hier eerst vorbeelden van Japanse irissen:
<
Courtisane met iris; courtisan with irises 1861

Hokusai, IJsvogel met Shaga iris; kingfisher with shaga iris

Utagawa Hiroshige, Iris

Irissen Hokusai
Hier enkele kimono’s met iris:

kimono_kersenbloesem/ cherry bloem and iris

Kimono with river and iris

Silk kimono with beautiful iris
…en hier Jugendstilvasen met irisen:

Gele iris vaas Jugenstil

Iris Paradijsvogel Jugenstil bord

Iris paradijsvogel vaas

Iris vaas Jugendstil

Iris theescherm Tiffany

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1886, te zien in het Gemeentemuseum Den Haag

Vincent van Gogh, Zelfportret met filt hoed, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret met strohoed, 1887

Vincent van Gogh, Zelfportret met strohoed, 1887 (Parijs)

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1888

Vincent van Gogh, Zelfportret, 1888, voor Gauguin

Vincent van Gogh zelfportret met verbonden oor, jan 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, aug 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, sep 1889

Vincent van Gogh, Zelfportret, sep 1889

Ik houd van gevaarlijke slangenvrouwen, zoals van Medusa.
En hier…mijn eigen slangenkuil…

Slang en bloem…
…vormen een natuurlijke en paradijselijke gemeenschap.
Mijn vreugde was groot toen ik hoorde dat de Kievitsbloem/Fritillaria, die voor mij en mijn leven een belangrijk symbool is, in het Engels Snake’s head heet (met dank aan Ina!).
Ik heb aan mijn slangenverzameling een nieuw slangetje toegevoegd in passende kleuren.
En als we nu toch bij het thema “Bloem en slang” zijn, dan hier een foto dat ik op de Leidse historische begraafplaasts Groenesteeg heb gemaakt van mijn blauwe slang ( in feite George Knights slangenzoon Georgey) in het midden van Oosterse sterhyacinten:
Ik was op de begraafplaats bezig met mijn slangen, omdat ik een droomfoto ging maken; ik had namelijk gedroomd van mijn slangen op een graf.
Zie overigens ook mijn eerdere blog Morbide slangen: het leven is maar een droom .
Regenboog, slang, regenboogslang
De regenboogslang is zowel een echt bestaande slang, alswel een fabeldier, zo meldt Wikipedia (Alib heeft me recentelijk attent gemaakt op het cultuurantropologisch boek “Enige aspecten van de regenboogslang”, een proefschrift van Leo Triebels).
Regenboog en slang zijn twee magische voorstellingen die aan elkaar verwant zijn, niet alleen door vorm en (iriserende) kleur.
Zowel regenboog alsook slang zijn verbonden met de voorstelling van een brug tussen in wezen onoverbrugbare tegenstellingen ( voor de slang als brug zie ook mijn blog over Goethes slangenspookje).
De regenboog verbindt hemel en aarde, de slang als androgyn wezen verbindt man en vrouw, zoals op een schilderij van Augusto Giacometti.

Op het dit grote schilderij, ‘Adam und Eva’ (1910),dat ik kort geleden in het Kunsthaus Zürich heb gezien, verbindt de slang Adam en Eva op een noodlottige manier, als een wereldslang.
Augusto Giacometti, Adam und Eva’ (1910)

Opvallend is de parallelle tussen de verbindende slang en de verbindende regenboog als men naar een andere afbeelding van Giacometti kijkt: hier, op een kleine pastel op papier, verbindt de regenboog het mensenpaar.
Augusto Giacometti, Regenboog
De slang, androgyn en ambivalent
De slangen van Meret Oppenheim zijn bijna altijd samengezette wezens.
Hier een foto van een zeer mooi Oppenheim-beeld dat ik ook in het Kunsthaus zag.

Maskierte Blume (1958)
Deze bloem lijkt óók op een slang (de achterkant van een cobra)
De slang is in de cultuurgeschiedenis zowel een symbool voor het Kwaad als ook voor het Goed ( zie bijvoorbeeld bij Asclepios en de natuurreligies) , en is zowel gekoppeld aan de mannelijke alsook aan de vrouwelijke seksualiteit; zij is zowel fallus-symbool alsook de Eva-slang.
In Lewis Carrolls “Alice in Wonderland” wordt Alice “een slang”genoemd door de duif (hoofdstuk: “Raad van een rups”) .
Pat Andrea heeft hier een schitterende illustratie bij gemaakt:

In de cultuurgeschiedenis staat de slang in positieve zin voor de vernieuwing (de oude huid afleggen).
Een bijzondere “goede” slang is de Ouroboros (Uroboros) die een cirkel vormt door zichzelf in de staart te bijten. Deze slang staat afgebeeld op het graf van Oppenheim.
De slang onttrekt zich aan de simplificaties die sommigen aan haar/hem willen opleggen.
Zoals ik zelf in een slangengedicht heb geschreven:
“[...]
Is een slang
eigen
lijk een man?
Neen,
een slang
is een
an-
drogyn
am-
bifibiding
zwemmend
kronkelend
aan land [...] ”
En hier een slangengedicht van Oppenheim:

Schlangengedicht (1978)
Slang en water komen samen in het slangenfontein van Oppenheim:

Spirale- Schlange in Rechteck ( 1973)
Slangen bij Meret Oppenheim en Paul Klee
De surrealiste Meret Oppenheim is net als ik gefascineerd door slangen, dromen en bloemen.
Ik zag in het Kunsthaus Zürich, in de afdeling dada en surrealisme, een mooie collage, waarbij mij de combinatie slang en bloem opviel.

Why-why (1968)
Slangen en bloemen – daar houd ik van.
Over slangen en bloemen heb ik al een paar blogs geschreven:
Sneeuwslangen, schaduwslangen, droomslangen
Morbide slangen: het leven is maar een droom
Over slangenbomen, slangenvrouwen, sprookjes en muziek
De goede slang bij Goethe en E.T.A. Hoffmann
Inmiddels heb ik nog veel meer slangen bij Meret Oppenheim gevonden, hier en paar mooie.

Schlange und schwarze Steine (1972)

Zwei Schlangen, die eine blau-grün, die andere rot ( 1960)
…en hier mijn eigen blauwe en rode slang:

een een rode slang bij Paul Klee:

Paul Klee, Schlangenwege
De goede slang bij Goethe en E.T.A. Hoffmann
Een goede goudgroene slang en een witte bloem zijn de ingrediënten in een sprookje van Goethe en een sprookje van E.T.A Hoffmann.

Goethes sprookje, Van de groene slang en de schone lelie ( tekst hier in het Duits en hier in het Nederlands) is een enigszins braaf en burgerlijk sprookje over goed samenwerken en zich voor de gemeenschap offeren… en zo de gemeenschap tot welvaart brengen. De goede goud-groene slang is een licht- levensgevende kracht, zij vormt een brug over het water met haar lichaam en zorgt ook voor het ontstaan van en vaste brug.
Goethes sprookje is behalve een esoterisch sprookje ook een politiek commentaar op het versplinterde Duitsland aan het begin van de 18e eeuw.
Bruggen bouwen tussen de culturen en daarbij welvaart creëren: dat is misschien een burgerlijk thema maar ook nu nog een zeer relevant thema, dat kort geleden in Leiden op een conferentie besproken werd (zie mijn blog Building bridges).

Groene slang op de Leidse Spanjaardsbrug
Bij E.T.A. Hoffmanns De gouden pot staat de goudgroene slang Serpentina voor poëzie, fantasie en kunst ( tekst hier in het Duits of in het Nederlands) .
Hoffmanns sprookje is complexer, ironischer. Anders dan bij Goethe ( die Hoffmann en zijn ironie niet kon uitstaan) staat het happy end bij Hoffmann tussen haakjes. De gouden pot eindigt niet met het zalige visioen van een Atlantis met slangenvrouw en lelie, maar met de verteller die juist inziet dat hij zelf niet in een spookjesland leeft. Toch kan de verteller, en dus de lezer, zich nog troosten met de gedachte dat de fantasie hem een ontsnappingsroute aanbiedt.
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Cobra slang in de zonsondergang

Ik houd van deze groteske kunst, een contrapunt tot al de saaie geïdealiseerde heiligen!
Over slangenbomen, slangenvrouwen, sprookjes en muziek
Slangen
vrouwen
en
bomen
horen
samen.
Een van mijn Duitse lievelingsauteurs, de romanticus E.T.A. Hoffmann, heeft een belangrijk sprookje geschreven, De gouden pot (tekst hier in het Duits of in het Nederlands), dat niet alleen gaat over een slang ( de goud-groene Serpentina), een vrouw en een boom (de vlier), maar op een hoger niveau ook over de rol van kunst en fantasie in het leven.
In dit kunstsprookje komt de student Anselmus groen-gouden slangen tegen in een vlierboom. Ook bij E.T.A. Hoffmann, die overigens ook componist was, speelt hierbij muziek:
“…Hier werd de student Anselmus in dit gesprek met zichzelf gestoord door een eigenaardig geritsel en geruis, dat vlak naast hem in het gras opstak, maar al gauw overgleed tot in de takken en de bladeren van de grote vlierstruik, die zich welfde boven zijn hoofd. Nu was het net, alsof de avondwind de bladeren een beetje door elkaar schudde, – nu weer, als zaten er vogeltjes te vrijen tussen de takken, hun vleugeltjes roerend in baldadig heen- en weergefladder. – Daar begon het te fluisteren en te murmelen, en het was, alsof de vlierbloesem muziek maakte, net in de struik gehangen klokjes van kristal. Anselmus luisterde en luisterde. Daar groeiden, hij wist zelf niet hoe, uit het gemurmel en gefluister en getinkel zachte, halfverwaaide woorden:
Tussendoor – tussenin – tussen takken, tussen zwellende bloemen, zwenken, slingeren, zwieren wij – zusjes – zusje, zwenk wat in de schemering – snel, snel omhoog – omlaag – de avondzon schiet stralen, suizelen doet de avondwind – ritselen de dauw – bloemen zingen – roeren wij tongetjes, zingen wij met bloemen en twijgen – sterren glimmen gauw – moeten omlaag – tussendoor, tussenin slingeren, zwieren, zwenken wij, zusjes, zusjes. – Zo ging het door, praatjes die je helemaal van de wijs brachten. De student Anselmus dacht: Dat is toch gewoon de avondwind, die vandaag fluistert, woorden, die je zomaar kunt verstaan. – Maar op dat moment klonk er een muzikaal geluid boven zijn hoofd als een drieklank van heldere, kristallen klokjes; hij keek omhoog, en zag drie groengoud glanzende slangetjes, die om de takken gewikkeld zaten en hun kopjes strekten in de richting van de avondzon.[...]
Hier een foto die ik heb gemaakt van mijn zelfbeschilderde slangenvrouw Serpentina in de vlier:

De (door mij sterk goedgekeurde) moraal van Hoffmanns sprookje kan misschien zo samengevat worden:
Er moet een spanning blijven bestaan tussen fantasie en werkelijkheid, tussen kunst en leven. Het echte leven haalt de inspiratie uit kunst en fantasie, maar valt niet samen met deze.
De hoofdmotieven bij E.T.A. Hoffmann: Goud-groene slang en witte bloem (lelie) komen trouwens ook voor in een belangrijk kunstsprookje van Goethe.
[Sinds gistermiddag bloeit deAmorphophallus titanum, een biologisch wereldwonder, in de Leidse Hortus.Amorphophallus reuzenaronskelk
en zo ziet de uitgebloeide penisbloem eruit:


You may use the above pictures if you mention Maria Trepp and link to www.passagenproject.com
Die Bilder- und Formensprache der „Bilder der heiteren, vergänglichen Welt“ der Erzeugnisse des japanischen Kunsthandwerks wie Töpfer-, Metall-, Lack- und Bambusarbeiten wurden im 19. Jahrhundert eine Quelle der Inspiration für den Impressionismus, die Art Nouveau, den Jugendstil, die Wiener Secession und auch viele Künstler des Expressionismus.

Claude Monet, Madame Monet im roten Kimono, 1876
Viele von van Goghs Gemälden imitieren japanische Holzschnitte (Ukiyo-e) in Stil und Motiv. Van Gogh malte das Bild Die Kurtisane (Van Gogh Museum Amsterdam) im Jahr 1887 nach einem Ukiyo-e von Kesai Eisen auf der Titelseite der Zeitschrift Paris Illustré, Le Japon.


Georg Hendrik Breitner, befreundet mit Vincent van Gogh, malte in dieser Periode (1883-99) eine Serie mit Mädchen im Kimono.

Georg Breitner

Georg Breitner
Im Museum Boijmans in Rotterdam hängt ein besonderes Gemälde von Breitner mit einem Mädchen in blauem Kimono, das einen Ohrring befestigt. Das Mädchen schaut in einen Spiegel.

Ein faszinierendes Fadenspiel von Rita Kok im Leidener Sieboldhaus.
Der Schatten wird zum Teil des Kunstwerks.







Leiden 8. April 2009


Stanislas Lepine, Monde ueber dem Hafen von Saint-Denis, 1876

Edouard Manet, Mond ueber dem hafen von Boulogne,1869
Im Park des Museum Boijmans in Rotterdam ist eine Installation mit Spiegelkugeln von Maria Roosen zu sehen:



Und hier noch eine andere Vanriante von Spiegelkugeln (von der Warande Tilburg 2009) “Blackberry Braamboot” von Maria Roosen:

Maria Roosen, Blackberry braamboot (Stardust/warande Tilburg)

Auf dem stillen Friedhof Groenesteeg in Leiden liegt Anna van Gogh-Carbentus begraben, die Mutter von Vincent van Gogh.
Dieses Porträt von seiner Mutter machte Vincent van Gogh nach einem Foto, in Arles 1888.

Ich liebe Schatten, Schatten-Spiele, Farben, Seifenblasen, Kunstwerke aus Abfall, und Kunst, die Zuschauer einlädt, ein Teil vom Kunstwerk zu werden.
Die faszinierendste Installation in der Ausstellung ”Elixir: Der Video-organismus von Pipilotti Rist ‘ im Museum Boijmans , einem Gesamtkunstwerk von neun Rauminstallationen der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist, ist darum für mich “Apple Tree Innocent Diamond Hill ‘ , 2003, eine Projektion auf Vorhängen, mit einem großen Ast eines Baumes, plus farblosen transparenten Verpackungsmaterialen.

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp
Die Objekte hängen an einem großen Ast im Raum. Sie bilden eine vielschichtige Oberfläche für Lichtprojektionen und bewegte Bilder und werfen ihre Schatten auf den Vorhang dahinter.

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp

Pippilotti Rist Apple Tree Innocent Diamond Hill foto Maria Trepp
“Es ist wichtig, dass man seinen Schatten mag, denn der Schatten ist das Wichtigste“, sagt Pipilotti in einem der kleinen Videos in der Ausstellung, wo sie selbst spricht. Sie ist Schweizerin und zitiert deutlich C.G. Jung, den Schweizer Psychologen des Schattens.
Doch ist die Ausstellung als Ganzes keine Hommage an den Schatten, sondern eher eine Hommage an eine Trance, die der Realität entflieht, und so die Wirklichkeit mit ihren drohenden Schatten beinahe leugnet.
Der Raumplan der Ausstellung erinnert an ein Lebewesen mit einem Magen, Herz und Lunge. Wie ein Video-Organismus ist diese Ausstellung aus dem Oeuvre Rists gewachsen.
Mit einem festen Team macht Pipilotti Rist seit Ende der 90er große Installationen. Video-, Audio-und Raumerlebnis spielen dabei eine gleichberechtigte Rolle. Einige der Installationen in Elixir wurden bereits in einer anderen Form für einen anderem Ort gemacht. So füllte “A la belle étoile“ im Jahr 2007 den riesigen Platz vor dem Centre Pompidou in Paris und wurde “Homo sapiens sapiens” für die Gewölbe der Kirche San Stae in Venedig im Jahr 2005 gemacht. Mit Installationen wie diesen gibt Pipilotti Rist den bestehenden Formen und dem Charakter der Architektur neue Energie. Rist schafft Welten, die frei und paradiesisch sind, aber auch melancholisch und hier und da gesellschaftskritisch.
In Elixir wurden die neuesten Installationen zum ersten Mal in einem großen Überblick zusammengebracht.
In einem der monumentalen Treppenhäuser des Museums ist außerdem jetzt eine permanente Video-Installation zu sehen, „Let Your Hair Down“
Die Installation “Apollo” von Olaf Nicolai auf dem Innenplatz des Museums – Käfig, Pavillon, Bühne und Spielplatz zugleich- sorgt für spielerische Spiegel- und Stroboskop-Effekte und lädt zu vielerlei Mitmachen ein. Man kann Ball spielen, oder sich etwas anderes einfallen lassen.Für die künstlerische Entwicklung von Vincent van Gogh war die Begegnung mit dem japanischen Farbholzschnitt entscheidend. Er legte eine Sammlung von Farbholzschnitten an und übertrug auch einige Motive in Ölgemälde. Van Gogh machte zwei fast exakte Kopien in Öl von zwei späten Holzdrucken von Utagawa Hiroshige.

Vincent van Gogh Der blühende Pflaumenbaum nach Hiroshige (1887)

Utagawa Hiroshige, De pruimenboomgaard bij Kameido, 1857
Van Gogh wählte andere Farben als Hiroshige und fügte auch die Buchstaben zu, die er aus einem anderen Holzschnitt übernahm.

Von Hiroshiges “Unerwarteter Regen auf der großen Brücke bei Atake“(1857)
machte Van Gogh seine eigenes Gemälde:

“Brücke im Regen nach Hiroshige “1887.
Van Gogh umrahmte die Abbildung mit einem dekorativen Rand und fügte auch hier selbst japanische Schriftzeichen zu.
„Die japanische Kunst ist so etwas wie die Primitiven, wie die Griechen, wie unsere alten Holländer, Rembrandt, Potter, Hals, Vermeer, Van Ostade, Ruisdael. Das kennt kein Ende. “
Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Arles, 15. Juli 1888
Van Gogh machte sich die Gestaltungsprinzipien der japanischen Holzschnitte zu eigen: das Fehlen von Schatten, „flache“ Farbflächen, die mit dünnen Linien umrandet sind, ungewöhnliche Perspektiven, und winzig dargestellte Personen in einer Landschaft (wie hier oben auf der Brücke).
Im Van Gogh Museum in Amsterdam wird die Ausstellung „Van Gogh und die Farben der Nacht“ gezeigt.
“Die Farben der Nacht” sind bei Van Gogh vor allem die Farben der Dämmerung und des Sonnenuntergangs, der Mond oder Vollmond ist nicht auf vielen Gemälden zu sehen.
Das wichtigste Vollmond-Gemälde Van Goghs kommt aus dem Kröller-Müller Museum, „Geschlossenes Feld mit Garben und aufgehendem Mond“, 1889:

Dieses Gemälde machte Van Gogh in der psychiatrischen Klinik in Saint-Remy.
Die Weizenfeld konnte er aus seinem Schlafzimmer sehen.
Das Mondlicht wird durch kleine, weiße (ursprünglich rosa) Pinselstriche in Luft und Landschaft angedeutet.
Van Gogh war nicht mit diesem Gemälde zufrieden.
Er nannte es zusammen mit der berühmten “Sternenacht” (siehe unten) in einem Brief.
Er fand selbst, dass er in beiden Gemälden die Komposition übertrieben habe, und dass beide Gemälde alten Holzschnitten glichen.
Die Mondnächte bei Van Gogh sind sehr ausdrucksstark, und auch symbolistisch: in seinen Landschaften zeigte er Vorstellungen von Kräften der Natur, kosmischer Energie, und der Bedeutungslosigkeit des Menschen gegenüber der Natur.
Auch im Gemälde „Weißes Haus bei Nacht“ ( 1890) ist ein kleiner, aber voll und leuchtender “Mond” zu sehen- wahrscheinlich nicht der Mond, sondern die Venus.

Öfter als den Vollmond hat Van Gogh den zu- und abnehmenden Mond gemalt (siehe hier)
Den abnehmenden Mond hat er in seiner Sternennacht gemalt, auch im Jahr 1889 in Saint-Rémy.
Die Sterne und der abnehmende Mondsichel in einem Rhythmus von Licht und Bewegung hinter den Zypressen und der Stadt.

Interactiver Video Starry Night
Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama macht raumfüllende (Spiegel-) Installationen, in die der Betrachter vollständig eintaucht.
Bis zum 19. Oktober 2008 hat man die Gelegenheit, um im Museum Boijmans in Rotterdam die Ausstellung “Mirrored years” zu sehen, wo sich alles um sinnliche Erfahrung und visuelle Wahrnehmung dreht.

Ein großes, konsistentes, überzeugendes und sehr ansprechendes Oeuvre. Man könnte es glatt und oberflächlich finden, wenn es auch nicht so überwältigend wäre.
Faszinierend sind die beiden geschlossenen Spiegelräume: “Infinity mirror rooms”.
Der eine: “Fireflies on the Water” (2000) mit Tausenden von farbigen Lichtern ….
.

Und der andere: “Phalli ‘s Field” (1965/1998) mit phallusartigen Stoffwülsten, die Kusama auch in anderen ihrer Werke verwendet.

(Nachtrag: Phalli ‘s Field ist inzwischen eine feste Installation im Museum Boijmans geworden)

Zonnebloem Sonnenblumen sunflowers Art Kunst
Op de zolder van het Stedelijk Museum Schiedam is een meterlange en -hoge installatie te zien van een gebreide en gehaakte zonnebloem van Maria Roosen; titel: “Bloedverwanten” (Blutverwandte)

Zonnebloem Sonnenblumen sunflowers Art Kunst
Sonnenblumen Kunst Schiele
Mijn derde associatie

Sonnenblumen Vincent Van Gogh

Sonnenblumen Vincent Van Gogh
Vincent van Gogh, Zonnebloemen 1888
Vincent van Gogh, Zonnebloemen 1889


Van bloemen en bladen kan men zelf papier maken, ontdekte Claudie Hunzinger.
In het Museum Rijswijk zijn zeer mooie voorbeelden te zien van gekleurde bladen in papiervorm.

En hier nog meer
bloemen uit papier.



Een boeddha uit telefoonboeken!
(long-bin_chen)

Richard Mens, Venus uit krantenpapier
In het Haagse Gemeentemuseum waren in 2008 een groot aantal bustes van Ah Xian te zien.
Ah Xian projecteert de hele wereld en ook grote delen van Chinese mythologie en cultuur op deze bustes, die wondermooi in de omgeving van de stijlkamers van het Gemeentemuseum passen.
Ah Xian mengt Oosterse en Westerse elementen in zijn bustes.
De buste maakt onderdeel uit van een Westerse portrettraditie, terwijl de schilderingen ontleend zijn aan Chinese decoratieve tradities: draken, vogels, bloemen, landschappen, erotische motieven.
De verzieringen lijken hier en daar op tatoeages.
In mijn vorige blog heb ik het fabeldier eenhoorn beschreven, dat zowel in de Chinese alsook in de Westerse traditie een belangrijke rol speelt. Ah Xian laat op op zijn bustes de feniks





Ah Xian, erotische voorstellingen

Ah Xian, honderd kinderen
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